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VdW Bayern: Zehn-Jahres-Hoch beim Sozialwohnungsbau

09.05.201115:23 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: VdW Bayern: Zehn-Jahres-Hoch beim Sozialwohnungsbau
Xaver Kroner, Verbandsdirektor des VdW Bayern.
Xaver Kroner, Verbandsdirektor des VdW Bayern.

(openPR) Konstant niedrige Mieten – Verband kritisiert Wohnungspolitik der Bundesregierung

München (09.05.2011) – Die Mitglieder des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) haben 2010 1.586 Sozialwohnungen (+41,0%) gebaut – so viele, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Insgesamt investierten die 461 Unternehmen rund 1,17 Milliarden Euro. „Unsere Mitglieder nehmen das Thema Daseinsvorsorge beim Wohnen sehr ernst“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner bei der Jahres-Pressekonferenz des Verbandes. Der Saldo beim sozialen Wohnungsbau bleibt aber negativ. Rund 5.700 Wohnungen (-17,4%) fielen 2010 aus der Sozialbindung. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich der Bestand der Sozialwohnungen um 60.000 auf 120.000 Wohnungen verringert.



Von den Investitionen entfallen 409,3 Mio. Euro auf den Wohnungsneubau (-0,6%), 384,5 Mio. Euro auf Modernisierungsmaßnahmen (+2,1%) und 381 Mio. Euro auf die Instandhaltung (-1,9%). In eigener Bauträgerschaft entstanden 2.187 Wohnungen (-5,4%), darunter 1.868 Miet- und Genossenschaftswohnungen (+1%). „Erstmals wurde mehr Geld für die Modernisierung als für die Instandhaltung ausgegeben“, erläutert Kroner.

Durchschnittsmiete bei 4,74 Euro pro Quadratmeter

Die getätigten Investitionen schlagen sich nur sehr moderat auf das Mietniveau der rund 458.000 Wohnungen nieder. Die durchschnittliche Kaltmiete ist 2010 um 0,9 Prozent auf 4,74 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gestiegen. Bei den Betriebskosten in Höhe von 1,43 Euro pro Quadratmeter gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. „Damit sorgen die sozialorientierten Verbandsmitglieder an den angespannten Mietwohnungsmärkten in den bayerischen Ballungszentren für bezahlbare Wohnungen“, so der Verbandschef.

Gebäudesanierungsprogramm vor dem Aus

Trotz der gestiegenen Modernisierungsinvestitionen hätten 2010 weniger Wohnungen als im Vorjahr modernisiert werden können. Verantwortlich für den Rückgang seien die in den letzten Jahren stark angestiegenen Baukosten. „Hier spielen die strengen energetischen Baustandards die entscheidende Rolle“, so Kroner. In diesem Zusammenhang warnt er vor einer erneuten Verschärfung der Energieeinsparverordnung im Jahr 2012.

Die Zukunft der energetischen Gebäudesanierung sieht der Verbandschef nicht nur wegen den ständig verschärften Baustandards extrem kritisch. Nach Reduzierungen der Fördermittel im Bundeshaushalt 2011 und 2010 stehen laut Eckpunktepapier für das Jahr 2012 überhaupt keine Mittel für das KfW-Gebäudesanierungsprogramm bereit. Ohne KfW-Förderung wird es auch kein nennenswertes Bayerisches Modernisierungsprogramm mehr geben“, beklagt Kroner. Im Bayerischen Modernisierungsprogramm stehen 2011 rund 100 Mio. Euro für die energetische und altersgerechte Modernisierung der Wohnungsbestände zu Verfügung. Die Zinskonditionen gegenüber den KfW-Programmen wurden vom Freistaat rückwirkend zum 01.01.2011 verbessert. Die Zinsverbilligung gegenüber den KfW-Programmen beträgt jetzt 1,25 Prozent. An die Bundesregierung appelliert der Verbandsdirektor, das Gebäudesanierungsprogramm beizubehalten und mit jährlich zwei Milliarden Euro auszustatten.

Städtebauförderung ist unverzichtbar

Die für den Bundeshaushalt 2011 beschlossenen Mittelkürzungen bei der Städtebauförderung wirken sich bereits aus. „Hier wurde vor allem bei den nicht-investiven Maßnahmen des Programms Soziale Stadt der Rotstift angesetzt“, berichtet Kroner. Dieser Einschnitt sei absolut unverständlich, da er die Schwächsten der Gesellschaft besonders träfe. Für Projekte der „Sozialen Stadt“ stehen heuer im Freistaat nur noch 7,9 Mio. Euro zur Verfügung, mit denen 61 Programmgebiete unterstützt werden können. 2010 wurden 96 Programmgebiete mit fast 29 Mio. Euro gefördert. Der Verbandschef fordert die Bundesregierung auf, die Städtebauförderung auf Bundesebene mit jährlich 600 Mio. Euro fortzuführen und das Programm Soziale Stadt neu aufzulegen.
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