(openPR) Berlin, 24. Mai 2008 - Diehl Projects freut sich, die Einzelausstellung " ruderal flor. " des jungen Dresdner Bildhauers und Zeichners Dirk Heerklotz anzukündigen. Es handelt sich um die erste Ausstellung des 1969 in Radebeul geborenen Künstlers in Berlin, der 2004 mit dem prestigeträchtigen Marion-Ermer-Preis geehrt wurde. Ab Juli 2008 wird eine Einzelausstellung von Dirk Heerklotz in der Städtischen Galerie Dresden zu sehen sein.
Im Zentrum der Ausstellung bei Diehl Projects stehen aktuelle Skulpturen und Zeichnungen, die sich gegenseitig ergänzen und Dirk Heerklotz’ komplexes Werkspektrum aufdecken. Die Arbeiten von Heerklotz, der 2004 als Meisterschüler von Eberhard Bosslet sein Studium beendete, changieren auf spielerische, fast unbekümmerte Weise zwischen Natur und Abstraktion. Die vorwiegend aus bemalten MDF-Platten geschaffenen Skulpturen der jüngsten Werkserie – auch die früheren Arbeiten waren aus „armen“ Materialien wie PU-Schaum, Styropor oder Silikon gemacht – werden von einem floralen, biomorphen Vokabular beherrscht, das sich sowohl aus der Realität speist, als auch aus einem autonomen Prozess im Atelier, den der Künstler folgendermaßen beschreibt: „Eine Arbeit ist das Ergebnis langen Suchens, wenn alle Dinge ihren Platz gefunden haben. Dann mit Glück, entsteht eine Schwingung, die unabhängig vom Drumherum erlebbar ist. Fertig ist eine Arbeit, wenn ich nichts mehr hinzufügen oder weglassen kann. Wenn sich ein Gleichgewicht eingestellt hat“ (Financial Times Deutschland, 22.02.2008, aufgezeichnet von Judith Borowski).
Ein entscheidender Aspekt von Heerklotz’ aktuellem Werk ist die Schaffung von mehrschichtigen Körpern, die die Transparenz und Leichtigkeit seiner Zeichnungen aufnehmen. Dabei ist man bei einigen Arbeiten an die Scherenschnitt von Matisse erinnert. Bei anderen ist der Bezug zur Architektur stärker. Die MDF-Platten sind zu turmartigen Formationen geschichtet, die sich von einer festen Basis aus entwickeln und in den Raum greifen. Grundsätzlich begreift Heerklotz sein plastisches Werk als farbiges Ereignis. Es ist eine abstrakte Synthese von Naturformen, die er in einem „visuellen Tagebuch“, wie der Künstler es selbst nennt, fotografisch dokumentiert. „Ich schaue, wie die Elemente miteinander sprechen – immer mit dem Blick aufs Ganze, das alle Widersprüche vereint, das geordnet und voller Lebendigkeit zu etwas Neuem und Autonomen geworden ist.“













