(openPR) CEMIT veranstaltet Mitarbeiter-Treffen des Krebsforschungszentrums
(Innsbruck 20.11.09) ONCOTYROL Center for Personalized Cancer Medicine hat sich Anfang der Woche einem hochrangig besetzten internationalen Wissenschaftlergremium vorgestellt, dem International Scientific Strategy Board. Im Rahmen einer von der CEMIT Center of Excellence in Medicine and IT organisierten Veranstaltung kamen rund 80 ONCOTYROL-Mitarbeiter und -Partner im Tagungszentrum Obergurgl zusammen. Während des zweitätigen Treffens wurden die bisher im Rahmen von ONCOTYROL erzielten Ergebnisse der 27 Forschungsprojekte in Vorträgen und Postern präsentiert und engagiert diskutiert. Anlässlich der Tagung ist auch eine ONCOTYROL Broschüre erschienen, die das bisher Erreichte detailliert zusammenfasst. Sie ist unter www.oncotyrol.at im Downloadbereich verfügbar. Das Gutachtergremium verschaffte sich einen Überblick über die bisherige Forschungsleistung und erarbeitet nun Vorschläge und Empfehlungen für die weitere Arbeit.
Prof. Michail Sitkovsky aus Boston, USA, Sprecher des Gremiums, zeigte sich begeistert von den bisher in ONCOTYROL erzielten Erfolgen und bescheinigte dem Zentrum ein großes Potenzial für die Zukunft. ONCOTYROL sei von einer einzigartigen Synergie zwischen industrieller und akademischer Forschung gekennzeichnet, befand Sitkovsky. Das Ziel der personalisierten Krebsforschung müsse sein, neue effektive Therapien zu entwickeln. Es sei daher wichtig, dass die akademische Forschung über die Entdeckung von Zielmolekülen hinaus voranschreite, hin zur Entwicklung von Wirkstoffkomponenten. Die translationale Forschung, wie sie auch in ONCOTYROL praktiziert werde, sei daher von immenser Bedeutung.
Prof. Lukas Huber, wissenschaftlicher Sprecher des Zentrums, appellierte an die jungen Wissenschaftler, die große Chance zu nutzen, die ihnen die Mitarbeit in ONCOTYROL böte. Diese, im akademischen Umfeld einmalige, Gelegenheit bestehe darin, Labor-Forschung tatsächlich in die Anwendung, an den Patienten heranzubringen. ONCOTYROL bietet der wissenschaftlichen Gemeinschaft einen Rahmen, um Partnerschaften mit der Industrie einzugehen und mache es dadurch möglich, greifbaren Fortschritt zu erzielen.
Philipp Unterholzner, Geschäftsführer von ONCOTYROL, verwies auf den größten Erfolg, den ONCOTYROL in den zurückliegenden Monaten erzielt habe, und der auf dem Meeting in Obergurgl besonders deutlich spürbar gewesen sei: das Gemeinschaftsgefühl, das die Mitarbeiter aus vielen Ländern, von verschiedenen Firmen, Fachrichtungen und Forschungseinrichtungen vereine und der Enthusiasmus, der sie beflügelt.
Vor allem aber profitierten die jungen Wissenschaftler von dem Treffen. Sie nutzten die Gelegenheit zum Kennenlernen und Austauschen und genossen die winterliche Atmosphäre im Ötztal. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die besten drei wissenschaftlichen Poster prämiert.
Der erste Preis ging an Mag. Marion Enthammer vom Institut für Pharmazie der Leopold-Franzens Universität. Thema: „Hemmung der RAF/BAG-1 Interaktion zum Kampf gegen das Tumorwachstum“. Den zweiten Preis erzielte ao. Univ.Prof. Dr. Martin Thurnher von der Univ. Klinik für Urologie der Medizinischen Universität Innsbruck für sein Poster zur Cell Therapy Unit in ONCOTYROL. Der dritte Platz wurde an Dr. Petra Massoner vergeben, ebenfalls von der Klinik für Urologie, für das Poster zum Thema: „Prostatakrebs: ist es mit neuen Markern möglich, den Krankheitsverlauf besser vorherzusagen?“
Hintergrund International Scientific Strategy Board ( ISSB), Prof. Michail Sitkovsky:
Mitglieder des ISSB sind: Prof. Horst Domdey, BioM Biotech Cluster Development GmbH, München; Prof. Nancy Hynes, Friedrich Miescher Institute, Basel; Prof. Manuela Baccarini, Max F. Perutz Laboratories, Wien; Prof. Michail Sitkovsky, Boston; Prof. Maria Sibilia, Medizinische Universiät Wien; Prof. Christof von Kalle, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg.
Prof. Sitkovsky ist Sprecher des ISSB. Er ist ein renommierter Wissenschaftler am New England Inflammation and Tissue Protection Institute der Northeastern University, Boston, Massachussetts. Er widmet seine Forschungstätigkeit unter anderem der Frage, wie Tumore der natürlichen Immunabwehr entgehen. Besondere Aufmerksamkeit erregte er in letzter Zeit mit der Hypothese, dass Koffein über seinen Einfluss auf den Adenosinrezeptor helfen könnte






