(openPR) Kein Sitzenbleiben, keine Noten, keine unterschiedlichen Schulformen – so sieht das Schulkonzept der Grünen aus, wie es jüngst in München verabschiedet wurde. Die Bayernpartei kritisiert diesen Entwurf scharf und stellt eigene Pläne vor.
„Wir halten das Leistungsprinzip in der Schule weiterhin für unverzichtbar. Wenn hochbegabte und lernschwächere Schüler gemeinsam unterrichtet werden, dann hilft das weder den einen noch den anderen“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Richard Progl. „Und wenn ein Schüler schlechte Noten bekommt oder ein Jahr wiederholen muss, dann ist das keine perfide Sanktion sadistischer Lehrer, sondern eine notwendige Reaktion darauf, dass das vorgesehene Lernpensum nicht erreicht wurde – also ein Warnschuss.“
Wichtig sei vielmehr eine noch größere Differenzierung und Vorbereitung auf den Beruf. Insbesondere die Hauptschule dürfe keine „Restschule“ mehr sein, sondern müsse in stärkerem Maße praxisorientiert auf die Arbeitswelt vorbereiten. Auch die Idee der Grünen, Hausaufgaben zukünftig in der Schule erledigen zu lassen, sei ein Schritt in die falsche Richtung. „Hausaufgaben dienen gerade dazu, den Unterrichtsstoff selbständig zu wiederholen. Wenn da erneut der Lehrer als Aufsicht und Helfer dient, dann bedeutet das noch weniger Selbständigkeit“, so Progl weiter.
Melanie Biedermann, Lehramtsstudentin und schulpolitische Sprecherin des Bezirksverbands München: „Es wird Zeit, dass wir den Schülern mehr zutrauen und sie beim Selbstlernen unterstützen. Aber Leistungsprinzip und Eigenverantwortung sind offensichtlich Begriffe, die in der gutmenschigen Wohlfühl-Schulwelt der Grünen nicht vorkommen.“









