(openPR) "Man kann nicht auf der einen Seite bessere Integration von Sozial- und Lernschwachen sowie Kindern mit Migrationshintergrund fordern und auf der anderen Seite ein arrogantes und ignorantes System beibehalten wollen und so den besserverdienenden Eliten aus den noblen Vororten nach dem Munde reden" sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende und Landesvorsitzender Baden-Württemberg der Freie Wähler Vereinigung, Martin Linek, auf der heutigen Pressekonferenz.
"Nicht ohne Grund landete Hamburg mit dem bisherigen Schulsystem beim Bundesländervergleich auf dem vorletzten Platz der Pisa Bildungsstudie." so Linek weiter, selbst Vater von schulpflichtigen Kindern weiter.
"Das Recht auf Bildung haben im modernen Deutschland Alle - nicht nur die Reichen!" ergänzte Thorsten Keuth vom FWG Landesverband Hamburg.
Die freien Wähler sprechen sich bekanntlich seit langem gegen Lobbyismus aus - auch solche Art von Lobbyarbeit lehnt die Bundesvereinigung der freien Wähler Gemeinschaft strikt ab. Diesen Bürgerwunsch bestätigen auch die zahlreichen Emails an
Es mag zwar andere geben, die unter dem guten Deckmantel von Freiheit und Unabhängigkeit als Trittbrettfahrer Minderheiten vertreten wollen. "Die Freie distanziert sich hiervon aber entschieden. Denn schließlich ist die Freie Wähler Gemeinschaft basisdemokratisch organisiert aus und in der Mitte der Bürgerinnen und Bürger, die auch Hamburgs Kindern eine bessere Schule geben will" so Keuth weiter, der Hamburgern und Schleswig-Holsteinern als aktiver, bürgernaher Kandidat der Freien Wähler bei der Europawahl 2009 noch gut bekannt ist.
Die demokratisch gewählte Mehrheit aus CDU, Grüne, SPD und Linke zeigt mit dem überwältigenden Mehrheitsbeschluss der Hamburger Bürgerschaft, dass sie koalitionsfähig ist. Die Bundesvereinigung freie Wähler unterstützt deshalb auch die Arbeit der Initiative "PROSchulreform Hamburg" ist Teil des Zusammenschlusses "Chancen für alle - Hamburger Allianz für Bildung", in der sich unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen zusammengeschlossen haben, um sich für die Schulreform einzusetzen.
"Die Freie" engagiert sich seit langem für ein modernes, zukunftsfähiges Schulsystem, in dem alle Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Fähigkeiten und Begabungen optimal gefördert werden. Die Partei der Mitte sieht dabei die Hamburger Schulreform als einen deutlichen Schritt in diese Richtung und eine überfällige und notwendige Antwort auf die Ergebnisse der PISA-Studie an.
Denn die Pisa-Studie belegt erneut die Abhängigkeit des Schulerfolges vom sozialen Hintergrund des Schülers. Besonders deutlich zeigt sich das Problem bei Kindern mit Migrationshintergrund, wobei der Rückstand bei Migranten, deren Eltern beide im Ausland geboren sind, in der zweiten Generation am größten ist. Die Abhängigkeit des Schulerfolges vom sozialen Hintergrund des Schülers, die in Hamburg und Berlin besonders stark ausgeprägt ist. Auf diesem Feld sind offenbar in den vergangenen Jahren kaum Fortschritte gelungen.
Hamburg schneidet bei der jüngsten Pisa-Bildungsstudie erneut schlecht ab. Die Hansestadt landet bei der Ländererhebung in der Gesamtwertung, aber auch in allen drei Kompetenzbereichen Naturwissenschaft, Mathematik und Leseverständnis, auf dem vorletzten Platz. Schlechter schnitten nur die Schüler in Bremen ab. Während sich die Hamburger Jugendlichen in den Naturwissenschaften und in Mathematik leicht verbessern konnten, fielen sie bei der Lesekompetenz sogar noch um einige Punkte zurück. In allen drei Kompetenzbereichen beträgt ihr Lernrückstand auf die Altersgenossen in den Spitzenreiter-Ländern Sachsen und Bayern mehr als ein Schuljahr.
Besonders alarmierend: Rund ein Viertel der Hamburger Schüler erreichte in den einzelnen Fächern gerade einmal die unterste Kompetenzstufe I oder verfehlte diese sogar. Sie gelten als so genannte Risikoschüler, die mit großen Schwierigkeiten in ihrer weiteren Schul- und Ausbildungslaufbahn rechnen müssen.
Die Zahl der Risikoschüler muss drastisch gesenkt und die Zahl der Spitzenleistungen deutlich erhöht werden.
Nach dem Pisa-Schock gilt das Finnisches Modell als Vorbild.
Die Diskussion um die Gemeinschaftsschule hat seit dem miserablen Abschneiden deutscher Schüler bei der internationalen Pisa-Leistungsstudie neue Nahrung erhalten. Denn im Pisa-Siegerstaat Finnland ist die eine Schule für alle seit den Siebzigerjahren Pflicht. Bis zur neunten Klasse lernen alle Schüler gemeinsam unter einem Dach. Wer weitergehen möchte, hat die Möglichkeit zwischen einer berufsorientierten Ausbildung und einer gymnasialen Oberstufe.
In der Schule für alle soll es kein Probehalbjahr mehr geben, kein Sitzenbleiben und kein Abschieben schwächerer Schüler in andere Schulformen. Ziel ist eine Schule, "die alle Kinder und Jugendlichen entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten bestmöglich fördert und zu einem Abschluss führt, der ihrer Qualifikation am Ende der Schulzeit entspricht.
Weiter denkbar ist auch, dass Grundschulen ihre Schüler nach der sechsten Klasse zusammen lassen und sie dort bis Klasse 10 weiter unterrichtet werden.













