(openPR) 78 Prozent der Deutschen halten Wahlkampfstil von Merkel teilweise für profillos und konfliktscheu.
Im aktuellen Streit um die Wahlkampfstrategie der CDU und Bundeskanzlerin Merkel beziehen die Bundesbürger eine recht eindeutige Position: Drei Viertel (78%) halten den Vorwurf, Angela Merkel zeige im Wahlkampf kein prägnantes Profil und gehe dem Konflikt mit dem politischen Gegner aus dem Wege, zumindest teilweise für gerechtfertigt. Ein Drittel (33%) stimmt dieser Kritik uneingeschränkt zu, nur etwa jeder Neunte (11%) weist den auch innerhalb der CDU erhobenen Vorwurf gänzlich zurück. Die restlichen 10 Prozent trauen sich in dieser Streitfrage kein Urteil zu.
Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. 800 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden repräsentativ im YouGov Panel Deutschland befragt.
Zwischen Männern (80%) und Frauen (77%) bestehen hinsichtlich des Eindrucks, Merkel verzichte im Wahlkampf bisher zu sehr auf klare Aussagen nur sehr geringfügige Unterschiede.
Und auch nicht nur die politischen Gegner oder die Medien kritisieren den „Watte-Wahlkampf“: Auch der CDU/CSU nahe stehende Bürger würden zu zwei Dritteln (66%) von Merkel und ihrer Partei lieber eine zumindest etwas schärfere Gangart und Profilierung sehen wollen; bei den FDP-Anhängern sind es mehr als drei Viertel (78%). Freilich halten die CDU/CSU-Anhänger die Schärfe des Vorwurfs der „politischen Leisetreterei“ oder „Inhaltsleere“ von Merkels Wahlkampf für überzogen.
Erst kürzlich hatte die CDU-Chefin nach den verlustreichen Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland Forderungen nach einem härteren Kurs zurückgewiesen. Auch von innerparteilichen Kritikern war ihr ein „profilloser Wahlkampf“ vorgeworfen worden. Die CDU habe auch so alle Möglichkeiten zu gewinnen, so Merkel. Man wird am Ende sehen. In jedem Fall bleibt die Bundestagswahl spannend.








