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Grindwal-Massaker auf den Färöern vor dem Ende?

01.12.200809:02 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Grindwal-Massaker auf den Färöern vor dem Ende?
Die GRD-Protestaktion gegen das Blutbad geht weiter
Die GRD-Protestaktion gegen das Blutbad geht weiter

(openPR) Regierung rät dringend vom Verzehr von Walfleisch ab – GRD-Protestaktion gegen das Blutbad geht weiter

Nach einem Bericht des Wissenschaftsmagazins „New Scientist“, hat die Gesundheitsbehörde der Färöer dazu aufgerufen, ab sofort kein Fleisch von Grindwalen mehr zu verzehren. Aufgrund der hohen Konzentration an Giftstoffen ist es für den menschlichen Verzehr nicht geeignet. „Dies könnte der Anfang vom Ende der alljährlichen blutigen Massaker an tausenden Grindwalen und Delfinen auf den zu Dänemark gehörenden Inseln sein, muss es aber nicht. Deshalb protestieren wir so lange weiter gegen das Blutbad, bis die Regierung die barbarische Jagd tatsächlich verboten hat“, erklärt Ulrich Karlowski, Biologe von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD).



Jedes Jahr treiben die Bewohner der Färöer-Inseln Grindwalschulen in enge Buchten, wo die Jäger ihnen Eisenhaken ins Blasloch rammen, um sie orientierungslos zu machen und an Land zu ziehen. Dann werden Rückgrat und Kopfarterien mit Messern durchgeschnitten. Die noch lebenden Meeressäuger verbluten langsam. Diente die Jagd auf die bis zu knapp acht Meter langen Grindwale einst der Nahrungsbeschaffung, so ist sie heute zu einem alljährlichen sinnlosen Mordritual mit Volksfestcharakter geworden. „Die Brutalität mit der hier in Europa Meeressäuger abgeschlachtet werden, ist vergleichbar mit den Delfin-Massakern, die jedes Jahr vor der japanischen Küste stattfinden“, so Karlowski.

Das auf diese Weise gewonnene Walfleisch wird anschließend kostenlos an die Inselbevölkerung verteilt. Neben den Norwegern sind die Färöer damit die einzigen Europäer, die regelmäßig Fleisch von Meeressäugern konsumieren. Dabei ist Grindwalfleisch eigentlich Sondermüll, vollgestopft mit Umweltgiften wie Quecksilber, PCB (polychlorierte Biphenyle), Kadmium und Pestiziden wie Dieldrin, die sich bei den am Ende der Nahrungskette stehenden Zahnwalen im Körper anreichern.

Bereits 2000 zeigte eine von dänischen Wissenschaftlern durchgeführte Langzeitstudie, dass die rund 45 000 Bewohner der Färöer auffallend hohe Konzentrationen der bei Grindwalen nachgewiesenen toxischen Stoffe aufweisen. Die Forscher stellten insbesondere bei Kindern Sprach-, Konzentrations- und Erinnerungsstörungen fest – typische Symptome einer Quecksilbervergiftung. Diese Ergebnisse veranlassten die färöische Gesundheitsbehörde jedoch lediglich zu der Empfehlung, den Konsum von Grindwalfleisch einzuschränken.

Jetzt haben die Behörden erstmals dringend davon abgeraten, überhaupt noch Grindwalfleisch zu essen. Als Begründung werden nicht mehr tolerable Gesundheitsrisiken angeführt wie Störungen in der neuronalen Entwicklung bei Föten, Bluthochdruck, Immunschwächen bei Kindern und Kreislauferkrankungen sowie eine Zunahme von Parkinson-Erkrankungen und möglicherweise Unfruchtbarkeit bei Erwachsenen.

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