(openPR) LEIPZIG. (Ceto) An den Börsen in New York und London haben die Preise für Rohöl im Tagesverlauf weiter nachgegeben. Am Nachmittag kostete ein Barrel Nordseeöl (Brent) 123 Dollar, das amerikanische Leichtöl (WTI) war für 101,60 Euro zu haben. Vor allem im 24-Stunden-Rückblick ist dies ein deutlicher Rückgang, der für WTI mit -2,78 Dollar höher ausfällt als bei Brent (-2,25 Dollar). Dies lässt den in unserer Morgenmeldung bereits thematisierten Split (mehr hier)
http://www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=11870&title=Roh%F6l+aus+der+Nordsee+und+amerikanisches+WTI%3A+Split+immer+gr%F6%DFer
zwischen beiden Referenzsorten weiter anwachsen – auf aktuell fast 21,50 Dollar. Die amerikanischen Läger sind den Angaben des American Petroleum Institutes zufolge weiter prall gefüllt, und dieser Umstand drückt zusammen mit dem stärkeren Dollar kräftig auf den WTI-Preis. Das US-Energieministerium hat diese Daten am späten Nachmittag bestätigt, die vermeldete Zunahme um 9,1 Millionen Barrel liegt nicht nur deutlich über den Erwartungen, sondern schlägt nochmals den massiven Bestandsaufbau in der Vorwoche.
Der Kursabfall bei Brent verläuft gegenüber WTI etwas schwächer, obwohl es preistreibende Nachrichten über Produktionsausfälle in der Nordsee gibt: „Mit dem Ausfall der Elgin fehlen rund 60.000 Barrel Rohöl der Sorte Forties, die den größten Anteil an der Referenzsorte Brent ausmacht“, berichtet der Branchendienst Futures Services. Allerdings kann von einer Verknappung, die eine Verteuerung bedeuten würden, kaum die Rede sein. Zum einen ist die Diskussion um die Freigabe strategischer Reserven nicht vom Tisch. Zum anderen hat Saudi-Arabien angekündigt, auch im Falle einer solchen Freigabe nicht von seiner Fördermenge – 10 Millionen Barrel pro Tag –abrücken zu wollen, berichten Commerzbank-Analysten.
Nochmals an Wert verloren hat der ohnehin schwächelnde Euro, der aufgrund der EU-Schuldenproblematik nach Bad News über den spanischen Haushalt wieder unter größerem Druck steht und nur noch knapp über 1,31 Dollar rangiert. Insbesondere die Probleme der Gemeinschaftswährung treiben den Heizölpreis, der heute im Bundesschnitt 36 Cent zulegt und nun bei 93,40 Euro für eine 100-Liter-Partie im 3000er-Paket liegt.









