openPR Recherche & Suche
Presseinformation

In kritischer Zeit in Forschung und Entwicklung investieren

20.09.201008:26 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: In kritischer Zeit in Forschung und Entwicklung investieren
Wertschätzung der Wertschöpfung durch Wissen schafft Wohlstand!
Wertschätzung der Wertschöpfung durch Wissen schafft Wohlstand!

(openPR) Antizyklische Gedanken auf der HELMHOLTZ-Jahrestagung 2010

Berlin, 17.09.2010 (GTIV). Am 16. September 2010 fand unter dem Motto „Mit Energie in die Zukunft“ die Jahrestagung 2010 der HELMHOLTZ GEMEINSCHAFT in der Hauptstadt-Repräsentanz der Deutschen Telekom AG statt.



In seiner Begrüßungsansprache warf HELMHOLTZ-Präsident Prof. Dr. Jürgen Mlynek die Frage auf, ob denn nun – angesichts der zahlreichen Medienberichte über den „Aufschwung XL“ wirklich alle Probleme gelöst seien, ob wir weiter machen könnten wie bisher... Seine Verneinung koppelte er an die Forderung, den Erfolg von morgen nachhaltig zu sichern; heute zehrten wir noch zu sehr vom Substanz-Verbrauch. Für HELMHOLTZ bedeute dies, die eigene Forschungsagenda dementsprechend kontinuierlich fortzuentwickeln, im Bewusstsein der eigenen Stärken und Schwächen. Im Kontext mit der Frage der Energieversorgung appellierte er, sich von ideologischen Denkweisen zu verabschieden – es gebe hierzu „keinen Königsweg“, so Mlynek. Deshalb erforsche HELMHOLTZ das gesamte Spektrum der Möglichkeiten. Also sei Grundlagenforschung nötig, denn man wolle eine tragfähiges Fundament für „hohe Türme“ errichten. Zur Verwirklichung der Ziele in Forschung und Entwicklung sei eine breite gesellschaftliche Diskussion erforderlich; es gelte, die „Dagegen-Republik“ – so titelte DER SPIEGEL 35/2010 – in eine „Dafür-Republik“ zu wandeln, also zu definieren, was wir eigentlich wollen und nicht, wogegen wir alles sind. Auch forderte er in diesem Zusammenhang einen langfristig verlässlichen politischen Rahmen, denn es gehe um eine Stärkung der Universitäten und Forschungseinrichtungen in den Bereichen Finanzen, Strukturen und Personal. Der Föderalismus setzte leider einengende Grenzen im Bildungs- und Forschungsbereich, die es zu überwinden gelte. Zum Abschluss seiner Ansprache machte Mlynek deutlich, dass viel wichtiger noch als Kapital die Menschen selbst seien. So sei ein erfreulicher Zuwachs des wissenschaftlichen Personals in den östlichen Bundesländern zu verzeichnen. Aber auch die Jüngsten würden schon erfolgreich – spielerisch – an naturwissenschaftlich-technische Fragestellungen herangeführt: Das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ erreiche inzwischen 13.000 Kindertagesstätten und damit rund 750.000 Vorschulkinder. Auf das Motto „Mit Energie in die Zukunft“ eingehend, mahnte Mlynek, dass es nicht ausreiche, „Brücken“ zu haben, sondern dass wir auch das andere „Ufer“ bräuchten.

Die Bundesminsterin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, erinnerte in ihrer Rede an das bevorstehende Jubiläum am 3. Oktober 2010: Die 20 Jahre der Deutschen Einheit seien auch von einem maßgeblichen Beitrag der Wissenschaft und Forschung geprägt. Dadurch habe Deutschland an Dynamik gewonnen, habe sich intellektueller Fortschritt erzielen lassen. Der im Osten Deutschlands erfolgte Strukturwandel sei für viele West-Deutsche schwer vorstellbar. Angesichts der Finanzkrise habe sie bereits 2009 ausgeführt, dass es gerade dann notwendig sei, in Wissenschaft und Forschung zu investieren. Es gelte hierbei, nicht nachzulassen, denn dadurch werde die Quelle künftigen Wohlstands geschaffen. Deshalb sei es auch wichtig, den aus Deutschland abgewanderten Wissenschaftlern so attraktive Anreize zu schaffen, dass diese in ihre Heimat zurückkehren würden.

GTIV-Präsident Dirk Pinnow, fasst als Beobachter des Abends seinen Eindruck wie folgt zusammen: „Wenn die aktuellen Medienberichte die kürzlichen Beschwörungen eines Aufschwungs wieder relativieren, tut es gut, aus berufenem Munde zu hören, dass strategisches, antizyklisches Denken in volkwirtschaftlichen Dimensionen auch und gerade in kritischer Zeit in erfolgreiches Handeln umgesetzt wird!“
Professor Mlyneks Klarstellung, dass es in Fragen der künftigen Energieversorgung Deutschlands keinen „Königsweg“ gebe und eine ideologiefreie Diskussion sowie Forschung und Entwicklung gefragt seien, könne er nur unterstreichen. Es gebe wohl berechtigte Bedenken zum Einsatz der Kernspaltung, insbesondere wegen der bisher ungelösten Endlagerung der Abfälle – würde aber Deutschland gänzlich auf Kernenergie verzichten, gäbe es auch keine entsprechenden Studiengänge mehr, würden technisches Personal und Wissen etwa auch um den sicheren Abriss kerntechnischer Anlagen sehr schnell abhanden kommen; Unternehmen auf diesem Gebiet wohl ins Ausland abwandern. „Letztlich müssen wir dann wohl im Bedarfsfalle chinesische oder indische Physiker, Ingenieure und Techniker nach Deutschland holen“, warnt Pinnow in Analogie zu anderen Gewerken.
Der wenngleich noch sehr leise und zurückhaltend formulierten Kritik am bremsenden Föderalismus auf den Gebieten der Bildung und Wissenschaft könne er sich nur anschließen – gut ausgebildete Menschen seien gerade für Deutschland Wertschöpfungsquelle, Garanten für die Schaffung von Volksvermögen; da dürfe es zwischen Schul-, Ausbildungs- oder Studienabschlüssen aus Bremen keinen Unterschied zu solchen aus Bayern geben. Mindestens die Ober- und Hochschulen gehörten in eine einheitliche Bundesverantwortung gestellt.
Beide Sprecher hätten den „Faktor Mensch“ in seiner zentralen Bedeutung betont – und zwar in einem generationsübergreifenden Verständnis. „Bildung beginnt schon im Vorschulalter und endet nicht mit dem Ruhestand“, unterstreicht Pinnow. Daher kämen z.B. Initiativen wie dem „Haus der kleinen Forscher“ strategische Bedeutung zu, und es sei wichtig, überhaupt antizyklisch zu denken, mithin gerade in kritischer Zeit in Bildung und Wissenschaft zu investieren. „Es ist sehr zu begrüßen, dass Bundesministerin Schavan namens der Bundesregierung von der ,Quelle künftigen Wohlstands' spricht und in diesem Zusammenhang Anreize für abgewanderte Wissenschaftler zur Rückkehr nach Deutschland schaffen will, damit einst abgeflossenes Wissen und Können sich künftig an der Mehrung und dem Erhalt des Wohlstands in Deutschland beteiligen!“

Nachdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten!

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 467431
 805

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „In kritischer Zeit in Forschung und Entwicklung investieren“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Gesellschaft für Transfer immateriellen Vermögens e.V.

Bild: Das CI4-MesseGespräch: Clustersprecher Michel Taube auf der „it-sa 2016“Bild: Das CI4-MesseGespräch: Clustersprecher Michel Taube auf der „it-sa 2016“
Das CI4-MesseGespräch: Clustersprecher Michel Taube auf der „it-sa 2016“
Exklusiver Empfang mit Hintergrundgespräch am 19. Oktober 2016 um 16.30 Uhr [CI4, 10.10.2016] Clustersprecher Michel Taube besucht den Messestand des Webmagazins „datensicherheit.de“ auf einer der weltweit bedeutendsten IT-Sicherheitsmessen, der „it-sa 2016“ in Nürnberg. „datensicherheit.de“ ist einer der CI4-Akteure, die Herausgeber Carsten Pinnow und Dirk Pinnow sind CI4-Gründungspartner. Vom „Security Forum“ der „Systems München“ zur führenden IT-Sicherheitsmesse Vom 18. bis 20. Oktober 2016 findet im Messezentrum Nürnberg, in Halle 12, …
Cluster Industrie 4.0 und innovationszentrum für industrie 4.0 vereinbaren Kooperation
Cluster Industrie 4.0 und innovationszentrum für industrie 4.0 vereinbaren Kooperation
Gemeinsame Projekte und Veranstaltungen zur erfolgreichen Digitalisierung mittelständischer Wertschöpfungsnetzwerke vereinbart [CI4, 25.05.2016] Michael Taube, Sprecher des Clusters Industrie 4.0 (CI4), hat mit Philipp Ramin, Co-Founder und „Board Member“ des innovationszentrums für industrie 4.0 (i4.0), eine Kooperation mit starker Mittelstandsfokussierung vereinbart. Interdisziplinär und international orientierte offene Plattform: i4.0 versteht sich nach eigenen Angaben als international umsetzungsoreintierte, brachenübergreifende, offene…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Aktuelle Umfrage - „Bereit für den Aufschwung? Was Unternehmen jetzt tun sollten"Bild: Aktuelle Umfrage - „Bereit für den Aufschwung? Was Unternehmen jetzt tun sollten"
Aktuelle Umfrage - „Bereit für den Aufschwung? Was Unternehmen jetzt tun sollten"
… Drittel empfiehlt die internen Prozesse zu verschlanken, um die Profitabilität zu steigern • Ein Viertel der befragten Führungskräfte plädiert für Investitionen in Forschung und Entwicklung München, 9. Juni 2009 ---- Unternehmen stehen derzeit vor zwei Aufgaben: Durch die Rezession kommen – und bereit sein, schnell durchzustarten, wenn die Konjunktur …
F&E Produktivitätssteigerung – mit Entwicklungsmana-gement aus der Krise
F&E Produktivitätssteigerung – mit Entwicklungsmana-gement aus der Krise
… aktuellen wirtschaftlichen Lage gehen bei vielen Unternehmen die Auftragseingänge zurück. Häufig wird mit pauschalen Sparmaßnahmen, auch im Bereich Forschung und Entwicklung, auf diese kritische Situation reagiert. Dies kann kurzfristig die Unternehmensbilanz verbessern, langfristig ist aber die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Diesem Dilemma muss aktiv …
Bild: Relaunch bei projekt-erdling.deBild: Relaunch bei projekt-erdling.de
Relaunch bei projekt-erdling.de
… Newsletters von projekt-erdling.de mit Meldungen aus der internationalen Forschung und aus Onlinemedien in deutscher und englischer Sprache. Die Themen: Schwangerschaft, die Fötus-Entwicklung, Neues aus der Baby- und Kleinkind-Forschung und über das Lernen. Außerdem finden sich Informationen und Klangbeispiele zur Audio-CD “Hallo, Erdling!”, dem Willkommensgruß …
Bild: Genfer Politik fordert tierversuchsfreie MethodenBild: Genfer Politik fordert tierversuchsfreie Methoden
Genfer Politik fordert tierversuchsfreie Methoden
… nimmt die Zahl der Tierversuche an den Schweizer Universitäten stetig zu. Die Universität Genf wird nun vom Grossen Rat mittels Motionsbegehren aufgefordert, die Entwicklung von tierversuchsfreien Methoden zu fördern. Der Grosse Rat fordert darin, dass «im Dienste der öffentlichen Gesundheit die bestmöglichen Forschungsmethoden angewendet werden müssen». …
Bild: Vicente Soriano neuer Technik Vorstand der primion groupBild: Vicente Soriano neuer Technik Vorstand der primion group
Vicente Soriano neuer Technik Vorstand der primion group
… September 2017 zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt. Er wird als Technik Vorstand (CTO) das auf Vorstandsebene neu geschaffene Ressort Forschung und Entwicklung, zu dem auch das Produktmanagement gehört, leiten. Mit der Neuschaffung des Vorstandsressorts trägt der Aufsichtsrat der großen Bedeutung dieses Aufgabenbereichs für die Zukunft …
Bild: Klas Forsström ist neuer Präsident von Sandvik CoromantBild: Klas Forsström ist neuer Präsident von Sandvik Coromant
Klas Forsström ist neuer Präsident von Sandvik Coromant
… 17 Jahren für die Sandvik-Gruppe tätig, die meiste Zeit bei Sandvik Coromant. In dieser Zeit hatte er führende Positionen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktentwicklung, Marketing, Business Development und Vertrieb inne – zuletzt war er Präsident von Sandvik Hard Materials. „Es ist wirklich spannend und inspirierend, wieder bei Sandvik …
Bild: Forschung Xpress - BAW startet neues Format für die WissenschaftskommunikationBild: Forschung Xpress - BAW startet neues Format für die Wissenschaftskommunikation
Forschung Xpress - BAW startet neues Format für die Wissenschaftskommunikation
… und Gutachter für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und des Bundesverkehrsministeriums führt die BAW stets angewandte, praxisorientierte Forschung und Entwicklung durch. Dabei sind die Forschungsthemen auf die aktuellen und künftig zu erwartenden Fragestellungen, letztere im Sinne einer vorausschauenden Forschung („Vorlaufforschung“), …
Staat und Wirtschaft müssen risikobereiter werden - Experten fordern Innovationen und Investitionen
Staat und Wirtschaft müssen risikobereiter werden - Experten fordern Innovationen und Investitionen
… sehen, dass wir die Wirtschaft mit ins Boot nehmen." Sollte das nicht gelingen, seien die erhofften Investitionen von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung nicht zu erreichen. Dieses Ziel hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder für das Jahr 2010 in Aussicht gestellt. Experten und Berater bemängeln schon seit längerer Zeit, …
Bild: KI beschleunigt die Medikamentenentwicklung: Neues Modell erkennt Entwicklungsstörungen bei Zebrafisch-EmbryonenBild: KI beschleunigt die Medikamentenentwicklung: Neues Modell erkennt Entwicklungsstörungen bei Zebrafisch-Embryonen
KI beschleunigt die Medikamentenentwicklung: Neues Modell erkennt Entwicklungsstörungen bei Zebrafisch-Embryonen
… ein ähnliches Konzept auf die biomedizinische Forschung angewandt. „In diesem Fall haben wir eine Variante der Anomalieerkennung eingesetzt, um die Entwicklung von Zebrafisch-Embryonen zu beobachten“, erläutert der Forscher.Zebrafisch: Ein kleiner Kraftprotz in der Wirkstoffforschung„Zebrafische sind ein hervorragender Modellorganismus für die biomedizinische …
Sie lesen gerade: In kritischer Zeit in Forschung und Entwicklung investieren