openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Frauen im Management: Performance-Steigerung durch Mobilisierung weiblicher Potentialträger

06.10.201008:37 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Bonn, 06.10.2010

Unternehmen können ihre Performance steigern, indem sie mehr Frauen in Führungspositionen beschäftigen. Frauen verirren sich jedoch leicht im Labyrinth des beruflichen Aufstiegs. Was können Unternehmen tun, um den Frauenanteil im Management zu erhöhen?




Inzwischen besagen gleich mehrere Studien, dass Unternehmen mit Frauen in Führungspositionen erfolgreicher sind. Die Unternehmensberatung McKinsey fand in ihrer Studie „Woman Matter“ über weibliche Führungskräfte heraus, dass Firmen mit einem hohen Frauen-anteil im Vorstand um 48 Prozent höhere Gewinne (vor Zinsen und Steuern) erwirtschaften als der Branchendurchschnitt. Und das amerikanische Gender-Forschung- und Beratungsinstitut Catalyst ermittelte bei einer Analyse der 500 größten börsennotierten Unternehmen in den USA eine bis zu 53 Prozent höhere Eigenkapitalrendite bei Unternehmen mit Frauen an der Führungsspitze. Nach einer Studie der Vereinten Nationen erzielten Großfirmen mit weiblichen Vorständen 42 Prozent höhere Verkaufsgewinne und deutlich bessere Renditen aus Investitionen.

Nachweislich steigen die Unternehmenserträge bereits dann, wenn mindestens drei Frauen zum Vorstand gehören. Drei Frauen müssen es jedoch wenigstens sein, damit sie sich vor dem Hintergrund der traditionellen Machtstrukturen Geltung verschaffen können. Die klassische Einzelkämpferin kann ebenso wenig verändern wie die Alibifrau.

Die Deutsche Telekom führte deshalb im März als erstes der 30 DAX-Unternehmen eine Frauenquote ein. Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen in dem Unternehmen mit Frauen besetzt sein. Der Vorstand der Telekom begründet die Einführung der Frauenquote mit einer betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit. Er beruft sich u. a. auch auf die oben zitierten Studien, die belegen, dass Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil ein signifikant besseres Unternehmensergebnis und höhere Rentabilität erzielen. Außerdem weist er darauf hin, dass Anleger und Fonds verstärkt auf nachhaltiges Wirtschaften achten, wozu auch die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen gehört.

Die Rekrutierung geeigneter Führungskräfte in Zeiten des demographischen Wandels wird zunehmend schwieriger. In der heutigen Praxis wird die Gruppe der „Männer“ „überausgeschöpft“, d. h. Bewerber mit geringeren Fähigkeiten werden rekrutiert und die Gruppe der „Frauen“ „unterausgeschöpft“, d. h. Qualifikationen bleiben ungenutzt. Genau genommen haben wir bisher eine Männerquote.

So betont auchTelekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger, dass die Frauenquote eine kantige Antwort auf die mittelfristige Entwicklung des Arbeits- und Talentmarktes sei. Bereits heute seien beispielsweise rund 60 Prozent der Absolventen von wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen an deutschen Hochschulen Frauen. „Dennoch hindert eine 'gläserne Decke' offensichtlich zu viele weibliche Talente an ihrem Weg nach oben. Mit der Frauenquote werden wir diese Decke durchbrechen.“


Frauen gehen im Labyrinth des beruflichen Aufstiegs verloren

Die Metapher der gläsernen Decke ist zwar in aller Munde, doch greift sie zu kurz. Frauen stoßen nicht irgendwann an eine Decke, die ihren weiteren Aufstieg verhindert, sondern sie gehen meist vorher schon in einem Labyrinth möglicher Abzweigungen verloren. Wollen Unternehmen das Potential ihrer angestellten Frauen jedoch effizient nutzen, sind frauenspezifische Angebote und Maßnahmen in allen Unternehmensbereichen zwingend notwendig.

Genderorientierte Unternehmensführung ist demnach das Gebot der Stunde. Doch tun sich viele Unternehmen immer noch schwer, sie in allen Geschäftsführungsbereichen zu praktizieren bzw. zu berücksichtigen. Zudem ist z. B. ein speziell auf Frauen abgestimmtes Führungskräfteentwicklungsprogramm ein Eingeständnis, dass die männlich dominierte Arbeits- und Firmenkultur die Stärken und Potentiale der Frauen nicht ausreichend zum Zuge kommen lässt. Als Stichworte dazu nenne ich nur die in vielen Firmen vorherrschende Präsenzkultur oder die implizite Forderung nach möglichst ununterbrochenen Berufsbiographien.


Die bisherigen Maßnahmen der Unternehmen reichen nicht aus

Bisher ergriffen viele Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen, die neben den Frauen natürlich auch den Männern zu gute kommen. Die Attraktivität als Arbeitgeber steigt durch Möglichkeiten zur Kinderbetreuung, durch prinzipielle Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen, durch flexible Arbeitszeiten und flexible Arbeitsorte (Home Office), also durch strukturelle Möglichkeiten zur Work-Life-Integration. Doch das allein genügt nicht.

Die bisherigen Bemühungen in dieser Richtung ermöglichten den Frauen, überhaupt berufstätig zu sein. Sie unterstützen aber bisher nicht den beruflichen Aufstieg. Jetzt sind zusätzliche Anstrengungen notwendig, die es Frauen ermöglichen, Karriere zu machen. Das ist auch das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter deutschen Führungskräften: 70% bezweifeln, das das Ziel mehr Frauen in Führungspositionen von alleine gelinge.


Was können Unternehmen tun?

Zur Realisierung eines unternehmensweiten Mixed-Leadership Ansatzes gehört neben den oben angesprochenen Maßnahmen vor allem eine genderorientierte Führungskultur, die weibliches Potential nicht nur fördert, sondern auch fordert. In den meisten Unternehmen haben die Führungskräfte jedoch Nachholbedarf in genderspezifischem Führen, Fördern und Fordern. Kurzfristige Erfolge sind vor allem auch durch dezidierte, maßgeschneiderte Angebote für weibliche Potentialträgerinnen zu erzielen. Denn häufig fehlt es diesen an der nötigen Aufstiegskompetenz und manchmal auch am Aufstiegswillen.

Wie das aussehen kann, hat die Bosch Sicherheitssysteme GmbH vorgemacht. Das Unternehmen setzte ein Programm zur Identifkation und Förderung weiblicher Potentialträgerinnen auf, welches von Henn Consulting konzipiert und durchgeführt wurde. Alle Maßnahmen orientierten sich an den Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie zu Top-Managerinnen von Dr. Monika Henn. Die Ergebnisse der Studie sind in dem Buch „Die Kunst des Aufstiegs“, erschienen im Campus Verlag, veröffentlicht.

Weitergehende Informationen zum Projekt kann man beim Vortrag von Dr. Monika Henn auf der Zukunft Personal in Köln am 12. Oktober 2010 von 16:30 – 17:00 Uhr erfahren (im Forum 2, Halle 3.2). Im Anschluss an ihren Vortrag steht die Expertin Ihnen auch gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 472963
 2823

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Frauen im Management: Performance-Steigerung durch Mobilisierung weiblicher Potentialträger“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Henn Consulting

Bild: Der Erfolg beginnt im Kopf!Bild: Der Erfolg beginnt im Kopf!
Der Erfolg beginnt im Kopf!
women&work – Europas größter Messe-Kongress für Frauen am 17. Juni 2017 in Bonn „Veränderung und Transformation“ ist das diesjährige Schwerpunktthema des Karriere-Events für Frauen Der Erfolg beginnt im Kopf! Veränderung und Transformation ist das beherrschende Thema unserer Zeit. Komplette Wirtschaftsbranchen und viele Unternehmen sind disruptiven Veränderungen ausgesetzt. Und damit ist auch jede Einzelne betroffen, sich immer wieder mit neuen Situationen und Anforderungen auseinander zu setzen und ihren ganz individuellen Weg zu finden. …
Bild: Auf die Persönlichkeit kommt es anBild: Auf die Persönlichkeit kommt es an
Auf die Persönlichkeit kommt es an
Um beruflich erfolgreich zu sein, muss man andere von sich überzeugen. Aufstiegskompetenz verlangt andere Fähigkeiten als Führungskompetenz. Persönlichkeit kann man entwickeln. Vor einiger Zeit entstand nach einer Podiumsdiskussion zum Fachkräftemangel eine Diskussion mit einer Top-Managerin. Sie äußerte, wie froh sie sei, dass die leidige Frauenquote gerade nicht zur Sprache kam, die sie im Übrigen ablehne. Da war es wieder, das leidige Thema – „Quote“. Diese Top-Managerin hatte vor zwanzig Jahren mit einem Kollegen eine eigene Firma gegrün…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: "Komm, mach MINT.": Kontinuierliche Steigerung des weiblichen MINT-NachwuchsesBild: "Komm, mach MINT.": Kontinuierliche Steigerung des weiblichen MINT-Nachwuchses
"Komm, mach MINT.": Kontinuierliche Steigerung des weiblichen MINT-Nachwuchses
… jedoch deutlichen Handlungsbedarf erkennen. 2012 gab es laut einer Studie von Hoppenstedt-Firmeninformationen und Forscherinnen der Hochschule Osnabrück rund elf Prozent Frauen im Topmanagement der KFZ-Branche, sieben Prozent Frauen in den Führungsetagen der deutschen IT-Unternehmen und nur fünf Prozent Frauen im Top-Management der Games-Branche. Die hoch …
IDL-Gruppe erzielt 2011 über 20 Prozent mehr Umsatz
IDL-Gruppe erzielt 2011 über 20 Prozent mehr Umsatz
… des Softwarespezialisten laufen planmäßig Schmitten, 16. Februar 2012 – Die Unternehmensgruppe IDL, Spezialist für Softwarelösungen und Beratung im Umfeld Business Performance Management mit Hauptsitz in Schmitten bei Frankfurt/Main, erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernumsatz in Höhe von 14,1 Mio. Euro. Damit konnte das Unternehmen …
Bild: Mitarbeiterbindung in der Wirtschaft mit Programm PePe von Quest-TeamBild: Mitarbeiterbindung in der Wirtschaft mit Programm PePe von Quest-Team
Mitarbeiterbindung in der Wirtschaft mit Programm PePe von Quest-Team
… und Wissensmanagement. Das Kürzel des Personalbindungsprogramms „PePe®“ steht für „Potentiale erhalten und Potentiale entwickeln“. Denn auf das Wissen und die Erfahrung der langjährigen Potentialträger und vor allem auch auf deren Leistungsfähigkeit und Motivation wird es in den nächsten Jahren in der Wirtschaft entscheidend ankommen. Im größeren Mittelstand …
Bild: Performance Management - Stärken und Schwächen als Grundlage für gezielte VerbesserungenBild: Performance Management - Stärken und Schwächen als Grundlage für gezielte Verbesserungen
Performance Management - Stärken und Schwächen als Grundlage für gezielte Verbesserungen
Wird die Leistungserbringung im Unternehmen systematisch gemessen, kann sie auch gesteuert und gezielt optimiert werden. Zielsetzung dieses ‘Performance Management’ genannten Vorgehens ist die kontinuierliche Verbesserung von individueller und Unternehmensleistung. Erreicht wird dies durch eine systematische und mehrdimensionale Leistungsmessung, -steuerung …
BI-Spezialist novem wächst gegen den Markttrend
BI-Spezialist novem wächst gegen den Markttrend
… wurde beim Aufbau einer unternehmensweiten „Management Information Factory“ der Daimler AG angewandt. Die maßgeblich von Jochen Kindig geprägte Lösung bewirkte eine explosionsartige Performance-Steigerung. So konnte beispielsweise die Auswertung von Berichten auf einen Bruchteil der ursprünglichen Zeit reduziert werden und benötigte nur noch 30 Sekunden …
Einladung zum offenen Seminar "Potentiale erkennen & fördern" am 26.Juni 2008 in Salzburg
Einladung zum offenen Seminar "Potentiale erkennen & fördern" am 26.Juni 2008 in Salzburg
Häufig sind wir als Führungskräfte gefordert zu wissen, wer die Potentialträger in den eigenen Reihen sind. Noch häufiger fehlen in Unternehmen eindeutige Instrumente diese zu erkennen und zu benennen. Und kennt man seine guten Leute fällt es selber oftmals schwer, diese für neue Herausforderungen aus dem eigenen Bereich herauszuentwickeln und herzugeben! Andererseits …
Bild: Prozessorientiertes Corporate Performance Management - 29. & 30. September 2009, Hilton DüsseldorfBild: Prozessorientiertes Corporate Performance Management - 29. & 30. September 2009, Hilton Düsseldorf
Prozessorientiertes Corporate Performance Management - 29. & 30. September 2009, Hilton Düsseldorf
… Aussagen über zukünftige Entwicklungen machen zu können. Für die Prognosen ist eine solide Datengrundlage notwendig. Ein durchgehendes und nachhaltiges Performance Management verlangt eine gezielte Steuerung der Leistungserbringung auf der Grundlage von Daten, die eine Prognose zukünftiger Entwicklungen ermöglichen. - Wertorientierte Unternehmenssteuerung …
Bild: QUEST-TEAM bietet Potentialentwicklung für langjährige Mitarbeiter in UnternehmenBild: QUEST-TEAM bietet Potentialentwicklung für langjährige Mitarbeiter in Unternehmen
QUEST-TEAM bietet Potentialentwicklung für langjährige Mitarbeiter in Unternehmen
… hier einen großen Zuspruch: „Die Banken, denen wir die Langzeitqualifizierung PePe vorstellen, sind von der Idee begeistert. Auf das Wissen und die Erfahrung der langjährigen Potentialträger und vor allem auch auf deren Leistungsfähigkeit und Motivation wird es in den nächsten Jahren entscheidend ankommen.“ Im „Jugendkult“ der vergangenen Jahre sei – …
Bild: Die Quote kommtBild: Die Quote kommt
Die Quote kommt
… Zeichen Mit dem Signet top4women wird der ganzheitliche Ansatz und ausdrückliche Wunsch eines Unternehmens sichtbar gemacht, den weiblichen Talent-Pool konsequent aufzubauen, weibliche Potentialträger an das Unternehmen zu binden und ihnen langfristige Karriere-Perspektiven zu bieten. Als erste Unternehmen wurden die Bundesagentur für Arbeit, BAYER, DB …
Bild: Frauen im Visier: Female Recruiting - der Schlüssel zum ErfolgBild: Frauen im Visier: Female Recruiting - der Schlüssel zum Erfolg
Frauen im Visier: Female Recruiting - der Schlüssel zum Erfolg
… einmal ihre Karrierewünsche aufgeben oder ändern müssen. Offensichtlich hat Corporate Germany hier also einige Hausaufgaben zu machen, um zukünftig auch die weiblichen Potentialträger optimal einsetzen zu können. Entsprechende Diversity-Aktivitäten sind in Deutschland bislang aber kaum verbreitet. Diese Erfahrung macht auch Hans Jablonski. „Nur etwa …
Sie lesen gerade: Frauen im Management: Performance-Steigerung durch Mobilisierung weiblicher Potentialträger