(openPR) Am heutigen 27. April 2009 konstituiert sich im Deutschen Bundestag das unabhängige Nationale Forum für Engagement und Partizipation mit einem ersten Fachkongress. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) hat über 300 Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen, um die von der Bundesregierung geplante Entwicklung einer nationalen Engagementstrategie fachlich zu begleiten. Hierfür werden in zehn engagementpolitischen Dialogforen Handlungsschwerpunkte und Entwicklungsziele diskutiert und daraus erste Eckpunkte für eine engagementpolitische Agenda erarbeitet.
Die Themenvielfalt der Dialogforen reicht von den sozialen, ökonomischen und kulturellen Bedingungsfaktoren bürgerschaftlichen Engagements über rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen bis zu der Frage, welche Rolle Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie in Zukunft spielen kann. Ebenso werden die Potentiale der Engagementförderung für die Bildungspolitik, Fragen der Qualifizierung und Organisationsentwicklung und die Möglichkeiten für eine Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements von Migrantinnen und Migranten behandelt. Zudem werden die Bedeutung der europäischen Ebene für die Engagementpolitik, die Verbesserung der Zusammenarbeit von Unternehmen mit Organisationen und Akteuren der Zivilgesellschaft sowie eine Benennung der Forschungsbedarfe und der Aufbau eines Wissenschaftsnetzwerkes diskutiert.
Die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement hat seit der Enquete-Kommission „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements“ erheblich an Bedeutung gewonnen. Neben der Einsetzung des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement und der Gründung des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement ist auch die deutliche Ausweitung der Aktivitäten des BMFSFJ in Abstimmung mit anderen Bundesressorts hervorzuheben. Die Begleitung der Entwicklung einer nationalen Engagementstrategie durch das Nationale Forum trägt zur Etablierung des neuen Politikfeldes „Engagementpolitik“ bei.
Dazu erklärt der Vorsitzende des BBE-Sprecherrats, Prof. Dr. Thomas Olk: „Das ‚Nationale Forum für Engagement und Partizipation’ bildet einen Meilenstein in der Entwicklung einer gemeinsamen Engagementpolitik und greift dazu auf die Expertise von über 300 Expertinnen und Experten zurück, die in den Gremien und Arbeitsgruppen des BBE und darüber hinaus nachhaltig auf die Entwicklung des Engagementsektors eingewirkt haben.“
Am 15. Mai 2009 setzen die Mitglieder der Dialogforen in einem zweiten Fachkongress ihre Arbeit fort, um die Schwerpunktsetzungen des ersten Kongresses in eine engagementpolitische Agenda zu überführen. Die Agenda wird Anfang Juni der Bundesregierung übergeben, um den Prozess der Vorbereitung einer Nationalen Engagementstrategie zu begleiten.











