(openPR) Ölpreis und Dollarkurs zeigen gestern ein wildes Rodeo. Einziger Unterschied: gegenteilige Entwicklung. Während der Dollar in den Keller fällt und heute unter CHF 1.03 zu haben ist, klettert der Ölpreis sozusagen zuverlässig wie durch ein Verfassungsrecht abgesichert in den Estrich und startet in London heute mit USD 68 in den Handelstag. Als Ursachen für den Ölpreis-Anstieg wird der Ausfall dreier US-Raffinerien genannt. Als ob die bei der aktuellen Versorgungslage eine Rolle spielten. Auch die Entwicklung irgend eines (bedeutungslosen) Einkaufsmanager-Indexes für den US-Dienstleistungs-Sektor spielt angesichts von 10% Arbeitslosigkeit, von Vorratslagern, die seit Jahrzehnten nicht so hoch waren, von mehr als 5 Mio. Fass täglicher Förderreserven und einer Weltwirtschaft im Kriechgang doch nicht wirklich eine Rolle. Vielmehr wird doch einfach im grossen Stil gewettet. Und es ist so zuverlässig wie die Vorhersage der nächsten Roulettezahl im Casino, den Ölpreis von morgen zu prognostizieren. Sicher ist, dass er trotz wilder Kapriolen auf einem der moderatesten Niveaus der vergangenen Jahre steht. Sicher ist auch, dass Heizöl in der Schweiz ab 1. Januar schlagartig CHF 7.— teurer wird. Weil die Behörden die CO2-Abgabe erhöhen. Sicher ist auch, dass auf dem Rhein kaum mehr Schiffe fahren können, weil der Wasserstand der trockenen Witterung wegen sehr niedrig ist. Es gilt also, in den nächsten Wochen den richtigen Moment für einen ergänzenden Heizöl-Kauf zu erwischen. Wenn die Spekulation Pause macht. Wenn der Rhein etwas voller ist. Und bevor das Departement Leuenberger in Ihren Geldbeutel greift.











