(openPR) Düsseldorf - Nordrhein-Westfalens Privatschulen werden immer beliebter. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg die Schülerzahl an allgemein bildenden Privatschulen in Nordrhein-Westfalen im Schuljahr 2006/07 gegenüber dem Vorjahr um 1.903. Das ist ein Anstieg um 1,2 Prozent. Insgesamt besuchen derzeit 163.589 nordrhein-westfälische Schüler/innen eine allgemein bildende Schule in freier Trägerschaft, so viele wie noch nie. Gleichzeitig sank die Schülerzahl an staatlichen allgemein bildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen nach Angaben des Statistischen Landesamts um 32.969 (1,5 Prozent) auf aktuell 2.120.897. Damit erhöhte sich der Privatschüleranteil an allgemein bildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen um 0,2 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent. Die Zahl der Privatschulen nahm um sieben auf aktuell 320 zu, wovon der größte Teil Gymnasien (107) sind, gefolgt von Förderschulen (60), Realschulen (44), Grund-(29) und Hauptschulen (7).
„Diese Zahlen verdeutlichen, dass auch in Nordrhein-Westfalen immer mehr Eltern die Vorteile eines privaten Schulangebots für ihre Kinder erkennen“, sagt der Geschäftsführer des Privatschulverbandes NRW e.V. (VDP), Roman Friemel. „Spezielle pädagogische Profile, ein gutes Schulklima oder eine individuelle Betreuung der Schüler und Schülerinnen sind Markenzeichen von Schulen in freier Trägerschaft. Immer mehr Eltern legen auf diese Punkte großen Wert.“
Allerdings dürfe nicht übersehen werden, dass der Anstieg auf niedrigem Niveau erfolge, so Friemel: „Mit 7,7 Prozent liegt der Anteil der Privatschüler in dem Flächenland Nordrhein-Westfalen nur leicht über dem bundesweiten Durchschnitt von knapp sieben Prozent. Und auch das ist viel weniger als in den meisten Nachbarländern.“ In Frankreich zum Beispiel gehe knapp ein Fünftel der Schüler auf eine Privatschule, in den Niederlanden sogar über siebzig Prozent. „Die Nachfrage der Eltern und Schüler/innen nach Privatschulen ist in Zeiten der PISA-Diskussion und aufgrund des hohen Unterrichtsausfalls an staatlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen nach aktuellen Umfragen auf über 20 Prozent gestiegen. „Viele Eltern sind bereit – teilweise auch durch eigenen Verzicht – ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen und damit einen bestmöglichen Start in die Zukunft zu unterstützen“, so Friemel. Um dieser Nachfrage nach Privatschulen ein angemessenes Angebot an Privatschulen gegenüberstellen zu können und dem Grundrecht der Eltern auf freie Schulwahl zu genügen, müsste demnach der Privatschulanteil in Nordrhein-Westfalen verdreifacht werden“, erläutert der VDP-Geschäftsführer. „Eine Förderung der Neugründung von Privatschulen wurde auch von der im Jahre 2005 neu gewählten CDU-/FDP-Landesregierung versprochen und Sie hat Ihr Versprechen auch gehalten. Die vielen bürokratischen Hürden, die auch einen stärkeren Zuwachs an freien Schulen in der Vergangenheit verhindert haben, wurden in Nordrhein-Westfalen insbesondere jüngst durch wichtige Neuregelungen in der Ersatzschulverordnung teilweise abgebaut, damit der wahre Boom der Privatschulen nicht nur auf den Wartelisten stattfindet und die Klassengrößen an Privatschulen in einem kindgerechten Umfang gehalten werden können. Die Bezirksregierungen in Nordrhein-Westfalen sollen nach der neuen Verordnung, trotz der personell angespannten Situation in der Schulverwaltung, insbesondere private Schulgründungsinitiativen noch aktiver beraten.“
Verantwortlich für den Inhalt: Roman Friemel, Geschäftsführer - VDP Privatschulverband NRW e.V. (www.privatschulverband-nrw.de)




