(openPR) Osnabrück. Die Jungen Liberalen Osnabrück-Stadt lehnen die Forderung des Bayern-Managers Uli Hoeneß nach einer „Bundesliga-GEZ“ in Höhe von zwei Euro zur Finanzierung des deutschen Profifußballs entschieden ab. Es ist nicht die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Sender, den Profifußball in Deutschland zu finanzieren.
Anlässlich der Forderung von Uli Hoeneß erklärt die Kreisvorsitzende der JuLis Osnabrück-Stadt und Ratsfrau Charlotte WINKLER: „Die Forderung von Herrn Hoeneß zielt wohl in erster Linie darauf ab, auf die mangelnde internationale Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga-Clubs im Hinblick auf die Ausstattung mit TV-Geldern aufmerksam zu machen. Die Einführung einer „Bundesliga-GEZ“ kommt aber auf keinen Fall in Frage.“
Aus Sicht der Osnabrücker Jungliberalen ist es absolut unverständlich, dass freie Bürger für Leistungen bezahlen müssen, die sie tatsächlich gar nicht in Anspruch nehmen. Zahlreiche Zuschauer könnten auf die öffentlich-rechtlichen Sender verzichten, weil sie Serien, Filme oder Daily Soaps auch bei privaten Anbietern konsumieren können. Die JuLis würden sich hingegen freuen, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender wieder verstärkt ihrem Bildungsauftrag nachkommen würden, wie etwa der Sender „Phoenix“ dies in vorbildlicher Weise tut. In diesem Zusammenhang betont WINKLER: „ Mit dem Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens kann die Zwangsabgabe nicht (mehr) gerechtfertigt werden: Jahr für Jahr werden deutschen Fernsehzuschauern mehrere Milliarden Euro aus der Tasche gezogen, um damit Sendungen wie das Traumschiff, Marienhof oder Verbotene Liebe zu finanzieren. Ähnliche Formate sind lediglich die Nachahmung privater Formate und sollten nicht auf Kosten der Gebührenzahler ausgestrahlt werden. Die Bürger sollten aber selber entscheiden dürfen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Zudem wird durch die Zwangsabgabe der Wettbewerb zu den privaten Sendern erheblich verzerrt.“
Aus Sicht der JuLis aus Osnabrück könnte der öffentliche Rundfunk zum Beispiel unmittelbar aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender sich dabei allein auf die politische Information, Kinderformate und Bildung der Zuschauer beschränkten, könnten die Kosten für ein entsprechendes Programm erheblich reduziert werden. Zudem würden die Aufwendungen für den enormen Verwaltungsapparat der GEZ entfallen.
WINKLER weiter: „Dass eine echte Meinungs- und Informationsvielfalt auch ohne Zwangsmaßnahmen möglich ist, zeigt der Zeitschriftenmarkt. Niemand ist verpflichtet, eine bestimmte Zeitung zu abonnieren. Durch den Wettbewerb der einzelnen Produkte ist bei den Printmedien eine enorme Meinungs- und Informationsvielfalt garantiert.“
Abschließend fordert WINKLER: „Die GEZ muss endlich abgeschafft werden! Sie mit einem freien und demokratischen Rechtsstaat nicht vereinbar.“












