openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Schiffsbeteiligungen - 11 weitere Fonds in Seenot

(openPR) Erneut sind auch namhafte Emissionshäuser wie MPC und König & Cie. betroffen

(Bremen, 6. März 2012) Elf weitere Schiffsfonds haben derzeit erhebliche finanzielle Probleme. Insgesamt mehreren Tausend Fondsanlegern drohen erhebliche Vermögenseinbußen. Die aus heutiger Sicht zu erwartenden Mindestverluste betragen, je nach Fondsbeteiligung, zwischen zehn und mehr als siebzig Prozent des Kapitaleinsatzes. Bei einer Schiffsbeteiligung ist sogar der Totalverlust absehbar.



Faktisch pleite ist die Gesellschaft der Schiffsbeteiligung „Renditefonds 62 MT King Edwin“ des Emissionshauses König & Cie. Das vorherige Sanierungskonzept war wirkungslos. „Nach unseren Informationen sollen nur gut 70 Prozent des von den Anlegern eingebrachten Kapitals in die Finanzierung des Schiffes geflossen sein“, sagt Jan-Henning Ahrens, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Partner der auf Investorenschutz spezialisierten KWAG Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht. Somit seien beinahe 30 Prozent des Kapitals als „Weichkosten“ versickert. Rund zwei Drittel davon haben nach unseren Recherchen die Banken als Vergütung für die Vermittlung von Fondsanteilen erhalten“, fügt Ahrens hinzu. Nach KWAG-Erkenntnissen erfolgte der Vertrieb vor allem über diverse Volks- und Raiffeisenbanken sowie über die BB-Bank in Karlsruhe.

Hohe Weichkosten – also Kapital, das nicht in das Investitionsobjekt investiert wird – sind einer der Gründe, weshalb momentan mehr als hundert Schiffsfonds wirtschaftliche Probleme haben. Denn „je mehr Geld sich Initiatoren und der Vertrieb in die eigenen Taschen stecken, desto geringer die Ertragschancen für Investoren. Falls für sie überhaupt etwas übrig bleibt“, sagt Fachanwalt Ahrens. Und je größer der Weichkostenanteil, desto anfälliger wird eine Schiffsbeteiligung für externe Probleme.

Zum Beispiel sinkende und deshalb nicht auskömmliche Charterraten sowie höhere Finanzierungskosten wegen Währungsverschiebungen. „Bei vielen Schiffsfonds wurde das Fremdkapital in den traditionellen Niedrigzins-Währungen Schweizer Franken oder japanischem Yen aufgenommen“, erläutert Jan-Henning Ahrens. Werten diese Währungen,

wie in der Vergangenheit, zum europäischen Einheitsgeld auf, steigen die in Euro gerechneten Zins- und Tilgungsverpflichtungen für den Fonds erheblich. Oft so stark, dass die Fondsgesellschaft ohne ein Sanierungskonzept, bei dem fast immer eine Zuführung von weiterem Eigenkapital erforderlich wird, nicht überlebensfähig wäre.

Manche Sanierungskonzepte funktionieren, einige – wie beim jüngsten Beispiel der Schiffsbeteiligung „King Edwin“ von König & Cie. – nicht. „Das Nachsehen haben praktisch immer die Investoren, die entweder einen erheblichen Teil oder ihren kompletten Kapitaleinsatz verlieren“, sagt Jan-Henning Ahrens.

Bei den zehn Schiffsbeteiligungen, die noch nicht Pleite sind (siehe Übersicht unten), sollen Sanierungskonzepte das Schlimmste verhindern. Je nach Fonds drohen Anlegern Mindestverluste zwischen zehn und mehr als siebzig Prozent ihres Kapitaleinsatzes. „Allerdings lässt sich auch nicht ausschließen, dass ein Sanierungskonzept hier und da nicht greift, deshalb die Investitionen mit einem Totalverlust enden“, warnt Fachanwalt Ahrens.

Investoren wird nicht empfohlen, Sanierungskonzepten grundsätzlich und bedenkenlos zuzustimmen. Denn „in jedem Fall sollte sorgfältig geprüft werden, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass die Probleme dauerhaft gelöst werden können“, betont Ahrens. Erfolg versprechender sei es hingegen häufiger, Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung oder mangelhafter Prospektgestaltung anzumelden.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 613676
 675

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Schiffsbeteiligungen - 11 weitere Fonds in Seenot“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von KWAG - Kanzlei für Wirtschafts- und Anlagerecht

BGH-Urteil zu Rückkaufswert von Lebensversicherungen: Vorsicht, Verjährung droht
BGH-Urteil zu Rückkaufswert von Lebensversicherungen: Vorsicht, Verjährung droht
(Bremen, 10. September 2012) Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH, Az.: IV ZR 201/10) haben zehntausende Versicherungsnehmer, die in den vergangenen Jahren ihre Lebens- und Rentenpolicen gekündigt haben, auch rückwirkend Anspruch auf ansehnliche Nachzahlungen. Die BGH-Richter entschieden, dass die Rückkaufswerte mindestens halb so hoch sein müssen wie die bis zur Vertragskündigung insgesamt gezahlten Versicherungsbeiträge. Aber bei vielen ehemaligen Versicherungsnehmern endet die Verjährungsfrist am 31. Dezember 2012. Versicherungsne…
Schuldenschnitt Griechenland - Schadenersatzansprüche prüfen
Schuldenschnitt Griechenland - Schadenersatzansprüche prüfen
Bei nachweislich fehlerhafter Anlageberatung gute Chancen, Verluste zu vermeiden (Bremen, 2. März 2012) Auf Grund der Laufzeitverlängerung sowie der Verringerung des Nominalzinses müssen private Gläubiger bei der Umschuldung griechischer Anleihen auf rund 74 Prozent ihres Kapitaleinsatzes und nicht auf „nur“ 53,5 Prozent verzichten. Die Erfolgschancen einer Klage von Privatanlegern gegen den griechischen Staat sind gleich null. Aussichtsreicher ist da schon die Überprüfung, ob Schadenersatzansprüche gegen die eigene Bank oder Sparkasse wegen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Beneke AG bietet Anlegern kostenfreie Analyse ihrer Schiffsbeteiligungen
Beneke AG bietet Anlegern kostenfreie Analyse ihrer Schiffsbeteiligungen
… nicht im Blick. Denn ausgeglichen werden sollte die Steuerzahlung durch den hohen prognostizierten Veräußerungserlös, der nun aber auszubleiben droht. Aber nicht alle Schiffsbeteiligungen sind in Seenot – im Gegenteil. „Sechzig Prozent aller Schiffsbeteiligungen werden die durch die Weltwirtschaftskrise sehr schwere Situation der internationalen Seeschifffahrt …
Bild: Mit Schiffsbeteiligungen überdurchschnittliche Renditen erzielenBild: Mit Schiffsbeteiligungen überdurchschnittliche Renditen erzielen
Mit Schiffsbeteiligungen überdurchschnittliche Renditen erzielen
… Jahren mit einem starken Wachstum des Weltcontainerumschlages zu rechnen ist. Mit einer Schiffsbeteiligung haben private Anleger die Chance, am stetig steigenden Welthandel teilzuhaben. Schiffsbeteiligungen sind keine neue Form der privaten Kapitalanlage. In Deutschland werden Schiffsbeteiligungen in ähnlicher Form wie heute bereits seit über 150 Jahren …
Bild: Maritim Invest wird 18 - Neue Zweitmarktfonds aufgelegtBild: Maritim Invest wird 18 - Neue Zweitmarktfonds aufgelegt
Maritim Invest wird 18 - Neue Zweitmarktfonds aufgelegt
… 3 bis 12 Jahre alt sind. Mit dem aktuellen Fonds Maritim Invest XVIII legt der Initiator zum 1. März 2009 bereits den achtzehnten Zweitmarktfonds für Schiffsbeteiligungen auf. Die Nachfrage der Anleger ist ungebrochen. Sie investierten in den letzten sechs Jahren allein beim Marktführer für Zweitmarktfonds über 425 Millionen Euro Eigenkapital. Schiffsbeteiligung …
Ruhige See für Schiffsbeteiligungen?
Ruhige See für Schiffsbeteiligungen?
Die Stürme an den internationalen Finanzmärkten haben Schiffsbeteiligungen nicht erreicht – noch nicht. Grundsätzlich sind Schiffsbeteiligungen in Form geschlossener Fonds vom Auf und Ab der Aktienmärkte und auch von Kredit-/Finanzkrisen nicht betroffen. Schiffsbeteiligungen sind werthaltige Sachwerte. Kredite und Kreditkonditionen sind langfristig festgezurrt …
Bild: Beneke AG fordert: Schluss mit AgioBild: Beneke AG fordert: Schluss mit Agio
Beneke AG fordert: Schluss mit Agio
… durchschritten. Die einzelnen Teilsegmente würden sich aber unterschiedlich entwickeln und die mittelfristigen Perspektiven bestenfalls von einer leichten Erholung geprägt werden. Im Zweitmarkt für Schiffsbeteiligungen sind – nach dem Preisabsturz im Jahr 2009 – seit etwa zwei Monaten wieder steigende Preise zu realisieren. Vorstand Wilfried Beneke: …
Unterschiedliche Trends im Fonds-Zweitmarkt
Unterschiedliche Trends im Fonds-Zweitmarkt
… Beobachtungen der Beneke Zweitmarkt AG setzen sich in den ersten zwei Monaten des laufenden Jahres die Zweitmarkttrends des ausgehenden Jahres 2008 unvermindert fort. Bei Schiffsbeteiligungen sind die von der Beneke AG ermittelten Kaufangebote in den vergangenen sechs Monaten um durchschnittlich rund 34 Prozent abgesackt. Nur wenige Schiffsfonds erzielen …
Schiffsbeteiligungen - Eine sinnvolle Bereicherung fürs Portfolio
Schiffsbeteiligungen - Eine sinnvolle Bereicherung fürs Portfolio
München/Hauzenberg - Schiffsbeteiligungen haben sich nach Immobilienfonds zur zweitbeliebtesten Anlageform unter den geschlossenen Fondsprodukten entwickelt. Dabei ist es immer noch verwunderlich, daß viele Anleger diese Art von Investment noch nicht für sich entdeckt haben. Schiffsbeteiligungen sind durchaus unternehmerische Beteiligungen mit gewissem …
Schiffsbeteiligungen verlieren an Fahrt
Schiffsbeteiligungen verlieren an Fahrt
Der Handel im Zweitmarkt für Schiffsbeteiligungen geht stark zurück - der Handel mit Immobilienfonds hingegen nimmt Fahrt auf. Beobachtete man in den letzten Wochen den Zweitmarkt für Schiffsbeteiligungen, bestimmten überwiegend positive Meldungen den Ton. Die hohen erzielten Preise für den Verkauf von Schiffsbeteiligungen führten zu wahren Jubel-Meldungen …
Bild: Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V Landgericht Frankfurt verurteilt Bank zur RückabwicklungBild: Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V Landgericht Frankfurt verurteilt Bank zur Rückabwicklung
Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V Landgericht Frankfurt verurteilt Bank zur Rückabwicklung
Das Landgericht Frankfurt hatte in einer Angelegenheit zu entscheiden, in welcher einem Kunden von der ehemals Dresdner Bank, nunmehr Commerzbank, die Schiffsbeteiligungen HT-Flottenfonds V und CFB-Fonds 166 vermittelt worden sind. Im Zuge des Verfahrens beanstandete der Kunde, dass ihm eine riskante Geldanlage, welche für die Altersvorsorge ungeeignet …
Bild: MPC Capital gewinnt beim „Alternative Investments Award 2007“Bild: MPC Capital gewinnt beim „Alternative Investments Award 2007“
MPC Capital gewinnt beim „Alternative Investments Award 2007“
Auszeichnung für beste Immobilienfonds und Schiffsbeteiligungen - Anhaltend starke Nachfrage nach geschlossenen Fonds in Österreich Wien, 15. März 2007 … Peter Maierhofer und Guido Wohlfeil, Vorstände der MPC Capital Austria AG, gewinnen im Wiener UNIQA Tower im Rahmen des Alternative Investments Award 2007 in der neu geschaffenen Klasse der geschlossenen …
Sie lesen gerade: Schiffsbeteiligungen - 11 weitere Fonds in Seenot