(openPR) Berlin, 12. April 2008 - Diehl Projects freut sich, die erste Einzelausstellung der jungen koreanischen Künstlerin Hye Rim Lee in Deutschland anzukündigen. Hauptwerk der Ausstellung ist die 3D-Animation „Crystal City, Spun“, deren Tonspur zusammen mit dem Klangkünstler Jed Town kreiert wurde. Zudem werden vier großformatige Drucke aus der Serie „Crystal City“ sowie neun Arbeiten aus der Serie „Candyland“ zu sehen sein.
Im Zentrum von Hye Rim Lees digitalen Kosmos, den sie seit mehr als einem halben Jahrzehnt in Kooperation mit professionellen animation artists aus der Filmbranche erschafft, steht die Figur TOKI, eine Art Avatar oder Alter Ego der Künstlerin. TOKI ist ein hochgradig stilisiertes Konstrukt zeitgenössischer Weiblichkeit, das sich sowohl aus asiatischen Traditionen, bspw. japanischen Mangas oder koreanischen Animamix, als auch aus westlichen Schönheitsidealen wie etwa den Playboy Bunnys von Hugh Hefner speist (toki bedeutet im Koreanischen „Kaninchen“). Doch TOKI ist eine sexuell selbstbewusste Figur, die unsere Obsession mit weiblicher Schönheit und körperlicher Perfektion gleichzeitig parodiert und herausfordert. Hye Rim Lee beschwört den Cyperspace als Raum makelloser und völlig immaterieller Schönheit, in dem der Warencharakter des Körpers als Gegenstand der Konsumindustrie und der plastischen Chirurgie genauso aufscheint wie die von Erotik und uralter Mythologie durchzogene Fantasiewelt fernöstlicher Computerspiele.
Während TOKI in den letzten Jahren ausschließlich alleine auftrat, so etwa in der Arbeit „Candyland“ von 2006, in denen verschiedene Körperteile der Heroine vergrößert und einzeln gerahmt wurden, hat ihr Hye Rim Lee in der aktuellen Serie „Crystal City“ einen Gefährten zur Seite gestellt. Zusammen mit dem Drachen YONG wandert TOKI durch eine künstliche Landschaft aus riesigen Dildos und anderem Sexspielzeug. Ähnlich Alice in Wonderland ist „Crystal City“ eine humorvolle und spielerische Reise, die die Welt kindlicher Einbildungskraft evoziert aber auch auf die dunkle Seite der Fantasie, die Welt der Triebe und der Abhängigkeiten, weist.
Hye Rim Lee wurde in Seoul, Korea geboren. Sie wanderte 1993 nach Neuseeland aus, wo sie an der angesehenen Elam School of Fine Arts der Auckland University studierte. Seit einem Jahr lebt sie in New York. Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgestellt in Asien, Neuseeland und Amerika. Bis zum 12. April ist eine Einzelausstellung in der Max Lang Gallery in Chelsea, New York, zu sehen. Lee hat verschiedene Preise gewonnen und 2005 war sie artist in residence im Ssamzie Space Studio Program in Seoul und 2007 im International Studio and Curatorial Program in New York.
Mehr Informationen zur Künstlerin unter www.hyerimlee.co












