(openPR) Der Anstieg der Löhne, der vor kurzem in Festlandchina stattgefunden hat, führte bei einigen taiwanesischen High-tech-Unternehmen, die dort produzieren zu Überlegungen eine Reihe ihrer Produktionszweige wieder nach Taiwan zu verlagern. Wie aus dem Wirtschaftsministerium Taiwans verlautete, wurden 2009 umgerechnet ca. 85 Mio. € von ständig im Ausland lebenden Taiwanesen wieder im Inland investiert. In den ersten fünf Monaten diesen Jahres lag diese Summe bereits bei umgerechnet über 50 Mio. €. Taiwans Regierung wird den Unternehmen maßgeschneiderte Unterstützungsprogramme anbieten, die ihren Standort wieder nach Taiwan zurück verlegen wollen. Premierminister Wu Den-yih erklärte dazu, die Regierung werde die Unternehmen dabei unterstützen Grundstücke zu finden, sie werde die Behördenwege effizienter gestalten und sie werde die Kosten senken, die mit der Anstellung von ausländischen Arbeitskräften verbunden sind.
Eine Untersuchung des Wirtschaftsministeriums zeigt, dass über den Zeitraum der vergangenen zwei bis drei Jahre, im Ausland ansässige taiwanesische Unternehmen begonnen haben wieder in der Heimat Investitionen zu tätigen. Zum einen hängt dies mit der allmählichen Erholung der Weltwirtschaft in den letzten zwei Jahren zusammen, zum anderen ist das wirtschaftliche Umfeld in Taiwan wesentlich effizienter und dadurch attraktiver geworden. Da viele taiwanesische Geschäftsleute jedoch schon sehr lange in China tätig sind, kann es sein, dass ihnen die geltenden Gesetze und Bestimmungen in Taiwan recht ungewohnt erscheinen. Die Regierung ist dabei einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, um den zurückkehrenden Unternehmen, Rat und Unterstützung angedeihen zu lassen bei Grunderwerb, Steuerfragen und Einstellungsverfahren.
Das Ministerium gab an, dass alle Unternehmer Unterstützung erhalten werden, ohne Rücksicht auf die Branche in der sie tätig sind. Die Regierung will jedoch besonders „grünen“, „intelligenten“ und umweltfreundlichen Unternehmen Anreize geben in Taiwan zu investieren.
Was die Entlohnung der ausländischen Arbeitskräfte angeht, so unterstrich Premierminister Wu, dass die Regierung entschieden habe, das die Bezahlung dem Mindestlohn entsprechen müsse. Es gäbe jedoch auch Anpassungsmöglichkeiten, die sich an den folgenden drei Prinzipien orientieren müssen: Die Wettbewerbsfähigkeit des Arbeitgebers darf nicht unterminiert werden, die Menschenrechte und das Mindesteinkommen der Arbeiter müssen garantiert sein, die Regierung verpflichtet sich die Unternehmen zu unterstützen, damit sie konkurrenzfähiger werden.
Das Wirtschaftsministerium hatte am 15. Juni 2010 ein Gipfeltreffen abgehalten, mit dem Ziel taiwanesischen Unternehmen, die auf dem Festland tätig sind, Anreize für Investitionen in Inland zu geben. Außerdem wurde ein Meinungsaustausch geführt, welche Maßnahmen nach der Unterzeichnung des Rahmenvertrags über die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Festlandchina ergriffen werden, um die Wettbewerbsfähigkeit Taiwans zu verbessern und Taiwan weiter zu stärken, indem taiwanesische Unternehmen in Übersee, Geschäftsbereiche nach Taiwan verlegen.










