(openPR) Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Rems-Murr fordert die Bundestagsabgeordneten des Rems-Murr-Kreises auf, sofort im Bundestag eine Initiative zur Änderung des Embryonenschutzgesetzes auf den Weg zu bringen.
„Die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofs hat gezeigt, dass das Gesetz eine Lücke aufweist, die dringend geschlossen werden muss“ so der EAK-Kreisvorsitzende David Müller, Winnenden. Die BGH-Entscheidung, wonach Gentests an künstlich befruchteten Eizellen nicht strafbar seien und wonach die Untersuchung von Embryonen auf Erbkrankheiten außerhalb des Mutterleibs nicht gegen das Embryonenschutzgesetz verstieße, müsse über eine klare gesetzliche Regelung korrigiert werden.
Präimplantationsdiagnostik, wie sie vom BGH für straffrei erklärt wurde, berge die Gefahr, dass nicht nur Tests über schwere Erkrankungen und genetische Defekte durchgeführt werden könnten. Sie lasse auch Diagnosen zu für sogenannte „Designer-Babys“ oder ermögliche die Aussortierung von Embryonen beispielsweise nach dem künftigen Geschlecht eines Kindes.
Eine eindeutige gesetzliche Regelung der mit der Präimplantationsdiagnostik verbundenen ethischen Fragen sei daher vordringlich. Das deutsche Embryonenschutzgesetz müsse klare Vorgaben für die deutschen Forscher und Ärzte setzen und die Grenzen für Forschungsinteressen bestimmen. „Deshalb hält der Evangelische Arbeitskreis der CDU Rems-Murr eine Ergänzung des Embryonenschutzgesetzes durch ein eindeutiges Verbot der Präimplantationsdiagnostik für dringend geboten“ erklärt David Müller.
Der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) ist der Zusammenschluß aller evangelischen Mitglieder der CDU/CSU, die wegen ihres Glaubens und seiner Grundlage in ihrer Partei einen Beitrag zu einer vor Gott und den Menschen verantworteten Politik leisten wollen. Im EAK arbeiten aber genauso Menschen mit, die keine Mitglieder der CDU/CSU sind, er übernimmt dadurch eine wichtige Brückfunktion zwischen Partei sowie Kirche und Gesellschaft. Der EAK hat das grundsätzliche Anliegen, evangelische Christen zum profilierten politischen Engagement zu ermutigen.


