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Mit der sozialen Marktwirtschaft aus der Krise

(openPR) Rückbesinnung auf die Grundprinzipien der Freiheit des Marktes, der Rahmenordnung und des sozialen Ausgleichs sowie der Eigenverantwortung lautet das Rezept – funktionierender Wettbewerb bildet dabei eine tragende Säule

Innsbruck/Berlin/Köln, 19. Februar 2010 (FIW) – Das Rezept für den richtigen Weg aus der Finanz- und Wirtschaftskrise sei nicht die Verteufelung der sozialen Marktwirtschaft, sondern die Rückbesinnung auf die drei Grundprinzipien der Freiheit des Marktes, der Rahmenordnung und des sozialen Ausgleichs sowie der Eigenverantwortung. Im Ringen um die richtige Balance zwischen unternehmerischer Freiheit und staatlichem Handeln gelte es, unter Wahrung dieser drei Grundprinzipien mit Augenmaß vorzugehen. Funktionierender Wettbewerb spiele dabei eine tragende Rolle. Dieses Fazit zogen heute Margret Suckale, Vorstandsvorsitzende des Forschungsinstituts für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW), Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, und Theodor Thanner, Generaldirektor der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde (BWB).



„Die Finanz- und Wirtschaftskrise gilt zu Unrecht als ein Indiz für ein Versagen der Marktwirtschaft. Ursachen waren, ganz im Gegenteil, zahlreiche Verstöße gegen marktwirtschaftliche Prinzipien: von überzogenen Renditeerwartungen im Bankensektor über falsch gesetzte Anreize bis zur mangelnden Risikokontrolle. Diese haben die Krise überhaupt erst in diesem Ausmaß möglich gemacht“, betonte die FIW-Vorsitzende Margret Suckale. So sehr rasches und umfassendes Handeln des Staates zur Bewältigung der globalen Krise notwendig gewesen sei, so wenig dürfe der Ordnungsrahmen der sozialen Marktwirtschaft als maßgebliches Leitbild unserer Wirtschaftsordnung aus dem Blick geraten, so Suckale weiter. Deshalb gelte es jetzt, schnellstmöglich zur gewollten und bewährten Aufgabenverteilung zwischen Staat und Markt zurückzukehren.

„Ohne offene Märkte kann sich kein Wettbewerb entfalten. Die beste Kontrolle von Marktmacht ist aber der Wettbewerb selbst. Deshalb benötigen wir einen freien, von einem starken Staat gegen Machtkonzentrationen geschützten Wettbewerb“, erklärte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt. „Zudem wohnt fairem, freiem und transparentem Wettbewerb bereits eine soziale Dimension inne. Er belohnt unternehmerisches Engagement, innovatives Geschick und eröffnet Chancen“, ergänzte BWB-Generaldirektor Theodor Thanner.
Margret Suckale forderte, aus der Krise die richtigen Lehren zu ziehen:

„Wir brauchen ein krisenfesteres Weltfinanzsystem, das Kasino darf nicht wieder öffnen. Es besteht die Gefahr, dass am Ende wieder die Realwirtschaft zum Leidtragenden wird“, führte die FIW-Vorsitzende aus. Die Banken müssten zu ihrer Verantwortung für die Volkswirtschaft stehen und die Politik immer auch die Rückwirkungen ihres Tuns auf die Realwirtschaft im Auge behalten. „Freiheit und Verantwortung ist ein zentrales Begriffspaar der sozialen Marktwirtschaft. Wer für die eigenen Verluste haften muss, kalkuliert vorsichtiger“, rief Margret Suckale das Prinzip der Eigenverantwortung in Erinnerung.

Das Forschungsinstitut für Wirtschaftsverfassung und Wettbewerb (FIW) ist das zentrale Forum für wettbewerbspolitische Fragen und widmet sich seit seiner Gründung im Jahre 1960 der Förderung von Wissenschaft und Forschung auf den Gebieten der Wirtschaftsverfassung, der Wettbewerbsordnung und des Kartellrechts. Das FIW gilt auf seinem Gebiet weit über Deutschland hinaus als eine der maßgebenden Institutionen. Zu diesem Renommee tragen nicht zuletzt die institutseigene Publikationsreihe und hochkarätig besetzte Fachveranstaltungen bei - darunter das Innsbrucker Symposion. Die 43. Auflage dieser FIW-Veranstaltung findet vom 18. bis 19. Februar 2010 in den Innsbrucker Raiffeisensälen statt und rückt das Thema „Wettbewerb in der Finanzmarktkrise – Lehren für die Zukunft“ in den Fokus.

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