(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Noch in den Morgenstunden zeigten sich die Rohölnotierungen fester. Bereits am Freitagabend dreht der Trend in einen Aufwärtstest aufgrund von Wettersorgen und erneuten Spannungen mit dem Iran. Im Golf von Mexiko hat sich der Tropensturm Edouard gebildet. Man rechnet damit, dass er am Dienstag früh zwischen den Raffineriezentren Houston, Texas, und Beaumont, bzw. Port Arthur, Texas, auf Land trifft. Am Sonntag hatte Washington erklärt, das bisherige Verhalten Teherans und seine Weigerung, das strittige Atomprogramm zu stoppen, ließen dem UN-Sicherheitsrat keine andere Wahl, als die Sanktionen zu verschärfen.
Jedoch prallten die Preise nach dem kräftigen Anstieg im frühen Handel gegen Mittag von den Widerständen bei 126,35 Dollar pro Barrel NYMEX Rohöl nach unten ab. Weitere Verluste an den Aktienmärkten werden als Hinweis für das weltweit nachlassende Wirtschaftswachstum gewertet und dämpften damit den weiteren Preisanstieg. Auch ist noch nicht eindeutig klar, wie dicht der tropische Sturm tatsächlich an den Raffinerieanlagen im Golf von Mexiko vorbeiziehen wird. Zudem fehlten Folgekäufe und weitere stützende News, so dass die Preise bis zum frühen Nachmittag weiter massiv nachgaben und zum Redaktionsschluss im Minusbereich kursierten. Die Stimmung am Markt könnte auch durch eine mögliche Leitzinsanhebung in USA gedrückt worden sein. Dies hätte zur Folge, dass der USD ansteigt und gleichzeitig Ölderivate und Aktien weiter abfallen.
Entgegen der Erwartung vom Vormittag wurde heute der Abwärtstrend im deutschen Heizölmarkt nicht gestoppt. Nachdem hier am Freitag ein massiver Preisrückgang ermittelt wurde ging es heute mit einem kleineren Schritt weiter abwärts. Brennstoffspiegel und mineralölrundschau ermittelte ein Minus gegenüber Freitag in Höhe von rund 0,20 Euro pro 100 Liter. Mit einer Annäherung an die Marke von 89,50 Euro pro 100 Liter (beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL) erreichte der Bundesdurchschnittspreis dabei erstmals seit Anfang Mai diesen Jahres nach einem zwischenzeitlichen Rekordhoch die günstigen Preisregionen unter der Marke von 90 Euro. Nach wie vor erweist sich der Zeitpunkt zum befüllen der Heizöltanks als günstig, denn mittlerweile beträgt die Differenz zum letzten Jahreshoch bei einer 3000 Literpartie schon mehr als 250 Euro.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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