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Mitmachen statt zusehen
Lokale Bündnisse für Familie sind Beispiele einer neuen Form des gesellschaftlichen Engagements - Innovationstag am 13. September
Berlin, 29. August 2005 - Laut einer repräsentativen Studie des Bundesfamilienministeriums zum ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagement zeichnet sich ein neuer Trend in Deutschland ab. Die Ergebnisse des Freiwilligensurveys zeigen, dass über 23 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich aktiv sind. Dabei hat die konkrete Bereitschaft, an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken, sich zu engagieren und gemeinsam mit anderen Verantwortung zu übernehmen, in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Bereits 1999 sagten 60 Prozent der Deutschen über 14 Jahren, dass sie sich über ihre beruflichen Verpflichtungen hinaus in Vereinen, Gruppen, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen engagieren oder an einem freiwilligen Engagement interessiert sind. 2004 stieg die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement sogar noch um acht Prozentpunkte auf 68 Prozent. Beispielhaft zeigt sich diese Entwicklung auch am Erfolg von Initiativen wie den Lokalen Bündnissen für Familie. Sie sind, nach Einschätzung des Gesellschaftsforschers Warnfried Dettling, Vorreiter für ein gesellschaftliches Denken und Handeln, das bald in vielen Lebensbereichen zum Standard gehören wird.
In seiner aktuellen Studie "Neue Dynamik in der Familienpolitik - Lokale Bündnisse als gesellschaftliche Impulsgeber" beschreibt Warnfried Dettling den "neuen Stellenwert des bürgerschaftlichen Engagements" und betont dessen gesellschaftliche Bedeutung. "Allgemein wird man sagen können, dass keine der sozialen Fragen der Zeit befriedigend gelöst werden kann, ohne dass das bürgerschaftliche Engagement in den Kern der Aufgabenerfüllung vordringt." Für Dettling sind daher Initiativen wie die lokalen Bündnisse für Familie "ein frühes und erfolgreiches Beispiel für eine Praxis, die bald auch auf anderen Gebieten zum Standard gehören wird." Dies wird auch beim Innovationstag der Lokalen Bündnisse für Familie am 13. September in Berlin ein wichtiges Thema sein. Unter anderem werden Bündnisakteurinnen und Bündnisakteurinnen aus ganz Deutschland im Rahmen eines "Marktes der Möglichkeiten" innovative Lösungen für mehr Familienfreundlichkeit vor Ort präsentieren.
Erst im Januar des vergangenen Jahres hat die Bundesfamilienministerin Renate Schmidt die Initiative Lokale Bündnisse für Familie ins Leben gerufen. Mittlerweile wurden bundesweit bereits 191 Bündnisse gegründet. Neben den zahlreichen Städten und Gemeinden, Unternehmen, Verbänden und Institutionen sind es vor allem die vielen auf freiwilliger Basis engagierten Bürgerinnen und Bürger aus allen gesellschaftlichen Bereichen, die sich für mehr Familienfreundlichkeit vor Ort aktiv engagieren und gemeinsam Problemlösungen entwickeln und umsetzen. "Das finanzielle Engagement von Bund, Ländern und Gemeinden ist die eine Seite. Aber nur mit einer funktionierenden, lebendigen und innovativen Infrastruktur vor Ort wird es uns gelingen, Deutschland familienfreundlicher zu machen. Dazu leisten viele Menschen mit ihren ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten einen sehr wertvollen und nicht zu unterschätzenden Beitrag", beschreibt Bundesfamilienministerin Renate Schmidt den Erfolg der Bündnisarbeit.
In den Bündnissen erarbeiten unterschiedliche Partner konkrete Lösungen, die Einzelne nicht oder nur langsamer und schwieriger umsetzen könnten. Hierzu zählen zum Beispiel maßgeschneiderte Angebote für die Kinderbetreuung, überbetriebliche Netzwerke zur beruflichen Weiterqualifizierung von Eltern, Tageselternbörsen oder familienfreundliche Öffnungszeiten von Geschäften und Ämtern. Der Vielfalt der Lösungswege sind dabei keine Grenzen gesetzt - alles hängt von den Bedürfnissen vor Ort sowie den beteiligten Bündnisakteuren ab. Nicht selten wirken die Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel unter dem Motto "Mitmachen statt zusehen" zwecks Schulwegsicherung an der Stadtplanung mit oder beteiligen sich am Bau oder der Renovierung von Spielplätzen, Freizeitstätten und Freibädern. Gerade in Zeiten knapper Städte- und Gemeindekassen gibt es viel zu tun. Aber die dynamische Entwicklung der Lokalen Bündnisse für Familie ist ein deutliches Indiz dafür, dass die Initiative mit ihren praxisorientierten Synergieprojekten vor Ort den Nerv der Zeit getroffen hat.
Ausführliche Informationen zur Initiative Lokale Bündnisse für Familie sowie zu den angeführten Studien finden Sie unter: http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de
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Lokale Bündnisse für Familie
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Jürgen Bähr / Przemyslaw Jedrysik
Tel.: 0221 / 94 99 18 - 40
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