(openPR) Die Ausstellungs-Eröffnung findet am Freitag, 21. Juni 2019, 20 Uhr, im Sunderweg 1, 44147 Dortmund statt.
Die Ausstellung zeigt die fotografische Auseinandersetzung der Künstler mit den Fragen: Wie begegnen wir der Welt? Was verbindet uns mit unseren Mitmenschen? Wie setzen wir uns mit ihnen auseinander?
Die jungen Dokumentarfotografen des DOCKS Collective haben sich ihren Themen über lange Zeiträume genähert und diese interpretiert. In ihrer Ausstellung „encounters“ zeigen sie persönliche Narrative, die gesellschaftliche und ökologische Zustände sowie Entwicklungen dokumentieren. Für ihre Langzeitprojekte verbrachten sie Zeit am Rande der Gesellschaft, reisten in vom Klimawandel bedrohte Lebensräume und widmeten sich den Traditionen der Provinz. Mit ihren fotografischen Essays rücken sie den Menschen in den Mittelpunkt und fragen, wie er, geprägt durch seine Umgebung und Geschichte, im aktuellen Zeitgeschehen lebt, denkt und fühlt.
DOCKS wurde im Mai 2018 in Dortmund gegründet. Das Kollektiv steht für vielfältige und zeitgenössische Ansätze der Dokumentarfotografie, basierend auf humanistischen Werten.
Im Künstlerhaus zeigen die Fotografen ihre aktuellen Langzeitprojekte.
Eine Umweltkatastrophe im Iran, Lake Urmia, dient Maximilian Mann zur Kritik am Umgang mit den Ressourcen menschlichen Lebens und Überlebens. Der Urmia-
See, der zweitgrößte Salzsee Weltweit, zehnmal größer als der Bodensee,
schrumpfte innerhalb der letzten Jahre um 80 Prozent. Verantwortlich dafür sind
der Klimawandel und der enorme Wasserverbrauch der Landwirtschaft.
Stürbe der Urmia-See, müssten fünf Millionen Menschen die Gegend verlassen,
warnen Wissenschaftler*innen. Schon heute sterben die Dörfer um den See
aus. Wo vor gerade einmal zehn Jahren die Wellen gegen die Mauern der Dörfer
schwappten, blickt man heute auf eine schier endlose Wüste. Die meisten Menschen
sind schon in die nächste Großstadt geflüchtet. Die wenigen, die bleiben,
kämpfen mit den schwerwiegenden Folgen. Und von Jahr zu Jahr wird es schlimmer,
erzählen die Menschen vor Ort ...
Arne Piepke begleitet in "Glaube, Sitte, Heimat" Schützenvereine durch ihren Festzyklus und schafft ein faszinierendes Portrait deutscher Tradition.
In einem kleinen Dorf aufzuwachsen und von Kindheit an das lokale Schützenfest
zu besuchen, hat Arne dazu gebracht, seine persönlichen Erfahrungen mit dieser Tradition zu überdenken. Über die letzten 4 Jahre hat er 31 Schützenfeste im Sauerland besucht und dokumentiert, um die zeitgenössische Ausübung, die verschiedenen Rollen und die Theater ähnliche Ausführung dieser Tradition zu hinterfragen. Diese persönlichen Erfahrungen bringt er in einem Buch zusammen, stellt sie gegenüber und bietet auf verschiedenen Textebenen einen neuen Kontext, um eine alternative Auseinandersetzung mit dieser Tradition zu ermöglichen
Ingmar Björn Nolting schaut mitten in Deutschland "Hinter Fassaden" eines Hochhauses, wo sich Armut, Einsamkeit und Ausgrenzung verbergen. Die Apartments des 1970er-Jahre-Wohnblocks am Rande der Göttinger Innenstadt galten damals als gute Adresse und beheimateten Anwälte, Mitarbeitende der Universität und junge Familien. Der einstmals mit Schwimmbad, Sauna und Einkaufszentrum ausgestattete Betonblock ist heute sichtlich in die Jahre gekommen und gilt bei vielen als „Bausünde“ und „sozialer Brennpunkt“. Aus den angesehenen Apartments der Besserverdienenden wurde im Laufe der Jahre das Zuhause des gesellschaftlichen Randes ...
Fabian Ritter zeigt mit "horizone de calorden" größten Waldbrand Europas des letzten Jahres und nähert sich in abstrakter und dokumentarischer Fotografie den Menschen in einem zerstörten Lebensraum.
"Das Inferno sollte noch 10 Tage dauern, als im Wald von Perna de Negra, Monchique
die ersten Flammen schlugen. Die Lufttemperatur kletterte Tage zuvor auf 45 Grad. 27.000 Hektar Wald- und Naturfläche gingen im Feuer auf und mit ihnen die Lebensgrundlage und Heimat der betroffenen Bevölkerung. Nur durch Glück und den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften gab es keine Todesfälle. 50 Wohnhäuser wurden komplett zerstört, der Waldbrand gilt als der größte Europas im Jahr 2018."
DOCKS Collective:
Maximilian Mann
Ingmar Björn Nolting
Arne Piepke
Fabian Ritter
https://dockscollective.com













