(openPR) Christliche AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie ist gegen ein „Europa der Kommissare“. Die im Januar 2008 in Berlin gegründete Partei hielt in der Siegener Bismarckhalle eine Wahlveranstaltung ab und informierte über das mit der EU-weit auftretenden Libertas-Partei des irischen EU-Kritikers Declan Ganley geschlossene Wahlbündnis.
Siegen:
„Der Zusammenschluss von einstmals verfeindeten Völkern und Nationen in der Europäischen Union ist eine Errungenschaft, die nicht hoch genug bewertet werden kann“, drückt der Spitzenkandidat der AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland, Dieter Burr aus Weissach bei Leonberg, seine Grundhaltung zur EU aus.
Leider müsse Burr aber auch feststellen, dass das europäische Ideal von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und dem friedlichen Zusammenleben dieser einstmals verfeindeten Völker und Nationen mehr und mehr getrübt wird durch Vorschriften, Verordnungen, Kontrollen un Überwachungen in nahezu allen Lebensbereichen. Als selbständiger Steuerberater und vereidigter Buchprüfer sei ihm dies auch aus seinem Berufsalltag nur allzu vertraut. Statt zu einem „Europa der Bürger“ sei es mittlerweile zu einem „Europa der Kommissare“ geworden, deren Aufgaben unklar sind und nicht ausreichend verstanden werden. Die Entwicklung der EU konzentriere sich einseitig auf den Aufbau einer Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft.
Dringend erforderlich sei die Weiterentwicklung zu einer Wertegemeinschaft. AUF wolle deshalb Europa weiter auf der fortschrittlichen, sozialen und erfolgreichen christlichen Ethik aufbauen, welche die Wurzel der europäischen Kultur und der Strukturen des modernen Sozialwesens sei.
Viele Menschen in Europa erwarteten mehr Möglichkeiten zur demokratischen Mitgestaltung an einer politischen Zukunft, die für mehr persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und echtes Gemeinwesen stehe, anstatt für mehr Staat, mehr Reglementierungen und immer weniger Bürgerrechte.
AUF will ein Europa der Nationen. Europa werde nur als Gemeinschaft von souveränen und demokratischen Nationen Bestand haben, die auf Basis von rechtsstaatlichen Prinzipien, konsequenter Meinungsfreiheit und kultureller Vielfalt geführt werden. Es könne nicht angehen, dass in Europa alleine die Iren über den in die Souveränität eines jeden Mitgliedsstaates eingreifenden Vertrag von Lissabon abstimmen dürfen. AUF fordert dazu eine Volksabstimmung auch in Deutschland und hat sich zu diesem Zwecke mit der europaweit antretenden Libertas-Partei des Iren Declan Ganley vebündet. Ganleys Bewegung hat in Irland entscheidend zur Ablehnung des Vertrags von Lissabon beigetragen. Die Libertas-Partei, die in Deutschland nicht selbst zur Europawahl antritt, empfiehlt ihren Anhängern die Wahl der AUF-Partei. Diese wird im Falle eines erfolgreichen Einzugs in das Europaparlament der Libertas-Fraktion beitreten.
Im Rahmen der Veranstaltung stellten sich auch die drei aus Nordrhein-Westfalen kommenden Kandidaten für die Europawahl vor, unter ihnen der Siegener Rechtsanwalt Jürgen Schulz-Lützenbürger: „AUF sagt JA zu Europa, aber NEIN zum Vertrag von Lissabon in seiner bisherigen Form. Es muss wieder ein Europa der Menschen sein, in dem, wo irgend es möglich ist, die Entscheidungen dezentral vor Ort und nah am Bürger getroffen werden“.
In Nordrhein-Westfalen tritt die AUF-Partei zur Europawahl auf dem Stimmzettel unter der Listennummer 19 an.












