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Stress - Mit Gegenfeuern den Waldbrand löschen

10.06.200917:45 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Stress - Mit Gegenfeuern den Waldbrand löschen
Doris Kirch, Leiterin des DFME
Doris Kirch, Leiterin des DFME

(openPR) Er wird beschrieben als die neue Seuche des 21. Jahrhunderts: Stress. Jeder von uns führt dieses Wort fast täglich im Munde. Dennoch haben die meisten nur eine unklare Vorstellung davon, was Stress eigentlich ist, wodurch er verursacht wird und wie man ihm wirkungsvoll begegnen kann. Eins ist klar: Wir können lernen, mit Stress umzugehen
Stress haben wir, wenn wir uns einer Herausforderung gegenübersehen, von der wir glauben, dass wir sie nicht bewältigen und nicht beeinflussen können. Das Gefühl dabei ist eine Mischung aus Ohnmacht, Hilflosigkeit und Wut. Wie hoch das Maß des Stresses ist, den wir empfinden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen davon, wie stark wir die Bedrohung empfinden und zum anderen, wie lange sie anhält. Außerdem weisen Menschen unterschiedliche Erregungsniveaus auf. Es hängt also auch vom Naturell einer Person ab, wie schnell sie etwas als bedrohlich empfindet und über wie viel Potenzial sie verfügt, um mit Herausforderungen adäquat umzugehen.
Diese wissenschaftlichen Ansätze haben ihre Berechtigung - andererseits vermitteln sie aber schnell den Eindruck, dass Stress nur etwas subjektiv Empfundenes ist. Bis zu einem gewissen Grad trifft das auch zu. Stress hat jedoch auch eine objektive Komponente, die mit dem Zustand unserer Gesellschaft und unseres modernen Lebens zu tun hat. Es stimmt schon erstaunlich, wenn ältere Menschen sagen, dass sie früher zwar viel härter und länger arbeiten mussten als heute, dass sie aber dennoch keinen Stress gekannt hätten. Wer damals sagte, dass er Stress habe, galt entweder als Wichtigtuer, als jemand, der seine Dinge nicht organisieren konnte, oder als einer, der sich notorisch mehr auflud, als er tragen konnte. Das hat sich inzwischen deutlich verändert, denn unser Leben hat sich sehr verändert. Es ist um ein Vielfaches schneller und komplexer geworden. Sprach man früher im Management von mittelfristig, dann waren damit drei bis fünf Jahre gemeint. Heute meint dieser Begriff drei bis fünf Monate. Stress scheint also eine Begleiterscheinung des Zeitgeschehens zu sein.
Wir fühlen uns gestresst, weil wir für die Benutzung fast jedes elektrischen Gerätes und jedes Automaten inzwischen nahezu eine Doktorarbeit brauchen. Im Dauerbeschuss der bunten Werbewunderwelt der Medien werden wir von morgens bis abends mit Informationen überschüttet, die unser Hirn überlasten, weil es Massen von Daten und Fakten sind, die wir verarbeiten müssen. Wir können sie nicht ungeprüft übernehmen, weil wir wissen, dass man uns zwar selten direkt anlügt, die uns jedoch so lange geschickt manipulieren und suggerieren, bis wir glauben und sehen, was wir glauben und sehen wollen, und nicht, was den Tatsachen entspricht. Die dauernde Reizüberflutung und Überforderung parallel zu spürbar zunehmender Behördenrestriktion, immer größer werdender Arbeitslosigkeit und explodierenden Lebenshaltungskosten vermitteln vielen Menschen das verzweifelte Gefühl, den täglichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können. Als Reaktion darauf stellen tragischerweise die meisten von ihnen nicht das System, sondern sich selbst in Frage. Wir haben es also in unserem Leben nicht mit einmaligen Situationen zu tun, die in uns Stress erzeugen, sondern es ist bereits der ganz "normale" Alltag, der uns nachts nicht schlafen lässt, Bluthochdruck und Magengeschwüre erzeugt. Diesem Alltag, der uns dazu treibt, selbst bedeutungslose Ereignisse als bedrohlich zu empfinden und überzogen auf sie zu reagieren, können wir nicht ausweichen. Und darauf, dass sich im Außen etwas zum Positiven verändert, können wir warten bis Pflaumenpfingsten. Das ist die schlechte Nachricht.
Und nun kommt die gute: Wir können lernen, damit umzugehen. Wir können lernen, bestimmte Stressauslöser zu vermeiden, wir können lernen, auch angesichts schwieriger Lebensumstände ein Höchstmaß an Lebensqualität zu entwickeln. Wenn das so einfach wäre, wie man uns vielerorten vorgaukelt, dann würden die medizinischen Statistiken über stressbedingte Erkrankungen nicht weiter in schwindelnde Höhen steigen. Es gibt unzählbare Angebote für Entspannungskurse, haufenweise Websites, die uns versprechen, dass ihre Ausführungen uns innerhalb von wenigen Minuten die Fähigkeit vermitteln, unseren Stress künftig jederzeit und überall innerhalb von 2 Sekunden von 100 auf 0 senken zu können, und in den Buchhandlungen verkünden meterweise Lebensratgeber, wie wir schnell und ohne Aufwand unseren Stress in den Griff kriegen. Solche Versprechen vom mühelosen Erfolg treiben Gestresste jedoch häufig noch tiefer in den Stress. Denn die halbherzigen Versuche münden in der Regel in Misserfolgen, mit der Konsequenz noch größerer Unzulänglichkeitsgefühle und Mutlosigkeit bei den Betroffenen.
Um Stress wirkungsvoll zu begegnen, braucht es eines, das vor allem Stressgeplagte meinen, nicht zu haben: Zeit. In diesem Fall ist es hilfreich, die zunächst zusätzlich aufzuwendende Zeit als Gegenfeuer zu betrachten, mit dem ein ganzer Waldbrand gelöscht werden kann. Stress ist ein "multifaktorielles Geschehen", sagen die Wissenschaftlicher - demzufolge muss eine effektive Stressbewältigung es ebenfalls sein. Und in der Tat besteht eine erfolgreiche Stressbewältigung auf einem Mix von Strategien, veränderten Sicht- und Handlungsweisen und passenden Methoden. Und es gibt vier Hauptbereiche unseres menschlichen Seins, in denen sie zum Tragen kommen:
Körper
Um den Körper zu stärken, sollten Sie Entspannungsmethoden praktizieren (z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga, Qigong), sich regelmäßig sportlich Betätigungen (z.B. Schwimmen, Joggen); sich gesund ernähren.
Psyche
Eine Psychotherapie kann dazu dienen, mehr Klarheit über sich selbst zu erlangen, was ein höheres Maß an Selbstbestimmung ins Leben bringt.
Da viel Stress durch die Art und Weise entsteht, wie wir miteinander reden, kann es hilfreich sein, sich zum Beispiel mit Gewaltfreier Kommunikation nach Rosenberg zu beschäftigen und sie zu erlernen. Wichtig ist auch die Auseinandersetzung mit den elementaren Themen des Lebens wie Tod, Sexualität und Sinn. Das Erlernen einer Achtsamkeitspraxis unterstützt eine effektive Stressbewältigung.
Seele
Meditation, Gebet, lange Spaziergänge in der Natur, klassische Musik und gute Literatur lassen die Seele aufatmen. Sie sollten öfter gepflegt werden.
Bonding
In medizinischen Untersuchungen wurde die immense Bedeutung unserer sozialen Kontakte bewiesen und auch die Tatsache, dass anderen zu helfen eigenen Stress reduziert. Suchen Sie also öfter die Nähe von Freunden und Familie und sind Sie - wann immer möglich - für andere da.
Eine wirkungsvolle Stressbewältigung sollte systematisch angegangen werden. Unter Anleitung erfahrener Fachkräfte reichen meistens acht Wochen aus, um spürbare Erleichterungen wahrzunehmen und die neuen Strategien so ins Leben integriert zu haben, dass sie als etwas Selbstverständliches, Angenehmes und nicht mehr als etwas Fremdes empfunden werden.

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