(openPR) Burg - Am 23.04.2009 beteiligte sich das Logistikbataillon 171 aus Burg am bundesweiten Zukunftstag. Diese Gelegenheit wurde von 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern genutzt. Schon um halb neun sammelten sich die ersten Gäste vor dem Kasernentor in der Thomas-Müntzer-Straße 5b in Burg. Keiner wollte die Gelegenheit verpassen, den Arbeitgeber Bundeswehr live zu erleben. Das Interesse am Alltag einer Soldatin oder eines Soldaten war so groß, dass auch längere Anfahrtswege in Kauf genommen wurden. So reisten Schülerinnen und Schüler aus Burg, Magdeburg, Wolmirstedt, Oschersleben, Letzlingen und Helmstedt für den Zukunftstag nach Burg.
Um kurz vor neun war es soweit. Die Schülerinnen und Schüler wurden vom Wehrdienstberatungsoffizier aus Magdeburg, Leutnant Karsten Kleine (38), begrüßt und zur ersten Station des Tages geleitet. Hier stellte Leutnant Kleine im Unterrichtsraum der 3. Kompanie in einem Vortrag die Laufbahnen und die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr vor. Großes Interesse der Zuhörer lag auf den Möglichkeiten einer Berufsausbildung oder eines Studiums bei der Bundeswehr. Aber auch auf die Herausforderungen des Soldatenalltags wurde eingegangen. So kam auch das Thema Mobilität, körperliche Fitness und die erwartete Bereitschaft zur Teilnahme an den Auslandseinsätzen zur Sprache.
Doch nicht nur Theorie stand auf dem Programm. Nach dem Vortrag konnten sich die Gäste an den bereitgestellten Getränken und Snacks stärken, bevor es dann endlich die Bundeswehr zum Anfassen gab. Im Technischen Bereich warteten die Soldaten der 5. Kompanie mit ihren Fahrzeugen auf die Besucher. Neben dem Geländewagen Wolf, einem Tanklaster, einem Sattelschlepper mit Containeranhänger, konnte auch ein Schwerlasttransporter vom Typ Elefant nicht nur von außen bestaunt werden. Alle Türen waren geöffnet. Die Besatzungen der Fahrzeuge standen bereit und beantworteten alle Fragen fachmännisch. So waren die Mädchen und Jungen schnell in den Fahrzeugen verschwunden und nutzten die Gelegenheit. Neben der Betätigung der Hupen und der Scheibenwischer, durften auch die Motoren unter Anleitung der Soldaten gestartet werden. Die Begeisterung von der vorhandenen Technik war groß.
Nach über einer Stunde verabschiedeten sich die Gäste bei den Soldaten der 5. Kompanie. Jetzt ging es zum Essen fassen in die Truppenküche. Hier wurde bestens für die Verpflegung der Gäste gesorgt. Neben Vor- und Nachspeise konnten die Schülerinnen und Schüler noch eines der drei Hauptmenüs wählen, um sich ausreichend zu stärken. Zur Erfrischung konnten sich die Jungendlichen an einer Zapfstation aus einer Vielzahl von Getränken für jeden Geschmack das Richtige aussuchen.
Frisch gestärkt ging es danach wieder zum Gebäude der 3. Kompanie. Hier hatten die Soldaten in der Zwischenzeit den Unterrichtsraum zu einem Ausstellungsraum umgestaltet. In Form eines Statik-Display stellten die Soldaten hier die Handwaffen der Logistiktruppe vor.
Nach über einer Stunde ging es zurück in den Technischen Bereich. Das letzte Highlight des Tages wartete auf die Schülerinnen und Schüler. Die 6. Kompanie hatte den Auftrag ihr Arbeitsgerät vorzustellen. Die Überraschung der Jungen und Mädchen war groß, als der Ausstellungsort nach zehnminütigem Fußmarsch erreicht wurde. Hier stand das Großgerät der Instandsetzungstruppe. Neben einem Geländewagen stand ein dreiachsiger Feldkran mit ausgefahrenen Ausleger und der Bergepanzer Büffel zur Vorstellung bereit. Die Überraschung der Gäste war noch größer, als es hieß: „ In drei Gruppen aufteilen!“. Danach ging es an die Fahrzeuge. Und wieder blieb es nicht nur beim bestaunen und erklären. Unglaubliches Staunen machte sich breit als die erste Schülerin in der Kabine des Feldkrans platz nehmen durfte, der Dieselmotor ansprang und sie den Ausleger des Krans selber unter Anleitung des Kranführers bedienen durfte. Als dann auch noch das 1.500 PS starke Triebwerk des Büffels ertönte und sich der Bergepanzer mit den ersten beiden Schülerinnen mit Motorenlärm und Kettengerassel für eine Rundfahrt durch den abgesperrten Bereich in Bewegung setzte, gab es kein halten mehr für die Gäste. Ordentlich in Zweierreihe angestellt warteten alle darauf mit dem größten Bergepanzer der Bundeswehr eine Runde zu drehen.
Aufgrund des großen Angebots und der vielen Möglichkeiten die die Kompanien des Logistikbataillons 171 ihren Gästen boten, um den Arbeitgeber Bundeswehr umfassend und professionell vorzustellen, konnte auch der Zeitrahmen nicht mehr eingehalten werden. Der Tag endete nicht wie geplant um 15.00 Uhr. Erst um 15.40 verließen die Gäste überwältigt von den vielen Eindrücken und auch leicht geschafft von den langen Fußmärschen die Clausewitz-Kaserne.













