(openPR) 15.03.2012 ? Zeitarbeitnehmer in der Metallbranche sollen für gleiche Arbeit gleiches Geld erhalten. Diesem Ziel will sich die IG Metall jetzt annähern und will weiter mit den Zeitarbeitsverbänden verhandeln. Man ist trotz 8-monatiger Sondierung in 2011 noch weit von einem Verhandlungsergebnis entfernt “Wir stehen am Anfang schwieriger Verhandlungen”, erklärte Helga Schwitzer, geschäftsführendes IG Metall-Vorstandsmitglied nach der ersten Verhandlungsrunde in Düsseldorf. “Leiharbeitnehmer werden fast ausnahmslos erheblich schlechter bezahlt als Stammbeschäftigte. Das will die IG Metall ändern”, äußerte sich die IG Metall-Verhandlungsführerin.
Die Lohnlücke soll durch Branchenzuschläge vermindert werden. Zunächst soll ein Branchenzuschlag für die Metall- und Elektroindustrie verhandelt werden. Um die Lohnlücke weiter zu schließen, sollen Betriebsräte zusätzlich die Möglichkeit erhalten, mit ihrem Betrieb Einsatzzulagen auszuhandeln.
Die Zeitarbeitsverbände IGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen) und BAP (Bundesverband der Personal-dienstleister) erklären sich zwar verhandlungsbereit, jedoch wurde ihrerseits bisher kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet.
Es soll über die Höhe und die Zeitpunkte von Branchenzuschlägen verhandelt werden. Die Idee der Arbeitgeberseite, für nicht qualifizierte Zeitarbeitnehmer erst nach sechs Monaten Branchenzuschläge zu vereinbaren, lehnte die IG-Metall kategorisch ab. Man will einerseits keine Spaltung der Beschäftigten in zwei Klassen, andererseits endet in 2/3 aller Fälle die Beschäftigung nach weniger als 6 Monaten. Somit kämen nur wenige in den Genuss von mehr Lohn.
Am 20.03. und am 27.04.2012 werden die Verhandlungen fortgesetzt.











