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Strategien für eine nachhaltige Entwicklung in Taiwan

20.05.201118:55 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die internationale Gemeinschaft des 21. Jahrhunderts erlebt gerade zwei bedeutsame Umwälzungen: die Globalisierung, die Kooperation über Konfrontation stellt und die Verlagerung des wirtschaftlichen Mittelpunktes der Welt nach Asien, das mit seinem rasanten Aufstieg zu einem Motor für die globale Entwicklung geworden ist. Vor dem Hintergrund dieser Trends verfolgt Taiwan eine Reihe von Strategien, um für sich eine neue Epoche nachhaltiger Entwicklung einzuleiten.



Auf der einen Seite ist Taiwan bestrebt, seine Vorteile bei der Integration der Volkswirtschaften besonders im Asien-Pazifik-Raum aber auch in der Weltwirtschaft auszubauen und bemüht sich deshalb um die Verbesserung seiner Beziehungen zu Festlandchina. Andererseits verfolgt Taiwan eine Philosophie der „flexiblen Diplomatie“ mit dem Ziel einer bedeutsamen Beteiligung an internationalen Angelegenheiten, während es gleichzeitig die Beziehungen zu seinen diplomatischen Partnern ausbaut. Außerdem möchte das Land seine Dankesschuld bei der internationale Gemeinschaft begleichen, indem es humanitäre und kooperative Projekte unterstützt, die zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen beitragen.

Trotz seiner beschränkten natürlichen Ressourcen, hat sich Taiwan innerhalb der letzten sechs Jahrzehnte von einer relativ armen zu einer wohlhabenden Gesellschaft entwickelt. Dies wurde über die wirtschaftliche Entwicklung sowie demokratische Reformen erreicht und wird weltweit als „Wunder“ gelobt. Taiwan ist die viertgrößte Volkswirtschaft in Ostasien, steht als Exportnation weltweit an 16. Stelle und beim Import an 17. Position. Darüber hinaus rangiert es in Ostasien mit seinen Direktinvestitionen an zweiter Stelle hinter Japan, was sich als segensreich für viele Entwicklungsländer und -regionen erwiesen hat.

Nach dem Amtsantritt von Präsident Ma Ying-jeou im Jahr 2008 hat sich Taiwan von den früheren Feindseligkeiten aus der Zeit des kalten Krieges distanziert und drängt mit pragmatischen Ansätzen auf Aussöhnung über die Taiwan-Straße, zumal China sich zur Hauptantriebskraft für den wirtschaftlichen Aufstieg Asiens entwickelt hat. Diese neue politische Ausrichtung hat zur Unterzeichnung von 15 Vereinbarungen in verschiedenen Bereichen zwischen Taiwan und Festlandchina geführt, darunter die Öffnung Taiwans für Touristen aus China und die Einrichtung von direkten Luft- und Schifffahrtsverbindungen zwischen beiden Ländern. Vor allem die Rahmenvereinbarung für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECFA), die im Juni 2010 geschlossen wurde, schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte der Zusammenarbeit zwischen Taiwan und China auf. Es sieht die Reduzierung bzw. die Abschaffung von Importzöllen vor, die wechselseitige Öffnung der Märkte für den Handel mit Dienstleistungen sowie den Schutz des geistigen Eigentums.

Im Jahr 2010 konnte Taiwans florierende Wirtschaft weiter an Dynamik zulegen: das Wachstum erreichte mit 10,82 Prozentpunkten ein neues Hoch, und auch bei den Besucherzahlen konnte ein neuer Rekord mit 5,56 Millionen Menschen, die nach Taiwan kamen, erzielt werden. Im ersten Quartal 2011 haben sich Taiwans Exporte nach China um 14 Prozent auf einen Gesamtwert von über 30 Milliarden US-Dollar erhöht. Dazu zählen landwirtschaftliche Erzeugnisse mit einem Exportvolumen von 33 Millionen US-Dollar, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung um das fünfzehnfache von damals zwei Millionen US-Dollar. Taiwans Handel mit Mitgliedern der Vereinigung südostasiatischer Staaten ist im ersten Quartal 2011 um 30 Prozent gewachsen. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich die Verbesserung der Beziehungen zwischen Taiwan und China positiv auf die Außenhandelsperspektiven Taiwans auswirkt. Im aktuellen Jahrbuch zur weltweiten Wettbewerbsfähigkeit, dem World Competitiveness Yearbook 2011, das vom Institut für Managemententwicklung am 18. Mai 2011 veröffentlicht wurde, konnte sich Taiwan im Vergleich zum Vorjahr um zwei Punkte auf Platz sechs verbessern.

Durch die Annäherung an China und Präsident Mas flexibler Diplomatie konnte Taiwan seine auswärtigen Beziehungen stärken. Taiwan und China haben die diplomatische Rivalität zugunsten einer konstruktiven Zusammenarbeit aufgegeben, was bereits zu positiven Ergebnissen geführt hat. So wurde Taiwan seit 2009 zum dritten Mal von der Weltgesundheitsorganisation als Beobachter zur Weltgesundheitsversammlung eingeladen. In 113 Ländern genießen Taiwans Bürger Visumsfreiheit, vor drei Jahren war das nur in 53 Ländern der Fall. Die Anzahl der diplomatischen Verbündeten konnte mit 23 konstant gehalten werden.

Neben der Festigung der Beziehungen zu anderen Ländern hat sich Taiwan in den letzten Jahren aktiv an humanitären Hilfsaktionen beteiligt. Durch seine pragmatische Vorgehensweise trägt Taiwan so zur Verbesserung der Lebensbedingungen weltweit bei. Als im März dieses Jahres Japan von einem Erdbeben und einem Tsunami verwüstete wurde, entsandte Taiwan sofort Such- und Bergungsteams, um die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen. Großzügige Spenden aus dem ganzen Land summierten sich auf über 16 Milliarden japanische Yen (200 Millionen US-Dollar), die größte Spendensumme unter den Ländern weltweit. Auch als Taiwans diplomatischer Verbündeter Haiti im letzten Jahr von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht wurde, waren Taiwans Rettungsteams unter den ersten Helfern vor Ort. Durch diese Aktionen erhielt Taiwan nicht nur die Dankbarkeit der von den Katastrophen betroffenen Länder, sondern erwarb sich auch den Respekt der internationalen Gemeinschaft.

Unter der Führung von Präsident Ma Ying-jeou ist das Land zu mehr als nur einem regionalen Friedensstifter geworden: Taiwan hat sich zu einem international geschätzten, bewährten und zuverlässigen Partner entwickelt. Auch in Zukunft wird Taiwan seine Politik der Aussöhnung fortführen. Es wird weiter nach Beteiligung an internationalen Organisationen streben und mit seiner ganzen Kraft seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit stärken, um das Fundament für Fortschritt und Wohlstand für ein weiteres Jahrhundert zu legen.

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