(openPR) Die gesellschaftlichen Erwartungen an Lehrer und Lehrerinnen sind hoch – Fachwissen zu vermitteln ist längst nicht mehr ihre Hauptaufgabe.
Vielmehr bestimmt die Übernahme von elementaren Erziehungsaufgaben den Lehreralltag. Viele Kinder sind nicht mehr gewöhnt, Grenzen aufgezeigt zu bekommen, geschweige denn, zu akzeptieren und einzuhalten. Unangemessenes, destruktives Verhalten im Unterricht ist längst nicht mehr nur ein Merkmal von Hauptschulen in sozial benachteiligten Stadtteilen. Für die Pädagogen an Schulen ist es verständlicherweise zermürbend, wenn häufig ein Großteil der Unterrichtsstunde dafür verwendet werden muss, die Schüler zu disziplinieren und für Ruhe zu sorgen.
Die Arbeitsbelastung sei massiv, sie wisse nicht mehr, was ein freies Wochenende ist, so eine Lehrerin im Coaching. Keine ungewöhnliche Äußerung, wie Simone Kindervater, Inhaberin der Firma KiWi Beratung und Mediation weiß.
Die Folge ist, dass sich viele Lehrer im System Schule blockiert fühlen, teilweise resignieren und wenig Handlungsspielräume sehen, ihre Situation zu verändern.
„Genau an dieser Stelle“, so Simone Kindervater, „entscheidet sich, in welche Position sich ein Lehrer begibt“. Macht und Ohnmacht liegen hier ganz dicht beieinander. Wobei Macht hier nicht in autoritärer, unterdrückender Hinsicht verstanden werden soll, sondern vielmehr die steuernde Rolle gemeint ist, die jeder Lehrer im System Schule innehat, er muss sie nur aktiv zu besetzen wissen.
Sobald sich der Lehrer als Teil des „Systems Klasse“ verändert, müssen sich auch die anderen Systemmitglieder verändern. Diese Macht deutlich zu machen und den damit verbundenen Handlungsspielraum in konstruktive Bahnen zu lenken ist nur ein Thema, welches Simone Kindervater mit ihren Coachees bearbeitet.
Als Pädagogin und zertifizierter Coach hat sie in den letzten Jahren schwerpunktmäßig im Bereich der schulischen und beruflichen Bildung gearbeitet und kennt die Belastungsfaktoren in der Institution Schule aus erster Hand. Als Coach unterstützt sie seit drei Jahren Lehrer und Lehrerinnen u. a. dabei, unbewusste Ausstrahlung, verinnerlichte Verhaltensmuster und den eigenen Führungsstil zu erkennen und zu optimieren. Somit wird jeder Lehrer unterstützt, seinen eigenen „Beitrag“ und seine Möglichkeiten in der beruflichen Interaktion zu analysieren und zu optimieren.
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