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Buschleute appellieren an Afrikanische Menschenrechtskommission

19.11.201014:14 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Buschleute appellieren an Afrikanische Menschenrechtskommission
Moetis Großmutter ist verdurstet. © Survival
Moetis Großmutter ist verdurstet. © Survival

(openPR) Ein Mitglied der indigenen „Buschleute“ aus einer Siedlung in Botswanas Central Kalahari Game Reserve ist nach Gambia gereist, um die Afrikanische Menschenrechtskommission ACHPR um Hilfe zu bitten.

Anfang diesen Monats sprach Smith Moeti auf der internationalen Konferenz der Kommission und beschrieb dort den Kampf der Buschleute um Wasser und die Verfolgung durch die botswanische Regierung.



„Die Regierung verweigert uns Essenslieferungen aber will uns auch keine Jagdlizenzen ausstellen… Wenn wir essen wollen, müssen wir ohne Lizenz jagen…. Wenn wir dabei gefasst werden, verprügeln uns oft die Wildhüter,“ berichtete Moeti der Kommission.

Er fügte hinzu: „Wir leben schon seit Jahrtausenden in der Zentralkalahari. Wir benutzen keine Gewehre. Solange wir genug Wasser und Nahrung haben, brauchen wir kaum etwas von der Regierung.“?

Moeti zitierte einen Brief, den ihm seine Familie aus dem Reservat geschickt hatte: „Sie haben uns verlassen. Durst und Hunger verfolgen uns und sogar unsere Gesundheit ist in Gefahr. Bitte deshalb die internationale Gemeinschaft darum, uns zu unterstützen.“

Moetis Großmutter, Xoroxloo Duxee, starb 2005 an Nahrungs- und Flüssigkeitsmangel, nachdem die Regierung das Reservat durch bewaffnete Einheiten sperren ließ und die Buschleute so daran hinderte zu jagen, Nahrung zu sammeln oder Wasser zu holen.

Moeti, der gerade sein Masterstudium in Botswanas Hauptstadt verfolgt, wurde beinahe daran gehindert nach Gambia zu reisen. Botswanas Behörden hatten der Polizei im Flughafen von Johannesburg angewiesen, ihn nicht ausreisen zu lassen, da „sein Reisepass verloren gegangen war.”

Survival International unterstützt die Buschleute schon seit Jahren in ihrem Bemühen, ihr Recht auf ein Leben auf ihrem Land durchzusetzen. Obwohl der Oberste Gerichtshof Botswanas dieses Recht 2006 in einer Entscheidung bestätigte, tut die botswanische Regierung immer noch alles in ihrer Macht stehende, um die Indigenen weiterhin in den Umsiedlungslagern, von manchen auch „Todeslager“ genannt, dahinvegetieren zu lassen.

Die Regierung hat den Buschleuten sowohl den Zugang zu Wasser, als auch das Jagen innerhalb des Reservats verboten. Gleichzeitig erlaubte sie dem Reiseunternehmen Wilderness Safaris eine luxuriöse Lodge für Touristen samt Swimmingpool auf dem Land der Indigenen zu bauen. Außerdem steht die Regierung kurz davor, eine Diamantenmine in dem Reservat zu genehmigen, die für ihren Betrieb große Mengen an Wasser benötigen wird.

Survival ruft zu einem Boykott von Tourismus in und Diamanten aus Botswana auf, bis die Verfolgung der Buschleute ein Ende nimmt und sie gerecht behandelt werden.



Lesen Sie diese Meldung online: http://www.survivalinternational.de/nachrichten/6691

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