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Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Europa

22.10.200811:56 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) pro familia unterstützt Resolution des Europarats und FIAPAC-Kongress

Am 24. und 25. Oktober 2008 findet der diesjährige Fachkongress der Internationalen Vereinigung von Fachkräften und Verbänden zu Schwangerschaftsabbruch und Kontrazeption (FIAPAC) in Berlin statt.

Internationalen Expertinnen und Experten referieren und diskutieren verschiedene Aspekte des Schwangerschaftsabbruchs. Es geht um die Verantwortung der Gesellschaft, die zum Beispiel mit restriktiven Gesetzgebungen in einigen Ländern die reproduktive Gesundheit von Frauen einschränkt. In Arbeitskreisen werden besondere Fragestellungen behandelt, etwa die Anforderungen an das Fachpersonal bei der Betreuung von MigrantInnen oder beim medikamentösen Schwangerschaftsabbruch sowie die Bedeutung der Beratung. Der pro familia-Bundesverband unterstützt die Ziele und das Programm des FIAPAC-Kongresses.

pro familia weist aus diesem Anlass darauf hin, dass in vielen europäischen Ländern Frauen der Zugang zu einem legalen Schwangerschaftsabbruch verwehrt oder erschwert wird. Dem steht die Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarats vom April 2008 entgegen. Darin empfehlen die ParlamentarierInnen allen 47 Mitgliedsländern des Europarates, Frauen den Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch einzuräumen. In der Resolution ist ausdrücklich vermerkt, dass Schwangerschaftsabbruch keine Methode der Familienplanung ist.

Diese wegweisende Resolution wird von der Öffentlichkeit bis heute nicht zur Kenntnis genommen.

Die ParlamentarierInnen sprechen sich in der Resolution für die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs aus sowie für die Wahlfreiheit und den Respekt der persönlichen Entscheidung einer Frau. Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen, sollen medizinische, psychosoziale und eine angemessene finanzielle Unterstützung erhalten. Die ParlamentarierInnen plädieren außerdem dafür, von einem zu engen Zeitrahmen für eine Entscheidung, unnötigen Wartefristen und bürokratischen Hürden abzusehen. In einigen Ländern sind Schwangerschaftsabbrüche nur unter diesen erschwerenden Einschränkungen zugelassen.

Eine weitere wichtige Forderung in der Resolution ist die nach altersgemäßer und geschlechtssensibler Sexualaufklärung und nach unbeschränktem Zugang zu Verhütungsmitteln, um die Zahl ungewollter Schwangerschaften zu reduzieren.

Mit dieser Resolution sind alle europäischen Länder aufgefordert, den Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch sicher zu stellen. Auch wenn der Beschluss der Parlamentarischen Versammlung für die einzelnen Mitgliedsstaaten rechtlich nicht bindend ist, ist er ein wichtiger Schritt in Richtung Verwirklichung reproduktiver Menschenrechte.

Informationen zum FIAPAC-Kongress „Reproduktive Gesundheit und Verantwortung“: www.fiapac.org

Informationen zum Beschluss der Parlamentarischen Versammlung des Europarats: http://assembly.coe.int/Main.asp?link=/Documents/AdoptedText/ta08/ERES1607.htm

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