(openPR) VDP fordert fairen Wettbewerb / „Gute Arbeitsbedingungen an Privatschulen“
Berlin. Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert angesichts des verschärften Wettbewerbs der Länder um die besten Lehrkräfte eine verbesserte staatliche Finanzierung der Privatschulen. Verbandspräsident Michael Büchler: „Ihre innovativen und qualifizierten pädagogischen Konzepte sowie ihr gutes Arbeitsklima machen Privatschulen für Lehrkräfte attraktiv und sorgen für ein hohes Engagement der Lehrer. Gleichwohl spielt auch die wirtschaftliche Situation für Lehrkräfte bei der Stellenauswahl eine Rolle. Hier entsteht aufgrund des akuten Lehrermangels derzeit eine Schieflage: Während die Länder versuchen, mit Konditionen wie aufgestockten Gehältern und verbesserten Arbeitszeiten staatliche Schulen für Berufseinsteiger attraktiver zu gestalten, werden Lehrer an freien Schulen von den Ländern bei der Finanzierung nicht berücksichtigt. Die Privatschulzuschüsse, die der Staat anerkannten Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft gewähren muss und die unter anderem auch die Grundlage der Gehälter bilden, bleiben auf demselben niedrigen Niveau wie bisher und sollen in manchen Bundesländern sogar noch abgeschmolzen werden. Diese Benachteiligung darf nicht sein: Wir fordern eine Erhöhung der staatlichen Mittel für Privatschulen, die derzeit im bundesweiten Schnitt noch nicht einmal 70 Prozent der Kosten eines staatlichen Schülers decken.“
Lehrer an freien Schulen verfügten in der Regel ebenso wie ihre Kollegen an staatlichen Schulen über das erste und zweite Staatsexamen, so Büchler weiter. „Darüber hinaus gibt es weitere Lehrkräfte, die sich in ihrer wissenschaftlichen Ausbildung mit ihren Kollegen an staatlichen Einrichtungen auf Augenhöhe bewegen.“ Trotzdem sehen sich freie Schulen laut Verband oftmals mit Vorbehalten konfrontiert, die sich in Schwierigkeiten bei der Erteilung von Unterrichts- bzw. Lehrgenehmigungen niederschlagen. „Oft werden Unterrichtsgenehmigungen aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen erst nach langwierigen bürokratischen Verfahren, manchmal sogar gar nicht erteilt“, führt Büchler aus. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Lehrkräftemangels sei zu überlegen, allen Schulen, unabhängig von ihrer Trägerschaft, in der Beurteilung der fachlichen und pädagogischen Eignung ihrer Lehrkräfte mehr Eigenständigkeit zu gewähren.






