(openPR) Die Diskussion um Hartz-IV hat eine Angst der Deutschen wieder aufflammen lassen: die Altersarmut. „Nur zwei Prozent der Rentenversicherungspflichtigen erhalten später Grundsicherung im Alter“, unterstrich der ehemalige Bundesarbeitsminister Walter Riester in einem exklusiven Gespräch mit Altersvorsorge24.de. Gerade für Geringverdiener mit Kindern lohnen sich darum Riester-Produkte, denn sie werden vom Staat gefördert.
Deshalb sei auch die Debatte um die Anrechenbarkeit der Riester-Rente auf eine staatliche Grundsicherung im Alter falsch. Hintergrund der Debatte war die Frage, ob bei der gesetzlichen Grundsicherung im Alter andere Einkünfte wie zum Beispiel eine Riester-Rente angerechnet werden sollten. In diesem Zusammenhang wetterte Riester gegen die frühere Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Mehrfach betonte er: „Im Kern war die Botschaft: Hört auf zu sparen und setzt darauf, dass eure Sozialhilfe im Alter möglichst hoch ist. Das ist doch eine Katastrophe.“ Riester wirft den Medien dabei insbesondere Fahrlässigkeit im Umgang mit Geringverdienenden vor: „Nur zwei Prozent der Rentenversicherungspflichtigen erhalten später Gundsicherung im Alter. 98 Prozent nicht. Aber allen Geringverdienenden kam die Botschaft, bitte spart nicht. Das ist eine Katastrophe.“
Riester war von 1998 bis 2002 Arbeitsminister unter Kanzler Gerhard Schröder und hatte die Altersvorsorge der Deutschen mit nach ihm benannten Produkten privat gestärkt. Gegen den Vorwurf, die Privatisierung der staatlichen Rentenversicherung betrieben zu haben, wehrt er sich allerdings vehement. „Mit der Rentenreform sind die Renten nicht abgesenkt, sondern zusätzlich verbessert worden.“
Heute sind rund 14 Millionen Deutsche über Riester-Produkte im Alter abgesichert. „Darüber freue ich mich, weil da noch 10 Millionen Menschen in der betrieblichen Altersvorsorge hinzukommen“, sagte Riester. Er selber habe als Abgeordneter leider nicht „riestern“ können. „Ich gehöre zu den wenigen Abgeordneten des Bundestages, die dafür plädieren, alle Abgeordneten in die Rentenversicherung einzahlen zu lassen.“
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