openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Schweinegrippe-Impfung für Rheumapatienten: Ja oder Nein?

09.10.200912:23 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie befürwortet H1N1-Impfung

Impfen oder nicht? Das fragen sich viele Rheumapatienten nach den Meldungen zur Schweinegrippe-Impfung der letzten Wochen. Denn ob sie zum Kreis der chronisch Kranken zählen, die zuerst geimpft werden müssen, ist nicht festgelegt. Ein Expertengremium der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat die Datenlage diskutiert und eine Empfehlung formuliert. Darin befürworten sie die H1N1-Impfung für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, deren Krankheit schwer verläuft oder die unter immunsuppressiver Therapie stehen. Immunsuppressiva dämpfen das Immunsystem und machen es anfälliger für Infektionen. Weil Verträglichkeitsstudien mit dem Impfstoff bei Rheumapatienten fehlen, ist das Arzt-Patienten-Gespräch vor der Impfung obligatorisch.



Abseits der Debatte über den Sinn der Impfung gegen die bislang mild verlaufende Neue Influenza A steht die Frage, welche Personen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Grippeverlauf haben. Sie müssen besonders geschützt werden. In Bezug auf Menschen mit rheumatischen Erkrankungen geht das nicht eindeutig aus den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts hervor. Genannt werden nur Personen mit „erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens“. Rheumatische Erkrankungen sind nicht explizit aufgeführt. „Patienten, deren Krankheit schwer verläuft oder die Immunsuppressiva einnehmen, gehören aber generell zur Hochrisikogruppe“, sagt Kommissionssprecher Professor Klaus Krüger. Die meisten Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen erhalten diese Medikamente. „Sie sollten geimpft werden“, fasst der internistische Rheumatologe aus München die Empfehlung zusammen.

Obwohl die DGRh die Impfung grundsätzlich befürwortet, bleiben einige Fragen offen, da spezielle Studien mit Rheumapatienten fehlen. Beispielsweise ist noch unklar, wie verträglich die H1N1-Impfung für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sein wird. Denn die Impfung kann ebenso wie die Infektion einen Krankheitsschub auslösen. Ungewiss ist auch, ob die Basismedikamente denImpfschutz beeinträchtigen. „Über die grundsätzliche Empfehlung zur Impfung einerseits, aber auch über den begrenzten Wissensstand andererseits muss jeder Patient aufgeklärt werden“, sagt Professor Krüger und verweist damit auf das Arzt-Patienten-Gespräch, das der Impfung stets voraus gehen muss. In Hinblick auf die Immunisierung gegen die Saisonale Grippe empfiehlt die DGRh, die Impfung im Abstand von mindestens einem Tag durchführen zu lassen.

Weitere Informationen
Die ausführlichen DGRh-Empfehlung zur H1N1-Impfung für Patienten mit rheumatischen Erkrankungen stehen online unter www.dgrh.de/rheumaschweinegrippe.html

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 358454
 203

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Schweinegrippe-Impfung für Rheumapatienten: Ja oder Nein?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

Bild: Neue Daten zur rheumatoiden Arthritis in Deutschland -  DGRh rät zu gewissenhafter InterpretationBild: Neue Daten zur rheumatoiden Arthritis in Deutschland -  DGRh rät zu gewissenhafter Interpretation
Neue Daten zur rheumatoiden Arthritis in Deutschland - DGRh rät zu gewissenhafter Interpretation
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) geht davon aus, dass hierzulande etwa 1,5 Millionen Menschen an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung leiden. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) legt nun aktuelle Zahlen vor, die für eine kontinuierlich steigende Krankheitshäufigkeit der rheumatoiden Arthritis (RA) sprechen. Die DGRh weist darauf hin, dass die Gründe für ein solches Ergebnis vielfältig sein können. Zweifelsohne sei bei zunehmend guten Behandlungsmöglichkeiten auch der Behandlungsbedarf gesti…
Rheuma – weniger Medikamente, mehr Lebensqualität? Chancen und Risiken einer Therapie-Reduktion
Rheuma – weniger Medikamente, mehr Lebensqualität? Chancen und Risiken einer Therapie-Reduktion
Menschen mit Rheuma leben heute mit Hilfe moderner Medikamente häufig frei von krankheitsbedingten Schmerzen. Sind Patienten über längere Zeit beschwerdefrei, wünschen sie sich oft, auf Medikamente verzichten zu können. Experten der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) e.V. weisen anlässlich des Welt-Rheuma-Tags am 12. Oktober darauf hin, dass eine Reduktion der medikamentösen Therapie sich für einen Teil der Patienten – wenn auch nicht für alle – eignet und nur in enger Absprache mit dem behandelnden Rheumatologen erfolgen sollte.…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-ImpfungBild: VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-Impfung
VNR - Studie: Schlechte Noten für Regierung bei Schweinegrippe-Impfung
… Expertenportal VNR.de hat nachgefragt. Die Ergebnisse zeigen, neben einer deutlichen Kritik an der allgemeinen Panikmache, dass es nicht gelungen ist, die Bevölkerung von der Schweinegrippe-Impfung zu überzeugen. Die Gründe hierfür liegen zum einen in einem Misstrauen gegenüber der Berichterstattung, zum anderen halten viele Befragte den Impfstoff für …
Schweinegrippe: Zahl der Impf-Verweigerer erreicht bisherigen Höchststand
Schweinegrippe: Zahl der Impf-Verweigerer erreicht bisherigen Höchststand
… zum Thema Schweinegrippe im YouGov Panel Deutschland befragt. Demnach lehnten am 18. November 2009 insgesamt 65 Prozent der befragten Bundesbürger die Schweinegrippe-Impfung kategorisch ab. Die kritische Medienberichterstattung über die nationale Impfkampagne, die Diskussion um die Vergabe unterschiedlicher Seren und zuletzt das Bekanntwerden erster …
Bild: Schweinegrippe – Virus mutiert ++ H1N1 zeigt erste MutationenBild: Schweinegrippe – Virus mutiert ++ H1N1 zeigt erste Mutationen
Schweinegrippe – Virus mutiert ++ H1N1 zeigt erste Mutationen
… gewirkt hat. Wohl aber hilft das Medikament Relenza. Sowohl bei Todesfällen als auch bei milderen Krankheitsverläufen seien mutierte Grippeerreger nachgewiesen worden.Schweinegrippe-Impfung ++ Ist die Impfung noch wirksam? Die Wirksamkeit einer Schweinegrippe-Impfung ist auch bei den veränderten Erregern gegeben. Erst wenn der Virus-Bestandteil Hemagglutinin …
Schweinegrippe-Impfung soll im Oktober beginnen - Informationen zum Impfplan gegen Schweinegrippe A/H1N1
Schweinegrippe-Impfung soll im Oktober beginnen - Informationen zum Impfplan gegen Schweinegrippe A/H1N1
… des Bundesgesundheitsministeriums. Eine Pflichtimpfung gegen die Schweinegrippe ist jedoch nicht geplant, die Impfung soll freiwillig bleiben. Wie hoch sind die Kosten für die Schweinegrippe-Impfung? Für Versicherte ist die Impfung gegen Schweinegrippe in jedem Fall kostenlos. Die Krankenkassen kommen für die Hälfte der Bevölkerung für die Kosten der …
Mitarbeiter der Gesundheitsämter nicht überlasten
Mitarbeiter der Gesundheitsämter nicht überlasten
Einigung über Impfung gegen Schweinegrippe: Die komba gewerkschaft unterstützt die Auffassung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), dass die Impfungen gegen die Schweinegrippe grundsätzlich durch die öffentlichen Gesundheitsämter erfolgen müssen. Die komba gewerkschaft fordert allerdings, die Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitswesen gesundheitlich, organisatorisch und personell nicht zu überfordern. Spezielle gefährdete Berufsgruppen im öffentlichen Dienst vorrangig zu impfen, ist der richtige Weg. Die komba gewerkschaft …
Bild: Schweinegrippe – Schluss mit Panikmache - Kostenlose Broschüre zum Thema SchweinegrippeBild: Schweinegrippe – Schluss mit Panikmache - Kostenlose Broschüre zum Thema Schweinegrippe
Schweinegrippe – Schluss mit Panikmache - Kostenlose Broschüre zum Thema Schweinegrippe
… Jahren begleiten. Was kann jeder Einzelne tun, um sich zu schützen? Wie gefährlich ist die Schweinegrippe wirklich? Welche Nebenwirkungen sind bei einer Schweinegrippe-Impfung zu erwarten? Das Expertenportal VNR.de hat die wichtigsten Antworten auf Fragen zur Schweinegrippe in einer kostenlosen Broschüre zusammengestellt. Die Angst vor der Schweinegrippe …
Bild: Die große Unsicherheit: Schweinegrippe ImpfungBild: Die große Unsicherheit: Schweinegrippe Impfung
Die große Unsicherheit: Schweinegrippe Impfung
Impfen oder abwarten ist zur Zeit die große Frage, die uns alle beschäftigt. Deutschland ist geteilt und die Unsicherheit bleibt. Mit der zweiten Schweinegrippewelle hat auch die Massenimmunisierung in Deutschland begonnen. Das unabhängige Verbraucherportal www.tipps-vom-experten.de fasst in einem ausführlichen Bericht die Risiken und Vorteile der Impfung zusammen, erklärt, woraus der Impfstoff besteht und wie man sich gegen die Grippe schützen kann! Mehr als 30.000 Menschen in Deutschland sollen bereits an der Schweinegrippe erkrankt sein…
Schweinegrippe-Impfung hat begonnen
Schweinegrippe-Impfung hat begonnen
In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat die Impfung gegen die weltweit so gefürchtete Schweinegrippe (H1N1) begonnen. Rund 90.000 Impfstoffe wurden für das Land bereits geliefert. Weitere Einheiten des Impfstoffes sollen in den nächsten Wochen geliefert werden. Die VAE rechnen mit einem verstärkten Anstieg der Schweinegrippe-Patienten in den kommenden Monaten. Die Impfungen sind kostenlos und werden angeblich gut angenommen. Die Empfehlung, dass sich besonders chronisch kranke Menschen, Schwangere und Kinder impfen sollen, wurde ausges…
Saudi-Arabien: Schweinegrippe erschwert Pilgerreise
Saudi-Arabien: Schweinegrippe erschwert Pilgerreise
Jedes Jahr hält die Pilgerreise ganz Mekka in Atem. Von überallher strömen Millionen von Muslimen, die nur ein Ziel haben: An dem sog. „Hadsch“ teilzunehmen. In den vergangenen Jahren fanden sich zwischen 2,5 und 3 Millionen Menschen in Mekka ein, um zu pilgern. Viele Gläubige kommen bei diesem Unterfangen jedes Jahr ums Leben, sie werden durch die Menschenmassen einfach zu Tode getrampelt. Dieses Jahr ist es in Mekka allerdings verhältnismäßig ruhig. Aufgrund der Schweinegrippe haben viele Muslime die traditionelle Reise nach Mekka abges…
Bild: Schweinegrippe Impfung und mögliche AlternativenBild: Schweinegrippe Impfung und mögliche Alternativen
Schweinegrippe Impfung und mögliche Alternativen
Am 26. Oktober startet die Schweinegrippe Impfung in Deutschland. Dann steht jeder persönlich vor der Entscheidung, ob er sich und seine Familie impfen lässt. Wollen Sie der offiziellen Empfehlung der STIKO folgen oder eigene Wege gehen? Nachdem die Schweingrippe Impfung inzwischen auch in der Presse heiß diskutiert wird und zahlreiche Ärzte den Sinn einer massenhaften Schweinegrippe Impfung anzweifeln, sind viele Patienten verunsichert. Ist die Schweinegrippe Impfung medizinisch sinnvoll oder profitieren vor allem die Pharma-Unternehmen? Wi…
Sie lesen gerade: Schweinegrippe-Impfung für Rheumapatienten: Ja oder Nein?