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Appell von Belarussischen Radioökologen

03.10.200516:51 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland

Pressemitteilung No 63
Berlin, den 3. Oktober 2005

Appell von Belarussischen Radioökologen

Belarussische Wissenschaftler haben einen Appell an die IAEA, die EU und die Regierung Litauens mit dem Aufruf gerichtet, in dem sie auffordern, den Bau eines Komplexes von Verarbeitungs- und Lagerungsobjekten für hochaktiven Kernbrennstoff an der belarussischen Grenze nicht zuzulassen.



Diese Aufforderung wurde von den Mitarbeitern des Vereinigten Instituts für Nukleare Forschungen der Akademie für Wissenschaften von Belarus und der Belarussischen Staatlichen Universität unterzeichnet.

Die wissenschaftliche Öffentlichkeit der Republik Belarus sei um die Pläne Litauens, Verarbeitungs- und Lagerungsobjekte für hochaktiven Kernbrennstoff in der Nähe der belarussischen Grenze zu errichten, tief besorgt, heißt es im Dokument. Die Einrichtung eines solchen Komplexes an der Grenze zu unserem Land könne die Umweltsituation in Belarus wesentlich und langfristig beeinträchtigen, da im Falle einer Havarie auf einem solchen Objekt deren Folgen den Maßstab der Tschernobylkatastrophe übersteigen könnten.

Die Wissenschaftler betonen, dass im Modul auf der Oberfläche des Atommülllagers die Radionuklide enthalten sein würden, deren Halbwertszeit 30 bis 24 000 Jahre beträgt, während die Betriebszeit des Atommülllagers nur 50 Jahre ausmache. Die Technologie der weiteren Aufbewahrung der langlebigen hochaktiven Kernmaterialien sei heute unbekannt. Aber auch in 50 Jahren werde die Gesamtaktivität der Radionuklide und Aktinide des Ignaliner Atomkraftwerkes hundertmal höher sein, als die Aktivität der radioaktiven Niederschläge von Tschernobyl.

Die Autoren des Appells weisen darauf hin, dass Belarus von der Tschernobylkatastrophe am meisten getroffen worden sei. Mehr als 18 000 Quadratkilometer der landwirtschaftlichen Nutzfläche wurden radioaktiver Verseuchung ausgesetzt, 2640 Quadratkilometer wurden aus dem landwirtschaftlichen Umschlag ausgeschlossen. Der Gesamtschaden für die Republik im Zeitraum von 1986 bis 2015 beträgt 235 Milliarden US Dollar.

Das Ausmaß und die Erfahrungen der Tschernobylkatastrophe zeigen, dass die radioaktive Kontaminierung keine Grenzen kennt. Deswegen dürfe man die Entstehung einer zusätzlichen Strahlungsgefahr für Belarus und angrenzende Gebiete Polens, Litauens und Lettlands nicht zulassen, schlussfolgern die Wissenschaftler.


Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland
www.belarus-botschaft.de

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