(openPR) Lokale Bündnisse für Familie setzen bundesweit neue Standards für mehr Familienfreundlichkeit
Berlin, im März 2006 – Um auf lokaler Ebene konkrete Verbesserungen für Familie anzustoßen, hat das Bundesfamilienministerium Anfang 2004 die Initiative Lokale Bündnisse für Familie gestartet. Seitdem hat sich die Initiative mit bemerkenswerter Dynamik zu einem Erfolgsmodell entwickelt, das bundesweit Schule macht und einen nachhaltigen Mentalitätswandel vorantreibt. 280 Bündnisse, in deren Einzugsbereich über 30 Millionen Menschen leben, setzen mittlerweile neue Standards für familienfreundlichere Städte und Kommunen. Aktuelle Untersuchungen bestätigen den Erfolg. Laut Infratest hat die Bündnisinitiative bereits in erheblichem Maße zu einem Klimawechsel für mehr Familienfreundlichkeit in Deutschland beigetragen. Eine aktuelle Untersuchung der Prognos AG belegt zudem den ökonomischen Mehrwert der Bündnisse für Unternehmen und Kommunen.
„Die Lokalen Bündnisse haben sich schon jetzt auf ganzer Linie bewährt“, erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen. „Wie groß der Erfolg der Initiative ist, zeigt sich eindrucksvoll daran, wie schnell die Zahl der Bündnisse überall in Deutschland wächst. Sie helfen mit ihren Kenntnissen der lokalen und regionalen Situation direkt, schnell und unbürokratisch genau da, wo es nötig ist. Wir werden die Initiative deshalb weiter ausbauen, um Familien in Deutschland tatkräftig und nachhaltig zu unterstützen.“
Imagegewinn für Familienthemen
Laut einer aktuellen Analyse des Infratest-Instituts vom Dezember 2005 hat durch die Bündnisarbeit bereits ein „erstaunlicher Imagewandel in der öffentlichen Wahrnehmung“ statt gefunden. Familienpolitik sei durch sie zu einem „Gewinnerthema“ geworden, das für „Aufbruch und für Zukunftsgestaltung“ stehe und das gesellschaftliche Klima bereits maßgeblich verändert habe. Prominente Gesellschaftsforscher wie Warnfried Dettling, Hans Bertram oder Horst Opaschowski sehen in den Bündnissen darüber hinaus gesellschaftliche Impulsgeber, in denen auch eine neue soziale Architektur der Gesellschaft erprobt wird.
Ökonomischer Gewinn für Kommunen und die Wirtschaft
Für Kommunen und Städte entsteht durch Lokale Bündnisse für Familie ein belegbarer wirtschaftlicher Mehrwert. An exemplarischen Fallstudien in zwölf Bündnisstandorten zeigt die Prognos-Studie „Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie aus ökonomischer Sicht“, dass die Bündnisarbeit beispielsweise zu einem positiven Zuwanderungssaldo mit direkten wirtschaftlichen Impulsen beiträgt, neue Beschäftigungsverhältnisse und positive Einkommens- und Steuereffekte schafft, die regionale Bruttowertschöpfung steigert sowie zur Qualitätssicherung und Kostensenkung im sozialen Dienstleistungsbereich führt.
Auch in der Wirtschaft setzt sich immer mehr die Einsicht durch, dass sich Familienfreundlichkeit auszahlt. Über 1.200 kleine, mittelständische und große Unternehmen beteiligen sich bereits als aktive Partner erfolgreich an lokalen Bündnissen. Ob Personalvermittlung in überbetrieblichen Verbünden, flexible Kinderbetreuungsprojekte oder qualifizierte Weiterbildungs- und Wiedereinstiegsprogramme für Eltern in der Babypause: Die Zusammenarbeit lohnt sich. Die Unternehmen profitieren durch kürzere Elternzeit, geringere Personalfluktuation, Wettbewerbsvorteile bei der Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte, aber auch durch höhere Motivation der Mitarbeiter und neue Kontakte.
Lokale Bündnisse gehen neue Wege
Trotz deutlicher Erfolge besteht allerdings nach wie vor Handlungsbedarf in Sachen Familienfreundlichkeit. Und das nicht, weil Familie unpopulär ist, sondern weil die Rahmenbedingungen häufig nicht optimal sind. „Es ist mein erklärtes Ziel“, betont die Bundesfamilienministerin, „die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass junge Menschen ihre Kinderwünsche verwirklichen können und Eltern, insbesondere bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, unterstützt werden. Politik für die Familien ist immer Politik für die Zukunft! Diese Einsicht muss sich in der Politik, aber auch in der Wirtschaft und in der Bevölkerung weiter durchsetzen und festigen. Weil wir den spürbaren Mentalitätswandel in Deutschland, der bereits vielerorts zu einer handfesten Verbesserung der Situation von Familien geführt hat, weiter voran treiben wollen, gehen wir neue Wege und setzen starke Akzente. Dies gelingt in und durch die Lokalen Bündnisse für Familie auf beispielhafte Weise.“
Mit ihrem neuartigen Ansatz, sich vor Ort gemeinsam für die Belange von Familien einzusetzen, in unterschiedlichen Partnerstrukturen der Landes- und Kommunalpolitik, aus Unternehmen, Verbänden, Kirchen, freien Wohlfahrtsträgern und Elterninitiativen zusammenzuarbeiten, treffen die Lokalen Bündnisse für Familie den Nerv der Zeit. Sie sind innovative Ideenschmieden und ergebnisorientierte Projektgemeinschaften, in denen konkrete Vereinbarungen formuliert und gemeinsam in die Praxis umgesetzt werden.
Unterstützt werden die Bündnisse durch das vom Bundesfamilienministerium eingerichtete Servicebüro. Es bietet kostenfreie Beratung bei der Organisation von Bündnissen und Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Um Qualität und Nachhaltigkeit der Bündnisarbeit zu gewährleisten, legt das Servicebüro besonderen Wert auf die individuelle Beratung vor Ort und auf den kontinuierlichen Ausbau des Bündnisnetzwerks, zu dem auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), der Bundesverband der Betriebs-Krankenkassen oder einzelne Bundesländer gehören. Im Kuratorium der Initiative sind die Spitzen wichtiger Verbände (Familienverbände, Wohlfahrtspflege, Handwerk, DGB, Deutscher Industrie- und Handels-Kammertag) sowie prominente Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister vertreten.
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert.








