(openPR) Mittelstandsbarometer des Zeitarbeitsverbands iGZ stellt fest : Fast die Hälfte aller Beschäftigten werden als "Ungelernt" eingruppiert.
Der Zeitarbeitsverband iGZ hat eine repräsentative Befragung seiner Mitglieder durch die Firma Soziale Innovation GmbH aus Dortmund in Auftrag gegeben. Daran nahmen 20% der im Verband organisierten Firmen teil. In der Befragung gaben die Unternehmen an, dass 21,7 % der beschäftigten Mitarbeiter als "Unqualifizierte" bei Kunden beschäftigt waren. Bei der Frage nach der tariflichen Bezahlung wurde deutlich, dass 44,7 % der beschäftigten Mitarbeiter als "ungelernte Kräfte" tariflich eingestuft wurden. Aus dieser Diskrepanz stellt sich die Frage nach der Tariftreue in der Zeitarbeit.
Belege für Lohndrückerei?
In einigen Medienberichten der Vergangenheit wurden immer wieder Beispiele aufgezeigt, wie durch falsche zu niedrige Eingruppierung Lohndumping betrieben wurde. Auch die Gewerkschaften kritisieren seit langem diese Praxis des Dumpings.
Der Arbeitgeberverband iGZ verweist darauf, dass die meisten Beschäftigten der befragten Unternehmen "übertariflich" bezahlt würden. Die Höhe der übertariflichen Bezahlung konnte bisher jedoch nicht quantifiziert werden. Gewerkschafter vermuten, dass die zu niedrige Eingruppierung teilweise durch "Einsatzzulagen" kompensiert werden. In verleihfreien Zeiten werden diese Einsatzzulagen nicht gezahlt.
Für Gewerkschafter hat dies wenig mit seriöser und fairer Zeitarbeit zu tun. Tariftreue wird nicht ernst genommen und umgesetzt, sondern umschifft.











