openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Patient im Abseits

01.04.201116:22 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Rund 80% der gesetzlich Versicherten in Deutschland fühlen sich von ihrer Krankenkasse nicht als Mensch wertgeschätzt. Nur ein „Fall“ zu sein – das macht fast 50% der Kritik an der medizinischen Behandlung von Krankenhaus- und Reha-Patienten aus. Ein Kostenblock von hochgerechnet 14 Mrd. Euro des jährlichen GKV-Ausgabenvolumens ist positiv steuerbar, wenn sich die Versorgung der mangelhaft betreuten Patienten verbessern würde. Zu diesem Befund kommt die aktuelle Studie von TCP Terra Consulting Partners, für die im Februar 2011 insgesamt 2.052 GKV-Versicherte repräsentativ befragt wurden.



Der Mensch steht nicht im Mittelpunkt der GKV

Kostensparzwänge und neue Versorgungsstrukturen in der GKV werden zum Risiko für die Menschlichkeit in der Kundenbeziehung. Statt im Zentrum aller Bemühungen um das wertvolle Gut Gesundheit zu stehen, gerät der Patient ins Abseits. Elementare menschliche Werte wie Zeit und Einfühlungsvermögen sowie transparente Behandlungswege und das Berücksichtigen der Patientenwünsche werden zunehmend vernachlässigt.

Für nur 21% der Versicherten ist Aufmerksamkeit und menschliche Hinwendung zu den Patienten bereits gut praktizierte Realität ihrer Krankenkasse. Während sich die Knappschafts- und die TK-Versicherten damit noch am ehesten identifizieren, fühlen sich immerhin je 30% AOK- und DAK-Versicherten überhaupt nicht menschlich wertgeschätzt. Ein TOP-Level für die menschliche Wertschätzung der Versicherten oberhalb der 50%-Marke erreicht keine einzige Kasse.

Der Patient als Fall

Die Versicherten zeigen die Ursachen für diesen ernüchternden Befund klar auf. Rund ein Viertel der Arzt-/ Facharztbesucher und 40% der Krankenkaus-/ Reha-Patienten der letzten 12 Monate äußern konkrete Kritik an der erlebten medizinischen Betreuung und am Service.

Mit fast 50% richtet sich die Hauptkritik der Krankenhaus-/ Reha-Patienten darauf, nicht als Mensch, sondern als „Fall“ behandelt worden zu sein.

An der Degradierung des Patienten zum „Fall“ haben die Krankenkassen einen nicht unerheblichen Anteil. Nur 10% der Patienten mit Negativerlebnissen beim Arzt, Facharzt, im Krankenhaus oder in der Reha sehen sich durch ihre Krankenkasse aktiv unterstützt.

Ein Kostenblock von hochgerechnet schätzungsweise 14 Mrd. Euro des gesamten jährlichen GKV-Ausgabenvolumens wäre positiv steuerbar, wenn die in der Studie ermittelte mangelhaft betreute Patientenpopulation besser versorgt würde. Die Versorgungsforschung wird in der Zukunft zeigen, ob dies zu Kosteneinsparungen und/ oder qualitativen Verbesserungen führt.

Wege aus dem Abseits

Im Rahmen eines menschlich orientierten Versorgungsmanagements haben die Kassen eigentlich alle Trümpfe in der Hand, den Patienten tatsächlich in den Mittelpunkt zu stellen. Die Studie zeigt den Kassen die dringlichsten Weichenstellungen mit signifikanter Wirkung auf die Kundenbindung und Kundenzufriedenheit klar auf:

• Steuerung der Terminvergabe für die Krankenhaus-/ Reha-Einweisung
• Individueller Behandlungsplan Krankenhaus / Reha
• Steuerung der Überweisung an Spezialisten und der Anschlussbehandlung (ambulant/ Reha, Pflege)
• Abkehr von der „Fall“-Denke.

Wenn die Krankenkasse erstens eine starke Vermittler- und Lotsenrolle zwischen Arzt, Krankenhaus, Reha und Pflege ausübt und zweitens eine für die Kunden spürbar komfortable IT-Unterstützung der Versorgungssteuerung bietet, wirkt sich dies nachhaltig positiv auf die Kundenbeziehung aus. So stören sich zum Beispiel für 40% der GKV-Versicherten daran, dass die Kasse bei jedem Kundenkontakt personenbezogene Informationen zu aktuellen Therapien, Vorsorgeuntersuchungen oder Impfstatus nicht abrufbereit vorliegen hat, sondern langwierig neu erfragt.

Neue Ansätze in der Kommunikation

Die Kunden wünschen einen Kommunikations-Mix aus klassischen und modernen Instrumenten. Die Mitgliederzeitschrift bleibt das bevorzugte Informationsmedium für alle Zielgruppen.

Die sozialen Netzwerke und die Potenziale des mobilen Marketing als kundenorientierte GKV zu ignorieren, ist jedoch grob fahrlässig, denn sie bieten besondere Chancen, menschlich zu kommunizieren. Mehr als 30% der GKV-Versicherten können sich vorstellen, als aktiver Fan ihrer Krankenkasse in den sozialen Medien neue Kassenprodukte und -services zu testen oder über eine virtuelle Geschäftsstelle mit der Kasse zu kommunizieren.

Überraschend hoch ist das Interesse der GKV-Versicherten an den mobilen Services der Kasse. 60% der GKV-Versicherten interessieren sich für mobile Gesundheitsapplikationen für das Handy.

Erwartungsdruck bleibt hoch

Obwohl 40% des GKV-Marktes aus Kundenperspektive völlig austauschbar ist „Es ist egal, bei welcher Krankenkasse ich versichert bin“, bleibt der Erwartungshorizont der Kunden an die Krankenkassen unverändert hoch. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Krankenkasse teilen sich die Kunden in vier Hauptlager:

Typ A: Leistungsüberzeugte
Typ B: Ablehner von Zusatzbeiträgen
Typ C: Schnäppchenjäger nach finanziellen Anreizen
Typ D: Service-Verfechter

Die Studie zeigt auf, dass sich Investitionen in Leistungen und Service lohnen und zu starken Kundenbeziehungen führen. Kassen, die ausschließlich auf finanzielle Anreize à la Bonusprogramm oder Wahltarif setzen, erzielen hingegen nur temporäre Wettbewerbsvorteile

Das Exposé zur Studie sowie der vollständige Studienbericht kann über www.terraconsult.de oder per E-mail über E-Mail zu einem Preis von EUR 1.100,-- (netto) (GKV) oder EUR 1.800,-- (netto) (PKV, Verbände und sonstige Unternehmen) bezogen werden.

Über die Studie

Bereits zum dritten Mal im Folge kooperiert TCP Terra Consulting Partners bei der Erstellung einer strategischen Grundlagenstudie für die Branche der gesetzlichen Krankenversicherungen mit der panelbiz GmbH Berlin. Das Online Panel „meinungsplatz.de“ gab umfangreiche Auskünfte zu den aktuellen Marktherausforderungen für gesetzliche Krankenkassen.

Die Studienergebnisse sind repräsentativ für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Alter von 15 bis 65 Jahren, die zum Untersuchungszeitpunkt gesetzlich krankenversichert waren (70 Mio. Versicherte). Die Feldarbeit fand im Zeitraum vom 11. bis 22. Februar 2011 statt.

Bereits zum dritten Mal im Folge kooperiert TCP Terra Consulting Partners bei der Erstellung einer strategischen Grundlagenstudie für die Branche der gesetzlichen Krankenversicherungen mit der panelbiz GmbH Berlin. Das Online Panel „meinungsplatz.de“ gab umfangreiche Auskünfte zu den aktuellen Marktherausforderungen für gesetzliche Krankenkassen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 525365
 182

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Patient im Abseits“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von TCP GmbH

Wissenshappen und Strukturchaos auf der Customer Journey von Krankenkassen
Wissenshappen und Strukturchaos auf der Customer Journey von Krankenkassen
Die 12. Auflage des Service Check der Online-Dienstleistungen von TCP Terra Consulting Partners zeigt auf, wo es bei der E-Mail-Kommunikation und den Webseiten von Krankenkassen hapert. Einmal pro Jahr untersuchen die TCP-Tester die Online-Fitness der gesetzlichen Krankenkassen. Analysiert werden die E-Mail-Kommunikation und die Webseiten der Kassen, alles aus der Perspektive von Kunden. Ein Vierergespann bestehend aus BIG direkt gesund, Techniker Krankenkasse, BARMER und DAK bietet den mit Abstand besten Kundenservice im Internet. Der alt…
Bild: Kassen driften im Internet auseinander – Digitalisierung wird über Top oder Flop entscheidenBild: Kassen driften im Internet auseinander – Digitalisierung wird über Top oder Flop entscheiden
Kassen driften im Internet auseinander – Digitalisierung wird über Top oder Flop entscheiden
Fünf Favoriten und fünf Schlusslichter bilden echte Extreme im Online-Kundenservice der gesetzlichen Krankenkassen, so das Fazit des diesjährigen Service Check der Online-Dienstleistungen von TCP Terra Consulting Partners. Einmal pro Jahr untersuchen die TCP-Tester die Online Fitness der Krankenkassen. Analysiert werden die Webseiten der Kassen sowie die E-Mail-Kommunikation, alles aus der Perspektive von Kunden. Der Service Check 2016 hat zwei (K)lassenbeste ermittelt, die sich gleichauf den ersten Platz teilen: BIG direkt gesund und Tech…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Time is brain – Zeit ist Gehirn. Er kommt meistens ohne Schmerzen daher: der Schlaganfall.Bild: Time is brain – Zeit ist Gehirn. Er kommt meistens ohne Schmerzen daher: der Schlaganfall.
Time is brain – Zeit ist Gehirn. Er kommt meistens ohne Schmerzen daher: der Schlaganfall.
… große Klinik für Neurologie in Gelsenkirchen. Dort haben wir eine so genannte Stroke Unit, eine Schlaganfallspezialstation, eingerichtet. Diese Stroke Unit hat die Kapazität, ca. 700-800 Schlaganfallpatienten im Jahr zu versorgen. Somit ist der Schlaganfall ein großes Thema, dem wir uns mit Enthusiasmus widmen. Ich persönlich habe auch drei Jahre in der …
Biker fahren für den guten Zweck
Biker fahren für den guten Zweck
… kann. () Alle teilnehmenden Biker zahlen eine Startspende in Höhe von 20 Euro für den guten Zweck. Der Spendenerlös fliesst in das Projekt "Kostenlose Ferienwochen für mittellose Krebspatienten" des Trägervereins Auszeit für die Seele e.V. Zweck des Vereins ist es, Menschen, die an einer schweren Krebserkrankung leiden, zu helfen, ihnen Zeit und Raum zu …
Skandale als unfreiwillige Werbung: Alarmierender Zuwachs bei Freizeitsportlern, die online Clenbuterol kaufen
Skandale als unfreiwillige Werbung: Alarmierender Zuwachs bei Freizeitsportlern, die online Clenbuterol kaufen
… mit Clenbuterol 0,4 mcg. Mehr als 80 % aller Kunden, die dort Clenbuterol kaufen, entscheiden sich für dieses Produkt. Allgemein- und Sportmedizinern wird geraten, auf Patienten, bei denen sie einen Missbrauch von Dopingmitteln vermuten, beratend einzuwirken. Diese Beratung sollte in einer Weise erfolgen, die das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und …
Made(n) in Dortmund: Bei der Behandlung des Diabetischen Fußes gibt es 'tierische' Alternativen
Made(n) in Dortmund: Bei der Behandlung des Diabetischen Fußes gibt es 'tierische' Alternativen
… setzen die Experten des Klinikums Dortmund u.a. Tiere ein – Maden. Aber dazu weiter unten gleich mehr. „Bei bis zu 90% der uns aufsuchenden Patienten diagnostizieren wir neben den Grundleiden Diabetes auch eine Polyneuropathie“, erklärt Karlheinz Steinmann, Physiotherapeut, Podologe und Wundmanager in der Diabetischen Ambulanz am Klinikstandort Nord …
Bild: Zusätzlicher Zündstoff für Zweitmeinungs-Debatte: Neues Onlineportal krebszweitmeinung.deBild: Zusätzlicher Zündstoff für Zweitmeinungs-Debatte: Neues Onlineportal krebszweitmeinung.de
Zusätzlicher Zündstoff für Zweitmeinungs-Debatte: Neues Onlineportal krebszweitmeinung.de
Zweitmeinungsdienste liegen im Trend. Gesundheitsexperten raten Patienten seit langem zur „zweiten Meinung“. Dies gilt auch und insbesondere für komplexe Erkrankungen wie Krebs. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass gerade bei Krebserkrankungen die erste Therapieempfehlung durch eine qualifizierte interdisziplinäre Zweitmeinung in vielen Fällen zum …
Alarmierende Zahl zum Brustkrebsmonat: Jede zweite Brustkrebstherapie wird durch Zweitmeinung revidiert
Alarmierende Zahl zum Brustkrebsmonat: Jede zweite Brustkrebstherapie wird durch Zweitmeinung revidiert
… alarmierende Zahlen veröffentlicht. „Brustkrebs zählt auch bei unserem Zweitmeinunsgsservice zu den häufigsten Krebsarten. Rund ein Viertel aller unserer Fälle sind Brustkrebspatientinnen“, berichtet Dr. Udo Beckenbauer, Geschäftsführer der HMO AG. Besonders erschreckend: „In der Hälfte der Brustkrebsfälle wird durch die Zweitmeinung eine abweichende …
Bild: Besonders in ländlichen Regionen: Zweitmeinungsservice Krebs verzeichnet 50 Prozent AbweichungenBild: Besonders in ländlichen Regionen: Zweitmeinungsservice Krebs verzeichnet 50 Prozent Abweichungen
Besonders in ländlichen Regionen: Zweitmeinungsservice Krebs verzeichnet 50 Prozent Abweichungen
Im Oktober 2011 ging der Onlinedienst krebszweitmeinung.de an den Start. Krebspatienten können über das neue Onlineportal seither schnell und unkompliziert eine fundierte Zweitmeinung übers Internet einholen. Knapp neun Monate später veröffentlicht der Betreiber, die HMO AG aus Oberhaching bei München, jetzt erste Zahlen und Daten. „Wir sind sehr zufrieden“, …
Augenlasern: der langfristig sichere Weg zu voller Sehstärke
Augenlasern: der langfristig sichere Weg zu voller Sehstärke
… Oberflächen-Behandlungen (LASEK, No Touch - TE PRK) oder Tiefen-Behandlungen (Z-LASIK, Femto-LASIK, ReLEx Smile 3D) unterschieden. Bereits unmittelbar nach dem etwa 10minütigen Eingriff ist das Sehvermögen wiederhergestellt, der Patient kann ohne Brille nach Hause gehen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie auch auf www.augenaerzte-in-muenster.de.
Nicht im Abseits stehen bleiben
Nicht im Abseits stehen bleiben
… Prostatagewebes mit Mikrowellen erwärmt und dabei zerstört. Der Eingriff dauert zwischen 15 und 70 Minuten und wird ambulant im Krankenhaus oder in der urologischen Arztpraxis vorgenommen. Der Patient ist also noch am selben Tag wieder zu Hause. Wenn auch der Erfolg erst einige Monate nach der Behandlung spürbar wird, so bringt der vergleichsweise kleine …
Schweinegrippe-Impfung für Rheumapatienten: Ja oder Nein?
Schweinegrippe-Impfung für Rheumapatienten: Ja oder Nein?
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie befürwortet H1N1-Impfung Impfen oder nicht? Das fragen sich viele Rheumapatienten nach den Meldungen zur Schweinegrippe-Impfung der letzten Wochen. Denn ob sie zum Kreis der chronisch Kranken zählen, die zuerst geimpft werden müssen, ist nicht festgelegt. Ein Expertengremium der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie …
Sie lesen gerade: Der Patient im Abseits