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Protest gegen Tierausbeutung in Zirkussen

16.09.200516:43 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Tierrechtler fordern ein sofortiges Tierhaltungsverbot

(16.09.2005, Wiesbaden) Am kommenden Sonntag, dem 18. September, werden Aktivisten der TierrechtsInitiative Rhein-Main und anderer Tierrechtsorganisationen wiederholt ein sofortiges Tierhaltungsverbot in Zirkusbetrieben fordern. Anlass ist das Gastspiel des Circus Universal Renz in Wiesbaden. Am Sonntag werden die Tierrechtsaktivisten vor der 15.30 Uhr-Vorstellung demonstrieren.



In Deutschland reisen zur Zeit mehr als 200 Zirkusse mit Tieren umher und meist sind die Haltungsbedigungen extrem schlecht. In vielen deutschen Zirkussen werden selbst die Zirkusleitlinien vom Bundesverbraucherministerium nicht eingehalten, obwohl diese nur eine Mindestanforderung festlegen, die weit unter dem sonst geltenden Säugetiergutachten oder den europäischen Richtlinien für die Haltung von Säugetieren liegen.
Die TierrechtsInitiative Rhein-Main beobachtet seit Jahren die Wanderzirkusse, die im Rhein-Main-Gebiet auftreten. »So gut wie nie werden bei den Zirkussen, die wir dokumentieren, alle Mindestanforderung der Zirkusleitlinien eingehalten, aber die Amtsveterinäre verhängen nur selten Auflagen oder Bußgelder für diese Verstöße«, meint dazu Heiko Weber, 1. Vorsitzender der TierrechtsInitiative Rhein-Main.
Der Circus Universal Renz ist ein Paradebeispiel dafür, wie extrem die Tierausbeutung betrieben werden kann. Laut Webseite führt der Zirkus ca. einhundert Tiere mit sich, darunter auch Elefanten und Bären. Selbst die hessische CDU, die im Bereich Tierschutz ja eher eine zurückhaltende Stellung bezieht, forderte mit einer Bundesratsinitiative in 2003, dass Elefanten und Bären in deutschen Zirkussen verboten werden sollen, weil diese Tiere unmöglich in einem Wanderzirkus bedürfnisgerecht gehalten werden können.
Viele erfolgreiche und weltweit agierende Zirkusbetriebe (z.B. der Cirque du Soleil und Flic Flac) haben gezeigt, dass auch ohne Tiere ein unterhaltsames Programm geboten werden kann. Tierrechtler fordern, dass die mittelalterliche Form der Zurschaustellung exotischer Lebewesen (früher wurden auch missgebildete und behinderte Menschen in Zirkussen präsentiert) endlich verboten wird und der moderne tierfreie Zirkus gesetzlich festgesetzt wird.
»Tiere gehören nicht in den Zirkus, denn artgerecht ist nur die Freiheit «, so Heiko Weber. »Es ist schlicht nicht möglich, die meisten Tierarten in einem Wanderzirkus so zu halten, dass deren Grundbedürfnisse erfüllt werden können. Der Lebensraum der Tiere wird auf ein kleines Gehege und einen Transportwagen reduziert und die einzige Abwechslung der Tiere sind die paar Minuten, die sie jeden Tag in der Manege verbringen.« Schließlich erklärt der Tierrechtler: »Zudem lehnen wir es grundsätzlich ab, dass Tiere für die Belustigung von Menschen zur Schau gestellt und ausgebeutet werden.«

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