(openPR) Maria H.* strahlt: Nach knapp drei Monaten als 1-Euro-Kraft in einem Pflegeheim hat sie dort zum 01. Mai eine Festanstellung bekommen. „Die Arbeit macht mir viel Freude und das ist meine große Chance, nach fünf Jahren vergeblicher Arbeitssuche“, sagt die 52-jährige gelernte Bürokraft . Ihr zukünftiger Arbeitgeber investiert für sie in Aus- und Fortbildung, was auf eine langfristige Beschäftigung hoffen lässt.
Christian Lindner, Generalsekretär der Bundes-FDP, hatte zum Gespräch mit sogenannten 1-Euro-Jobbern nach Bergisch Gladbach eingeladen. Mit dabei waren FDP- Landtagskandidatin Annette Glamann und die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Koshofer.
„Die Gelegenheit, endlich mal persönlich mit Politikern sprechen zu können, wollte ich mir nicht entgehen lassen, begründete Peter W. seine Teilnahme und war auch „ein bisschen überrascht“, als die Einladung von der FDP kam.
Alle Gesprächteilnehmer waren sich einig: Sie wollen arbeiten, sie wollen Anerkennung und die Teilhabe an der Gesellschaft. „Mir fällt Zuhause die Decke auf den Kopf, ich will etwas Sinnvolles machen“, erklärt Heinz M. seine Bereitschaft, für einen Euro pro Stunde zu arbeiten.
„Denen, die wollen, müssen wir mehr Wege öffnen“, sagte Christian Lindner; denn auch die Unzufriedenheit mit der Betreuung durch die Arbeitsagentur wurde geäußert. Hartz IV sei ein Stigma, das sich zum Beispiel bei der Wohnungssuche bemerkbar macht, berichteten die Teilnehmer. „Hier kommt es auf die Kommunen an“, betont der junge Bundestagsabgeordnete aus Wermelskirchen, „wir brauchen kürzere Wege und umkomplizierte Lösungen in den Jobcentern vor Ort“.
„Die Möglichkeiten für einen Hinzuverdienst müssen attraktiver werden, um wirklich Anreize zu bieten“, ergänzt Annette Glamann und erhält Zustimmung von Lindner: „Zusatzarbeiten müssen sich lohnen, ansonsten wird der Schwarzarbeit Vorschub geleistet“.
Zum Abschluss der Gesprächsrunde bot Ingrid Koshofer den Teilnehmern ihre konkrete Hilfe und Unterstützung an: „Dafür soll Politik da sein, dass Menschen anderen Menschen helfen können“, so die stellvertretende Bürgermeisterin.
(*Name geändert)












