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Nach wie vor willkürliche Verhaftungen und Verurteilungen unschuldiger Tibeter

20.10.200823:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Nach wie vor willkürliche Verhaftungen und Verurteilungen unschuldiger Tibeter
Verurteilung eines Tibeters durch ein chinesisches Gericht
Verurteilung eines Tibeters durch ein chinesisches Gericht

(openPR) Das Tibetische Solidaritäts-Komitee (TSC), Daramsala, äußerte sich sehr besorgt darüber, daß die willkürlichen Verhaftungen, die Inhaftierungen und das Verschwindenlassen von Tibetern, die friedlich demonstrierten, immer noch kein Ende nehmen. Es appellierte an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sie möchten die chinesische Regierung auffordern, die Festnahmen, die Inhaftierungen und das brutale Töten von unschuldigen Tibetern unverzüglich einzustellen. Es rief auch zur sofortigen Freilassung aller in Haft befindlichen Tibeter auf.



Das gewaltsame Vorgehen der chinesischen Regierung gegen friedliche tibetische Demonstranten in ganz Tibet seit dem 10. März führte dem Kenntnisstand des TSC zufolge zum Tod von 218 Tibetern, 1.290 Verletzten und 6.705 Inhaftierten (Zahlen vom 31. Juli 2008).

Wie aus zuverlässigen Quellen verlautet, haben die chinesischen Behörden auch im vergangenen Monat in den verschiedenen Teilen Tibets weiterhin willkürlich Tibeter festgenommen, in Haft gehalten, verschwinden lassen und gegen friedliche Demonstranten extrem harte Strafen verhängt. Am 23. September wurde das Urteil gegen die sieben Mönche des Klosters Thangyka in Gonjo, Präfektur Chamdo, verkündet. Der 28jährige Gyurmey Dhondup wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, der 31jährige Dorje Wangyal zu 15 Jahren, der 20jährige Kunsang Tenzin zu 15 Jahren, der 19jährige Kunga Phuntsok bekam 10 Jahre, der 17jährige Tsering Nyima ebenfalls 10 Jahre, der 21jährige Thinley Wangyal 5 Jahre, der 28jährige Rinchen Gyaltsen 10 Jahre und der 20jährige Tsewang Yeshi 9 Jahre. Auch der Mönch Kalsang Tsering wurde zu lebenslänglichem Freiheitsentzug verurteilt.

Am gleichen Tag wurde ein Tibeter namens Bakula in der Gemeinde Thangkor in der Region Amdo zu einem Jahr und zwei Monaten verurteilt und am 24. September in das Arbeitslager von Chandu verbracht.

Vier Mönche des Klosters Khenpa Lung wurden ebenfalls zu Gefängnis verurteilt, Jamdrup zu vier Jahren und Tenzin Gyaltsen, Jamyang Lodroe und Kunyang zu jeweils drei Jahren.

Am 14. Mai wurden Dutzende von jugendlichen Mönchen des Klosters Woeser im Bezirk Markham unter der Anklage der Behinderung der Olympiade und der Beeinträchtigung der nationalen Sicherheit in Haft genommen. Von ihnen wurde der 19jährige Tenzin Tsangpa zu vier Jahren verurteilt, der 19jährige Lobsang Gyaltso zu fünf Jahren und der 19jährigeTenphel zu acht Jahren. Angeblich seien sie an einer Reihe von Anschlägen in der Zeit der massiven Proteste in der Region im Monat März beteiligt gewesen, aber tibetische Arbeiter in der Gegend sagen, sie hätten den Sprengstoff mit Erlaubnis der zuständigen Behörden für bauliche Zwecke gekauft.

Die Novizen Kunchok Sangpo, 17, und Kunchok Zoepa, 17, des Taktsang Lhamo Kirti Klosters im Bezirk Dzoge der Präfektur Ngaba, und Thayae, 17, vom Kloster Drengva Sumdo, die die Volljährigkeit noch nicht erreicht haben und daher nicht zu Gefängnis verurteilt werden können, wurden in ein Lager zur Umerziehung durch Arbeit nach Menyang in Sichuan gebracht.

Auch für einige Tibeter, die sich in Untersuchungshaft im Bezirk Kakhog in der TAP Ngapa befanden, erging nun das Urteil: Der 23jährige Kaltson aus dem Kloster Trotsek wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt, der 18jährige Rabten, der 29jährige Thopkyap, der 26jährige Tsepyul, der 26jährige Tsultrim und der 20jährige Tenzin Sepo zu je einem Jahr und neun Monaten. Ihnen wird vorgeworfen, die rote Flagge vom Dach des Hauptverwaltungsgebäudes des Bezirks Kakhog heruntergeholt zu haben.

Um den 14. September herum wurden zwei Nonnen des Klosters Drakgo Samten Ling in der Präfektur Kardze, nämlich die beiden Schwestern Tsering Tso, 27, und Urgyen Lhamo, 34, die der versuchten „Spaltung der Nation“ angeklagt waren, nur weil sie friedlich demonstriert hatten, vom Mittleren Volksgerichtshof der Präfektur Kardze zu zwei Jahren verurteilt.

Angesichts der äußerst kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft sowie Menschenrechtsorganisationen in der ganzen Welt, die VR China zu drängen, folgenden Forderungen stattzugeben:

1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zuzulassen;

2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet zu gewähren;

3) unverzüglich den brutalen Festnahmen, Inhaftierungen und dem Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;

4) unverzüglich alle unschuldig festgenommenen und inhaftierten Tibeter freizulassen;

5) unverzüglich die unfairen Gerichtsverfahren und die ungerechtfertige Verurteilung friedlicher Demonstranten einzustellen.

Quelle: www.tibet.net

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