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Immer noch Proteste gefolgt von Festnahmen

23.08.200819:33 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Immer noch Proteste gefolgt von Festnahmen
Tibetische Mönche
Tibetische Mönche

(openPR) Verläßlichen Quellen zufolge ersuchten am 2. August 2008 zwei Tibeterinnen, Dechen Wangmo, 38, und Tseten Wangmo, 25, beide aus dem Dorf Linglha im Bezirk Rongpa im Distrikt Kardze, Kham (Provinz Sichuan), um Erlaubnis bei der zuständigen Behörde, um zur Bezirksstadt Kardze zu reisen. Nachdem ihnen dies verweigert worden war, verließen sie dennoch trotz der extremen Kontrollmaßnahmen am selben Abend ihr Dorf und trafen um Mitternacht in der Stadt Kardze ein. Sie versteckten sich irgendwo bis zum Morgen und begannen dann zu protestieren, indem sie Parolen riefen und Flugblätter mit dem Ruf nach Unabhängigkeit für Tibet und der sofortigen Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet verstreuten. Als die Polizei und die bewaffnete Volkspolizei sie festnehmen wollten, protestierten sie um so lauter. Schließlich schossen die Sicherheitskräfte mit Gummigeschossen auf sie, wodurch die beiden das Bewußtsein verloren und dann festgenommen werden konnten. Das weitere Schicksal der zwei Opfer ist nicht bekannt.



Am 9. August 2008 wurde der tibetische Mönch Tenphel aus dem Dorf Kilrugo festgenommen. Ihm wird angelastet, am 9. August die tibetische Nationalflagge auf einem Telefonmast im Dorf Phughu (Nyitoe) in Serthar, Kham, aufgezogen und die Unabhängigkeit befürwortende Flugschriften verteilt zu haben.

Ende Juli war Drungkhar aus dem Dorf Tseshul in der Gegend von Serthar festgenommen worden. Dasselbe Schicksal traf nun einen seiner Cousins, den 20jährige Aten, den die Behörden wegen Teilnahme an einer friedlichen Demonstration festnahmen.

In einem weiteren Fall wurde ein Tibeter namens Tendar aus dem Dorf Kilrugo nach Entrichtung einer Geldstrafe in Höhe von 5.000 Yuan freigelassen. Sein Gesundheitszustand ist jedoch kritisch infolge der in der Haft erlittenen Folter.

Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden Forderungen anzunehmen:
1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden;
2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet 1zu gewähren;
3) unverzüglich dem brutalen Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;
4) unverzüglich für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten Tibeter zu sorgen;
5) unverzüglich die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen;
6) die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.

Quelle: Tibetan Solidarity Committee (Tibetisches Solidaritätskomitee),
http://www.stoptibet.crisis.net

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