(openPR) Der Ölpreis kompensiert zu Wochenbeginn einen grossen Teil seines markanten Preis-Einbruches von Freitagnachmittag wegen schlechter US-Arbeitsmarkt-Daten wieder und schiesst rasant auf USD 78 hinauf. Der Dollar verliert dafür gleichzeitig wieder an Wert und notiert heute unter CHF 1.01. Insgesamt resultiert daraus ein Heizölpreis in der Schweiz, der zu den teureren der letzten Monate, aber zu den moderatesten der letzten Jahre zählt. Deshalb und auch wegen der ab 1. Januar verdreifachten CO2-Abgabe, welche Heizöl über Nacht um rund CHF 7.— pro 100 Liter verteuern wird, darf man heute ohne grosses Risiko zu einer Füllung des Heizöl-Tankes raten. Die Ölpreis-Bildung wird seit Monaten vom reichlich vorhandene spekulativen Spielgeld stärker beeinflusst als von den ‚realen’ Preisbildungsfaktoren von Angebot und Nachfrage. Tiefe Leitzinsen und grosse Kredite der Notenbanken an die Finanzwelt führen bei der Rohwarenspekulation seit anfangs Jahr zu einem Turbo-Start. Gleichzeitig flüchten Anleger aus dem Dollar in besser verzinste oder sicherere Anlagen wie etwa Rohwaren. Was u.a. die Ölpreis-Bildung vollends verzerrt. Aufgrund von Angebot (seit 15 Jahren nicht so problemlos wie jetzt) und Nachfrage (schwach wie seit 2004 nicht mehr), ist der aktuelle Ölpreis zu hoch. Dass er dorthin korrigiert, wo er hingehört, ist dennoch unwahrscheinlich – die eingesetzten spekulativen Mittel haben zu grosse Hebelwirkung. Kurzfristig spielt in diesen Tagen auch noch Hurrican ‚Ida’ eine Rolle. Sie zieht über den Golf von Mexiko Richtung USA und führt vorerst zur Schliessung verschiedener Förderanlagen. Was eine wunderbare Steilvorlage für höhere Ölpreise an den Rohwarenbörsen ist.











