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Nürnberger Resolution fordert, Frauen in die Aufsichtsräte

01.11.200816:41 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Weniger Krisen und Korruption durch gemischte Führungsteams

Nürnberg, 31. Oktober 2008 – Mehr Frauen in die Aufsichtsräte - das fordern Fach- und Führungskräfte aus der Metropolregion Nürnberg. Sie rufen mit der „Nürnberger Resolution“ die Bundesregierung auf, Aktiengesellschaften gesetzlich zu verpflichten, die Zahl der Frauen im Aufsichtsrat zu erhöhen. Dies könne unter anderem über eine Ergänzung des Aktiengesetzes geschehen, die bis 2013 einen Anteil von mindestens 40 Prozent Frauen und Männer in Aufsichtsräten vorschreibt. Ähnlich wie in Norwegen, wo es eine ent-sprechende Regelung seit 2006 gibt, soll damit erreicht werden, dass mittelfristig Frauen auf allen Führungsetagen deutscher Unternehmen deutlich stärker vertreten sind. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass dies die Ertragskraft von Unternehmen stärkt. Außerdem lassen sich durch eine größere Diversität in Aufsichtsrat und Vorstand Skandale wie bei VW und Siemens, aber auch das organisierte Missachten von Risiken, wie es in der derzeitigen Bankenkrise offenbar wird, besser verhindern.



Weitere Forderungen der Nürnberger Resolution:
• Gesetzliche Verankerung von Qualifikationsstandards für männliche und weibliche Aufsichtsratsmitglieder,
• Aufbau und Weiterentwicklung einer zentralen Datenbank, in die sich potentielle Aufsichtsratsmitglieder eintragen können, und
• ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, unter anderem zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen.

Die Initiative wird von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Parteien unterstützt, unter anderem von Prof. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., und von Dr. Ulrich Maly, dem Nürnberger Bürgermeister, sowie German Hacker, dem Bürgermeister von Herzogenaurach. In der Nürnberger Resolution wird auf die guten Erfahrungen in Norwegen verwiesen, wo innerhalb weniger Jahre der Anteil der Frauen in den obersten Führungsgremien der Aktiengesellschaften von 22 Prozent in 2004 auf 44,2 Prozent in 2008 anstieg (BoardWomen Monitor 2008 des European Professional Women´s Network).

Befürchtungen von Anteilseignern und Managern, sie würden nicht genügend fachlich ausgebildete Frauen finden, erwiesen sich als unbegründet. Auch in Deutschland nehmen Personalverantwortliche trotz aller Klagen über einen Fachkräftemangel und politisch korrekte Äußerungen zur beruflichen Förderung von Frauen oft nicht wahr, dass der passende Nachwuchs bereits in ihrem Unternehmen arbeitet, aber auf unterster Management- oder Expertenebene verbraucht wird.

Nur knapp 12 Prozent der Aufsichtsratsposten in Deutschland sind mit Frauen besetzt; die meisten davon wurden von der Arbeitnehmerseite gewählt. Trotz häufig hervorragender Ausbildung schaffen nur die wenigsten Frauen auf Seiten der Anteilseigner den Aufstieg in diese Entscheidungspositionen. Dabei zeigen wissenschaftliche Studien, dass Unternehmen mit gemischten Führungsgremien signifikant erfolgreicher sind als solche mit durch und durch männlich besetzter Geschäftsführung. In einer Untersuchung der 500 größten Unternehmen (laut Fortune-Liste), die die renommierte US-Organisation Catalyst erstellte, wurde ermittelt, Aktiengesellschaften mit mindestens drei Frauen im Verwaltungsrat (eine Mischform von Vorstand und Aufsichtsrat, wie sie in vielen Ländern üblich ist) haben eine um fünf Prozent höhere Umsatzrendite als der Durchschnitt der Unternehmen.

Die Unterzeichner/innen der Nürnberger Resolution sehen die Umsetzung ihrer Forderung als einen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft. Um ihrem Thema Nachdruck zu verleihen, wird die Initiative unter anderem über die Netzwerke der Unterzeichner/innen auf andere Regionen in Deutschland übertragen. Die Nürnberger Resolution soll so am Anfang einer deutschlandweiten Welle für innovative Führungskultur stehen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nürnberger-resolution.de oder www.xn--nrnberger-resolution-pec.de/.

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