(openPR) Wieder einmal zu Wort gemeldet hat sich Nouriel Roubini, bei seiner Buchvorstellung in Frankfurt, sagte er, dass „die Aussichten der Weltwirtschaft haben sich verdunkelt, die Erholung wird immer wackliger.“ Beim Euro erwarte er in den nächsten Monaten die Parität zum US Dollar.
Ansonsten begann der Monat Mai mit einem Paukenschlag, am Donnerstagabend, den 06. Mai kam es an den amerikanischen Märkten kurzfristig zu einem panikartigen Abverkauf, in dessen Spitze der Dow Jones Industrial Average mit knapp 1.000 Punkten seinen größten punktemäßigen Verlust jemals hinnehmen musste. Auch wenn es im Laufe des Handelstages wieder zu einer Gegenbewegung kam, zeigte dieses Ereignis, dass Märkte in den vergangenen Wochen und Monaten zu schnell, zu weit und ohne fundamentale Berechtigung gelaufen sind. Ermöglicht wurde dies auch durch die enorme Nervosität aufgrund vieler externer Faktoren und dies führte letztendlich zu diesem Ausverkauf bei dem viele Milliarden Dollar an Wert vernichtet wurden.
Der S&P 500 Index befand sich danach in etwa auf dem Niveau von Anfang 2010, was bedeutete, dass binnen vier Handelstagen, beinahe der gesamte Jahresgewinn des Index verpufft ist. Nach dem sog. „Flash-Crash“ vom 06. Mai schienen sich die Indizes wieder ein wenig zu beruhigen und starteten eine Gegenbewegung. Es wurde spekuliert, dass ein sog. „Fat- Finger“ (ein Händler, der beim platzieren der Order den falschen Knopf gedrückt hatte) Schuld war, dass automatisierte Trading Programme den Absturz verursacht hatten, usw. Letztendlich bleibt die genaue Ursache weiterhin unklar, klar ist jedoch, dass nach nur wenigen positiven Handelstagen, der Index erneut korrigierte und zeitweise unter dem Tief vom 06. Mai notierte. Der Markt hat mit dieser zweiten „richtigen“ Korrektur (im Vergleich zu der des sog. „Flash-Crash“) gezeigt, dass er schwach und anfällig war und bereit ist weiter zu fallen.
Positiv an der Korrektur ist, dass die Risikoindikatoren, die seit Monaten auf eine Korrektur hindeuteten, nun nicht mehr so stark überkauft sind. Auffällig ist die sehr hohe Volatilität, die sich sowohl in der Stabgrösse als auch bei der Betrachtung der Intraday Charts zeigt. Die Volatilität zeugt von einer wieder vorhandenen signifikanten Verunsicherung in den Märkten. Aufgrund dieser Volatilität hat der Markt keine deutliche Richtung und das Risiko ist generell hoch.
Nicht nur an den Börsen sieht man gegenwärtig die Nervosität in Form einer hohen Volatilität, sondern auch sämtliche Rohstoffe und Währungen laufen unruhig. Der Volatilitätsindex (VIX) zeigt ebenfalls deutlich, wie sehr die Schwankungen zugenommen haben. Von März bis Ende April waren die Stäbe klein und der Index verlief geordnet, dann explodierten die Stäbe und liefen hin und her.
Kurz- und mittelfristig ist es unwahrscheinlich, dass die Märkte stark steigen und neue Jahreshochs bilden werden. Es belasten zu viele externe Faktoren die Märkte und viele Marktteilnehmer sind verunsichert und reagieren extrem auf Meldungen. Zusätzlich lauern weiter viele Gefahren im Markt, von BP über die üblichen Verdächtigen in Europa („PIIS- Staaten“), neue Gesetze zur strengeren Regulierung bis hin zu einer Krise zwischen Nord- und Südkorea. Es hat nun wieder den Anschein, als ob die Berichterstattung in den Medien und generell das Sentiment gegenüber Aktien wieder ins Negative übergeht.
Aus diesen Gründen schätzen wir aktuell neue Engagements in Aktien als sehr riskant ein. Diese Korrektur war jedoch dringend von Nöten und wird sich langfristig sicherlich positiv auf die Indizes auswirken.
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