openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Innerhalb einer Woche 33 Tibeter in der Gegend von Wonpo festgenommen

01.11.2012 • 08:47 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft
Chinesische Milizen rücken auf das Kloster Wonpo vor
Chinesische Milizen rücken auf das Kloster Wonpo vor

(openPR) Im Verlauf ihrer ständigen Unterdrückungsmaßnahmen gegenüber den Tibetern und den damit verbundenen willkürlichen Festnahmen haben die chinesischen Sicherheitskräfte in Wonpo (Nomadengegend von Dzachuka), Bezirk Sershul, TAP Kardze, Provinz Sichuan, wieder 12 Tibeter festgenommen.



Der in Südindien lebende Mönch Jampa Yonten, der Kontakte zu der Gegend hat, berichtete, daß die Sicherheitskräfte am 15. Oktober bei einem nächtlichen Überfall zahlreiche Personen festnahmen.

„Die Chinesen marschierten in großer Zahl während der Nacht in der Gegend ein und blockierten alle Ausfallstraßen und Kommunikationsmittel. Fünf Mönche - Gyaltsen, Lobsang Tsunpa, Lhagyal, Gyatso und Lhabum - wurden festgenommen“.

Am folgenden Tag bestellten die Behörden von jeder Familie in der Gegend ein Mitglied ein, um sie zu ermahnen, daß sie bei der demnächst beginnenden politischen Umerziehung sich bloß nicht unterstehen sollten zu protestieren.

„Infolge dieser Festnahmen, der heftigen Ermahnungen und des massiven Aufmarsches chinesischer bewaffneter Kräfte herrscht nun in der gesamten Gegend, die unter strenger Überwachung steht, eine angespannte Atmosphäre“.

Zwei Tage danach wurden noch einmal sieben Mönche des Klosters Wonpo festgenommen, so daß deren Gesamtzahl jetzt 12 beträgt. Jampa Yonten gab die Namen der drei am 18. Oktober Verhafteten mit Ludrub, Lobsang Drubsel und Lobsang Tharchin an.

„Über ein Dutzend Sicherheitskräfte machten eine Razzia in den Unterkünften von Lobsang Drubsel und Lobsang Tharchin und konfiszierten ihre persönlichen Schriftstücke und 60.000 Yuan“. Bereits am Morgen waren vier Mönche, die als der Klostersekretär Sozang, Soenyi, Thakchoe und Wangyal identifiziert wurden, festgenommen worden.

Außerdem sei ein Laie namens Lobsang Phuntsok und neun weitere Personen an einen unbekannten Ort verbracht worden.

Man nimmt an, daß die Festnahmen im Zusammenhang mit einem früheren Vorfall stehen, als die Ortsansässigen am 7. September als Ausdrucks ihres Widerwillens gegen die chinesische Herrschaft die chinesische Flagge auf einer Schule herunterrissen und dafür die tibetische Nationalflagge aufzogen. Außerdem wurden Flugblätter gefunden, auf denen „Freiheit für Tibet“ stand (1).

Auch trommelten die chinesischen Offiziellen alle Mönche des Klosters Wonpo zusammen, um diejenigen, die an dem Flaggenprotest beteiligt waren, dingfest zu machen: „Alle Mönche mußten etwas auf Tibetisch niederschreiben, damit ihre Handschriften mit denen, die sich auf den bei der Protestaktion verstreuten Flugblättern fanden, verglichen werden konnten.

Obwohl die Behörden nicht unmittelbar zu Festnahmen schritten, machten sie deutlich, daß sie der Sache nachgehen wollten. Und im Februar hatten Tibeter in derselben Gegend bei einem Flaggenappell eine chinesische Flagge heruntergeholt (2).

Im April 2008, während des gesamt-tibetischen Volksaufstands, hatten die Mönche des Klosters Wonpo sich geweigert, bei einem Flaggenappell die chinesische Flagge auf einem ihrer Berge zu hissen. In der darauffolgenden von schwerer Repression und Polizeiübergriffen gekennzeichneten Zeit beging eine Tibeterin namens Tri Lhamo in der Nähe des Klosters Wonpo in ihrer Wohnung Selbstmord. Sie erhängte sich, kurz nachdem das chinesische Sicherheitspersonal reihenweise Hausdurchsuchungen vorgenommen und dabei Bilder Seiner Heiligkeit des Dalai Lama heruntergerissen hatte und darauf herumgetrampelt war.

Die Lage in der Gegend von Wonpo wird als „sehr angespannt“ beschrieben. Innerhalb nur einer Woche haben die Behörden 33 Tibeter verhaftet.

(1) 10. September 2012, „Chinese flag pulled down, Tibetan flag hoisted in Tibet”, http://www.phayul.com/news/article.aspx?id=32083&article=Chinese+flag+pulled+down%2c+Tibetan+flag+hoisted+in+Tibet&t=1&c=1

(2) 7. Februar 2012, “Proteste halten an: Tibeter holen chinesische Flagge herunter und fordern die Unabhängigkeit“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2012/Dzachuka_7.2.html

Quelle: Phayul, www.phayul.com

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 675531
 1030

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Innerhalb einer Woche 33 Tibeter in der Gegend von Wonpo festgenommen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von igfm

Bild: Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbtBild: Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbt
Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbt
Die alarmierenden Berichte aus Tibet reißen nicht ab: Ein weiterer Tibeter starb bei seinem Selbstverbrennungsprotest aus Opposition gegen die chinesische Regierung. Der 24jährige Sangdag Tsering verbrannte sich gestern um etwa 7 Uhr abends vor einem chinesischen Regierungsbüro in der Ortschaft Dokar Mo in der Gegend von Rebkong. Er starb am Ort seines feurigen Protestes. Seine Tat erfolgte nur Stunden, nachdem die Tibeterin Chagmo Kyi vor einem chinesischen Finanzamt in der Stadt Rongwo den Flammen erlegen war. Quellen zufolge beriefen d…
Bild: Feueropfer Chakmo Kyi wünschte, daß der neue chinesische Staatsführer mit dem Dalai lama zusammentreffe
Feueropfer Chakmo Kyi wünschte, daß der neue chinesische Staatsführer mit dem Dalai lama zusammentreffe
Noch eine Tibeterin starb am 17. November den Feuertod im Bezirk Rebkong (chin. Tongren). Somit haben sich alleine in diesem Monat acht Tibeter in Rebkong selbst verbrannt. Chagmo Kyi hinterließ ein auf Chinesisch und Tibetisch beschriebenes Blatt Papier, ehe sie sich am 17. November auf dem Dolma Platz verbrannte. Darauf brachte sie ihren Wunsch für Gleichheit unter allen Nationalitäten zum Ausdruck und rief den neuen chinesischen Staatsführer Xi Jinping auf, mit dem Dalai Lama zusammenzutreffen. Sie schrieb das Wort „Friede“ auf Chinesisch…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Xinhua berichtet von nur einem Toten bei der Auseinandersetzung wegen des Golderzabbaus in Osttibet
Xinhua berichtet von nur einem Toten bei der Auseinandersetzung wegen des Golderzabbaus in Osttibet
… den 30. August, berichteten die staatlichen chinesischen Medien, bei einer Demonstration letzte Woche habe die Polizei eine Runde von Warnschüssen abgegeben, wobei ein Tibeter durch einen Irrläufer getötet worden sei. Es handelt sich hierbei offensichtlich um denselben Vorfall, über den tibetische Nachrichtendienste im Exil letzte Woche berichteten, …
Bild: Tibeterin zündete sich am 27. Juni aus Protest gegen die Landnahmepolitik in Kyegudo anBild: Tibeterin zündete sich am 27. Juni aus Protest gegen die Landnahmepolitik in Kyegudo an
Tibeterin zündete sich am 27. Juni aus Protest gegen die Landnahmepolitik in Kyegudo an
Dekyi Choezom, eine Tibeterin aus der TAP Yulshul (chin. Yushu), Provinz Qinghai, setzte sich am Nachmittag des 27. Juni in der Stadt Jyekundo, die auch Gyegu oder Kyegudo genannt wird, in Brand. „Die Frau, die die Tochter eines hier Ansässigen namens Petse ist, zog vor einigen Jahren in unsere Gegend. Sie verbrannte sich aus Protest gegen die Konfiszierung …
Bild: Tibeter in Yushu protestieren gegen die Enteignung ihres Landbesitzes
Tibeter in Yushu protestieren gegen die Enteignung ihres Landbesitzes
… nimmt Demonstranten im Hinblick auf den Besuch des Premierministers fest In der vor einem Jahr von einem Erbeben verwüsteten Gegend Yushu protestierten vergangene Woche Tibeter gegen die Beschlagnahmung ihrer Grundstücke zum Zwecke der Neugestaltung der Stadt. Chinesische Sicherheitskräfte setzten der Aktion ein gewaltsames Ende, wie aus dortigen Quellen …
Bild: Mönche und Nonnen in Tibet protestieren wegen der vor zwei Jahren Festgenommenen
Mönche und Nonnen in Tibet protestieren wegen der vor zwei Jahren Festgenommenen
Quellen aus der Gegend zufolge gingen während der Feiertage des Mond-Neujahrs in der Provinz Sichuan Hunderte von Tibetern auf die Straße. Mönchen und Nonnen der Klöster Gade und Se, sowie des Nonnenklosters Mani, veranstalteten am 14. Februar einen Sitzstreik in der Stadt Ngaba (chin. Aba). Ein Bewohner von Ngaba bestätigte, daß es ein Sit-in gegeben …
Bild: Selbstverbrennungen in Tibet gehen weiter: Zwei Tibeter zündeten sich am 6. Januar in Ngaba an
Selbstverbrennungen in Tibet gehen weiter: Zwei Tibeter zündeten sich am 6. Januar in Ngaba an
In Fortsetzung der feurigen Episoden/Trends von Selbstverbrennung auch im neuen Jahr zündeten sich heute Nachmittag zwei Tibeter an. Einer von ihnen ist vermutlich gestorben. Im Augenblick gibt es keine Informationen über ihren Namen, ihr Alter oder andere Details. Wie aus mehreren Quellen hervorgeht, geschah das Schreckliche um 14.40 Ortszeit in der …
Bild: Lhamo Tseten und Thubwang Kyab verbrannten sich am 26. Oktober in Gansu
Lhamo Tseten und Thubwang Kyab verbrannten sich am 26. Oktober in Gansu
Zwei junge Tibeter setzten sich am Freitag, den 26. Oktober, in Gansu in Brand und starben. Lhamo Tseten, 24, setzte sich um halb drei Uhr nachmittags in der Nähe eines Verwaltungsgebäudes und der Basis der Bewaffneten Volkspolizei in der Gemeinde Amchok, Bezirk Sangchu, TAP Kanlho (chin. Gannan), in Brand, berichteten Augenzeugen auf tibetischen Websites. Die …
Bild: Chinesische Behörden unterwerfen ganz Tibet einer rigiden MilitärkontrolleBild: Chinesische Behörden unterwerfen ganz Tibet einer rigiden Militärkontrolle
Chinesische Behörden unterwerfen ganz Tibet einer rigiden Militärkontrolle
… Demonstrationen mit tödlichen Folgen in der vergangenen Woche den Sicherheitsapparat in allen tibetischen Gebieten von Lhasa bis zu Amdo und Kham drastisch verstärkt. Während die Tibeter den Tod der von den Sicherheitskräften erschossenen Demonstranten in den Präfekturen Kardze und Ngaba betrauerten, griffen die Behörden allerorten gegen die Aktivitäten der …
Bild: Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbtBild: Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbt
Tibet brennt weiter: Sangdak Tsering setzt sich in Flammen und stirbt
Die alarmierenden Berichte aus Tibet reißen nicht ab: Ein weiterer Tibeter starb bei seinem Selbstverbrennungsprotest aus Opposition gegen die chinesische Regierung. Der 24jährige Sangdag Tsering verbrannte sich gestern um etwa 7 Uhr abends vor einem chinesischen Regierungsbüro in der Ortschaft Dokar Mo in der Gegend von Rebkong. Er starb am Ort seines …
Bild: Tibetische Schüler in Machu protestieren trotz scharfer Sicherheitsmaßnahmen, zahlreiche Festnahmen
Tibetische Schüler in Machu protestieren trotz scharfer Sicherheitsmaßnahmen, zahlreiche Festnahmen
… Mittelschule in Machu (chin. Maqu) auf den Straßen in der Nähe der Kreisverwaltung“, verlautet aus einer dortigen Quelle. „Bald schlossen sich ihnen 500 bis 600 andere Tibeter an“. „Sie skandierten Parolen über den Mangel an Freiheit und forderten Unabhängigkeit für Tibet“, fügte er hinzu. Die Protestler wurden bald von Sicherheitskräften umzingelt, die …
Bild: Tibetische Mönche fliehen aus dem uralten Karmagon Kloster in der Region Chamdo
Tibetische Mönche fliehen aus dem uralten Karmagon Kloster in der Region Chamdo
… der Sicherheitskräfte nicht mehr standhalten können. Die sich steigernden Sicherheitsvorkehrungen wurden bei zunehmendem tibetischem Protest, inklusive zehn Selbstverbrennungen in diesem Jahr, vorgenommen. Die Tibeter in Dzagyu Karma sind aufgebracht über ein staatliches Programm zur Ansiedlung von Chinesen in ihrer Gegend, und sie warnten davor, daß …
Sie lesen gerade: Innerhalb einer Woche 33 Tibeter in der Gegend von Wonpo festgenommen