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USA: Arbeitsmarkt weiter im Fokus - Markteinschätzung April 2004

(openPR) Der Arbeitsmarkt bleibt weiter das Sorgenkind der US-Wirtschaft. So kam es in den letzten sechs Monaten bei den Arbeitsmarktzahlen immer wieder zu Enttäuschungen. Während die Marktteilnehmer durchschnittlich weit über 100.000 neu geschaffene Stellen erwartet haben, lag der tatsächliche Anstieg nur bei durchschnittlich 60.000.



Zuletzt äußerte auch Fed-Governeur Bernanke seine Überraschung. Seiner Ansicht nach liegt die schlechte Performance des Arbeitsmarktes jedoch nicht primär am Outsourcing von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer; vielmehr sei das hohe Produktivitätswachstum für diese Entwicklung verantwortlich. Langfristig werde es den Lebensstandard erhöhen, kurzfristig bewirke es aber weniger Arbeitsplätze. Allerdings rechnet Bernanke - wie auch wir - nicht damit, dass sich die hohen Produktivitätswachstumsraten fortschreiben lassen. Mittelfristig wird sich bei einem weiter hohen Wirtschaftswachstum damit auch der Beschäftigungsaufbau beschleunigen. Da sich an unserem Bild, dass die US-Wirtschaft auch im zweiten Halbjahr ein robustes Wachstum über Potenzial aufweisen wird, nichts geändert hat, schreiben wir auch den Arbeitsmarkt nicht ab, sondern gehen zukünftig von einer deutlichen Verbesserung aus. Von einer besseren Beschäftigungssituation wird auch das zuletzt etwas unter die Räder gekommene Konsumentenvertrauen beflügelt werden. Im März hat sich das Verbrauchervertrauen zumindest stabilisiert. Trotz des bisher schwachen Arbeitsmarktes sehen wir die Konsumfreude der amerikanischen Verbraucher aber noch nicht als gefährdet an. Das Verfügbare Einkommen wird immer noch durch die expansive Fiskalpolitik aber auch schon durch ein höheres Arbeitseinkommen gestützt.

Leicht nachgebende Aktienkurse erwartet US-Aktien haben im letzten Monat die erwartete leichte Korrektur vollzogen. Unmittelbarer Auslöser waren zwar die Terroranschläge in Madrid. Es waren jedoch bereits zuvor vermehrte Zweifel über die Belebung des Arbeitsmarktes sowie fehlende positive Unternehmensnachrichten thematisiert worden. Positiv zu werten ist die Tatsache, dass kurz vor der Eröffnung der Berichtssaison für das erste Quartal 2004 kaum Gewinnwarnungen publiziert wurden. Somit ist die gegenwärtig erwartete Steigerungsrate von rund 18 Prozent erreichbar und kann sogar übertroffen werden.

Wir erwarten, dass insbesondere Finanz-, Industrie- und Technologietitel mit positiven Gewinnüberraschungen aufwarten können. Nachdem zu erwarten ist, dass die US-Notenbank die Leitzinsen vorerst nicht verändern wird, ist von dieser Seite auch kein Störfeuer zu erwarten. Angesichts der momentan herrschenden Unsicherheit über die schleppende Zunahme der Beschäftigung und weitgehend fairer Bewertung vieler Aktien, erwarten wir allerdings bis Mai tendenziell leicht nachgebende Kurse bis in den Bereich von etwa 1.050 Punkten im S&P 500-Index.

Bond-Renditen zu niedrig

Wir gehen weiter von einer baldigen deutlichen Erholung des Arbeitsmarktes aus und halten deshalb die Renditen in den auf dem gegenwärtigen Niveau für zu niedrig. Auch bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Fed ihre expansive Geldpolitik vor dem Hintergrund der moderaten Inflationsraten beibehalten wird. Eine Zinsanhebung wird erst wahrscheinlich, wenn sich die Situation am Arbeitsmarkt deutlich verbessert hat. Die Markterwartungen bezüglich des Zinssteigerungsverhaltens der Notenbanken haben sich zuletzt nach hinten verschoben und sich unseren Erwartungen angepasst, so dass von dieser Seite kein weiterer Druck auf die Zinsen kommen sollte. Die Interventionen und Käufe von US-Staatsanleihen insbesondere durch die japanische Zentralbank werden nach unserer Einschätzung zwar in den kommenden Monaten anhalten. Erneute Impulse für nochmals sinkende Renditen sehen wir aber auch hierdurch nicht mehr. Unsere Duration ist somit genau wie in Euroland auch gegenüber der Benchmark gegenwärtig um 0,75 Jahre untergewichtet.

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