(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Börsianer guckten heute wohl lieber Traumhochzeit statt Marktdaten. Die Rohölpreise schlummerten zum Monatsende friedlich vor sich hin. Da der Euro immer stärker wird, ging es hierzulande beim Heizöl minimal bergab, das dennoch im Monatsdurchschnitt so teuer blieb wie seit dem Allzeithoch im Juli 2008 nicht mehr.
Da bei der königlichen
Hochzeit vieles hoch zu Pferd abging, trug das Jahresereignis der Goldenen-Blatt-Generation und anderen Monarchisten kaum zum weltweiten Ölabsatz bei. Die Handvoll Rolls-Royce und Bentleys für die königliche Familie machten den Kohl auch nicht fett. Ansonsten fuhren Hofstaat und geladene Untertanen ganz öko-like zusammen in kleinen und großen Bussen an Westminster und Buckingham vor.
Scheinbar verleitete die hochzeitliche Adels-Arie weltweit die Rohstoff-Börsianer, ließ sie langweilige Kurven und öde Datenwüsten von ihren Bildschirmen verbannen und sich ein wenig Glamour gönnen. Anders ist es kaum zu erklären, dass sich die Ölnotierungen einen erneuten Besinnungsschlaf gönnten. Dass es anders geht, zeigten Anleger deutscher Unternehmen. Der DAX kletterte heute über 7.500 Euro – so hoch wie seit Januar 2008 nicht mehr. Rohstoff-Spekulanten hingegen schlugen ob der mindestens weitere zwei Monate üppig in den Markt geworfenen US-Dollars kaum zu – sonst ein Pawlowscher Reflex.
Der massig umlaufende Dollar puscht den Euro. Der wiederum verbilligt das eh schon zu teure, oder, um im Bild zu bleiben, mit königlichem Preisniveau bedachte Heizöl. Der Erhebung von BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau zufolge wurde die 100-Liter-Partie einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern Heizöl EL zum Monatsende minimal um 8 Cent günstiger und liegt nun bei 85,52 Euro und damit um 98 Cent unterm Wochenanfang. Im Durchschnitt kostete Heizöl im April 86,80 Euro nach 86,17 Euro im März und 80,74 Euro im Februar sowie 77,06 im Januar. Heizöl ist damit im Monatsdurchschnitt so teuer wie seit Juli 2008 nicht mehr, als es die Allzeithoch-Krone mit 94,66 Euro aufsetzte.
Das berichtet das Onlineportal des Fachmagazins BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau auf seiner Website
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Frank Urbansky
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