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Wir erwarten zeitnah eine globale Deflation

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actior AG - Hamburg
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(openPR) Die letzte Handelswoche hatte es in sich: Euro-Dollar zeigte am Montag nach der Griechenland-Wahl einen Freudensprung bis 1,2750, bevor rasch Gewinnmitnahmen die Gemeinschaftswährung auf 1,2560 drückten. Die Vorfreude auf die Fed-Sitzungsergebnisse am Mittwoch sorgte dann noch einmal für Auftrieb - ohne jedoch noch einmal das Wochenhoch bei 1,2750 attackieren zu können.



Das operation twist der Fed bis Ende des Jahres war dann ein harter Schlag für die Daueroptimisten, die sich offenkundig mehr versprochen hatten als das von der Fed letztlich exerzierte Prinzip "linke Tasche raus, rechte Tasche rein". Das war nicht wirklich der große Wurf, ohnehin wirkte Bernanke auf der Pressekonferenz ratlos. Es ist für einen Ideologen wie ihn schwer zu akzeptieren, daß die eigenen Theorien offenkundig nicht ganz mit der Realität in Einklang zu bringen sind. Faktisch waren die bisherigen Maßnahmen der amerikanischen Notenbank bislang wirkungslos verpufft - es ist schon erstaunlich, daß die Märkte trotzdem noch im Vorfeld einer Fed-Sitzung eine Kinderparty feiern. Und das obwohl langsam die Geschenke von Onkel Bernanke immer kleiner werden und sich stark nach billigem Plastik anfühlen...

Vom Abverkauf des letzten Donnerstag hat sich der Euro noch nicht erholen können, trotz der Senkung der Mindestanforderungen für Repo-Einlagen und des Mindestratings für ABS durch die EZB. Man akzeptiert jetzt auch Autokredite, Leasingverträge - es ist jetzt wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis das Dosenpfand bei der EZB Einzug halten wird...

Ab Donnerstag folgt dann das nächste Treffen der "Großkopferten" der EU, und sicher werden wieder revolutionäre Dinge beschlossen, die den Euro unmittelbar retten. Faktisch sind die EU-Verantwortlichen ja immer zu langsam für die Entwicklung, das ist gefühlt Hochgeschwindigkeitstechnologie gegen Amtsschimmel - das kann nicht funktionieren. Zumal Politiker wie Rajoy noch nicht einmal begriffen haben, wie ernst die Lage wirklich ist. Spanien ist das Pulverfaß, nicht Griechenland. Der Kapitalbedarf spanischer Banken wird deutlich höher sein, als es nun die Unternehmensberater Berger und Wysman ermittelt haben: Man darf gespannt sein, wann die nächsten, riesigen Milliardenlöcher auftauchen.

Charttechnisch sieht Euro-Dollar nur sehr mäßig erfreulich aus. Kurzfristig entscheidend wird sein, ob die Gemeinschaftswährung die Unterstützung bei 1,2440 halten kann. Gelingt dies nicht, sollte zeitnah das Verlaufstief von Anfang Juni bei 1,2287 angesteuert werden. Auf der Oberseite warten Widerstände bei 1,2680 und 1,2750. Wir bleiben skeptisch für den Euro.



Auch der Dax gab seine Gewinne nach der Griechenland-Wahl wieder ab, bevor dann die naive Vorfreude auf die Fed bis zur Wochenmitte noch einmal eine Erholung brachte. Nach der Notenbank-Sitzung hielt sich der deutsche Leitindex dann besser als der Euro, doch am heutigen Montag brach die wichtige Unterstützungszone bei 6220/6200 (im Grunde ohne jede schlechte Nachrichtenlage).

Im Grunde sieht derzeit so ziemlich alles short aus: Rohstoffe fallen, weil man offensichtlich kapiert hat, daß der Wachstumstraum in China erst einmal ausgeträumt ist. Hinzu kommen jede Menge Gewinnwarnungen vor der US-Berichtssaison, die auf eine ziemlich miese Ertragslage der US-Unternehmen schliessen lassen. Die Euro-Krise kommt also mit Wucht in der sogenannten Realwirtschaft an, weil Staaten sparen müssen und Unternehmen insbesondere in Südeuropa kaum mehr Kredite bekommen.

Mittelfristig sieht die Sache also ziemlich böse aus. Wir erwarten zeitnah eine globale Deflation - die Rohstoffpreise kündigen das bereits deutlich an. In einem solchen Umfeld sind Aktien als Sachwerte eben nicht die erste Wahl, zumal sich die Ertragsaussichten weiter verschlechtern sollten.

Kurzfristig aber könnte noch einmal etwas nach oben gehen. Am Donnerstag beginnt der nächste Rettungsgipfel der EU - uind wir haben eine ziemlich seltene Konstellation aus sehr niedrigen Erwartungen und möglichen Beschlüssen, die erstmals etwas mehr Wert sind als das Papier auf dem sie gedruckt sind. Das war bislang vor EU-Gipfeln meist umgekehrt: unrealistisch hohe Erwartung, lächerlich mickriges Ergebnis. Hier besteht also noch einmal eine Chance für die Bullen.

Das ändert aber nichts an unserer übergeordnet sehr skeptischen Haltung. Das wird kein gutes Ende nehmen in Europa, so oder so. Kommt dann noch die harte Landung in China hinzu, wird es finster. Diese harte Landung scheint uns kaum zu verhindern sein, angesichts der gigantischen Baublase im Reich der Mitte, die ca. 50 bis 60% des chinesischen BIPs ausmacht. Das kann nicht gut gehen - ist auch in Spanien nicht gut gegangen.

Unterstützung hat der Dax im Bereich 6080, dann bei der psychologisch wichtigen 6000. Unser Ziel liegt zunächst einmal in der Zone 5800/5860. Auf der Oberseite müßte der Dax die 6445/50 überbieten, um das mit Bruch der 6200/20 nun negative Chartbild deutlich aufzuhellen.


Schreibt Herr Fugmann von der

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