(openPR) Ulrich Riedel - Unter dem Titel „Me – We“ präsentiert Berlin Art Projects die erste Einzelausstellung des jungen Skulpturkünstlers (*1979, Berlin). Als Meisterschüler von Tony Cragg und Florian Slotawa hat der Newcomer 2009 sein Studium an der UdK Berlin erfolgreich abgeschlossen. Gezeigt werden sieben seiner neuesten skulpturalen Arbeiten aus Holz und Metall.
Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, den 07. Mai 2010, von 19 bis 21 Uhr, laden wir Sie herzlich ein!
Ulrich Riedel ist einer jener viel versprechenden Künstler, die – obwohl noch ganz am Anfang ihrer Karriere – bereits jetzt Großes erwarten lassen. Geboren 1979 in Berlin-Mitte, begann er früh, sich mit philosophischen und kunsthistorischen Themen auseinanderzusetzen, bevor er 2002 sein Studium der Bildenden Kunst an der UdK Berlin aufnahm. Zu seinen Professoren zählen Superstar-Künstler wie Tony Cragg oder Florian Slotawa, die ihn im Laufe seiner Entwicklung geprägt und gefördert haben.
Doch Ulrich Riedel hat längst seine eigene Bildhauer-Sprache gefunden. Sein künstlerischer Ansatz liegt in einer der Grundfesten unserer Zivilisation: Dem geschriebenen Wort. Diesen scheinbar unwiderruflichen Kommunikations-Konsens rückt der junge Künstler in völlig neue, skulpturale Dimensionen. So hat er ein eigenes Kunstalphabet entwickelt, in dem jeder Buchstabe unseres Schriftalphabets der Form eines Würfel-Teilstücks entspricht. Sätze wie „I have nothing to say“ oder „Deo Optimo Maximo“ übersetzt Riedel mithilfe seines Würfelalphabetes in präzise gearbeitete Formengebilde aus Holz und Metall – verschlüsselt und für Eingeweihte dennoch lesbar.
Auch andere quasi-heilige Symbole unserer Gesellschaft, etwa den allgegenwärtigen Apple-Computer der Kreativwelt, stellt Riedel in ein fremdes Licht. Ein nachgebautes Gehäuse des Kult-Apple „Mini Mac“ nutzt er beispielsweise als Projektionsfläche für „S M L XL“, die weltweite Bezeichnung für Konfektionsgrößen.
Ulrich Riedel gelingt es auf frappierende Weise, die nicht-hinterfragten Zeichen und Symbole unserer Zeit zu entcodieren, um sie damit auf eine neue mystische Ebene zu heben: die der zeitgenössischen Kunst. Riedels Wand- und Raumskulpturen überzeugen mit höchster formaler und inhaltlicher Ästhetik, die uns zum Forschen, Lesen und Nachdenken bringt – und in der wir uns gelegentlich verlieren. Ein faszinierendes Spiel aus Logik und Geheimnis, aus Formensprache und bildhauerischer Qualität, das manche Fragen beantwortet und viele neue in den Raum stellt.
Ulrich Riedel (*1979, Berlin)
2009 Abschluss als Meisterschüler bei Tony Cragg und Florian Slotawa an der UdK Berlin. Gruppenausstellungen u.a. “Uphigher”, Sydney College of Fine Arts (2006), „I like to move it“, Heidestraße 50, Berlin (2007), sowie „Domgold“, Berliner Dom (2009). Ulrich Riedel ist Träger verschiedener Stipendien und hat diverse Auslandssemester absolviert. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.













