(openPR) Hamburg, 24.07.07 - Der Preis für Rohöl ist am Dienstag leicht gefallen und notiert unter der Marke von 75 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der führenden US-Sorte WTI kostete am Morgen 74,63 US-Dollar. Das waren 0,26 US-Dollar weniger als am Montagabend zu Handelsende (Schlusskurs: 74,89 US-Dollar) in New York.
Als Grund für den Preisrückgang gaben Händler Aussagen der OPEC an, wonach beim nächsten offiziellen Treffen am 11. Septmeber 2007 in Wien eine Erhöhung des weltweiten Austoßes an Rohöl beschlossen werden könnte. Der Präsident der OPEC, Mohamed Al-Hamri, könnte sich durch so eine Maßnahme eine bessere Versorgungslage der Raffinerien vorstellen.
Inzwischen gibt es wieder einige Analystenstimmen, die einen Ölpreis von 100 US-Dollar prognostizieren. „Aufgrund des ständig steigenden Bedarfs ist der Markt wie eine gespannte Feder“, sagt John Kilduff, von Man Financial. Schlechte Nachrichten wie größere Probleme bei der Förderung von Rohöl in Nigeria oder auch im Irak könnten in Verbindung mit einem Militäschlag gegen den Iran eine Preisexplosion auslösen. Seit Anfang des Jahres sind die Preise für Rohöl um mehr als 51 Prozent gestiegen. Analysten von Goldman Sachs werden da schon konkreter: Aufgrund der steigenden Nachfrage im Herbst und Winter könnte der Ölpreis noch vor Jahresende auf 95 Dollar ansteigen, so das Investmenthaus. Die Citigroup sieht die Prognose nicht ganz so finster: „Wir haben bereits einen Nachfrageüberschuß an Rohöl eingepreist“, so Tim Evans von der Citigroup. Wenn dieser eintrete, würden die Preise nicht weiter nach oben schießen.
Neue Impulse für die Entwicklung der Heizölpreise verspricht man sich von den neuesten US-Lagerbestandsdaten, die morgen Nachmittag gegen 16:30 Uhr MEZ bekanntgegeben werden. Analysten rechnen mit einem leichten Abbau der Bestände an Rohöl, während sich die Fertigbestände an Benzin, Heizöl und Diesel weiter aufgebaut haben sollen. Sollten die Lagerbestände besser als erwartet ausfallen, könnten die hiesigen Heizölpreise wieder fallen.
Als Endverbraucher steht man derzeit vor einer schwierigen Entscheidung: Soll man nun zum aktuellen Höchststand in 2007 seine Heizölreserven wieder auffüllen oder weiter auf niedrigere Preise hoffen? Der Trend sagt eindeutig höhere Heizölpreise voraus, so dass man ohne allzu schlechtes Gewissen auch in einer derartigen Situation Heizöl beziehen darf.
Die Heizölpreise werden heute im Raum Hamburg im Vergleich zum Montagvormittag um ca. EUR 0,55 bis EUR 0,75 pro hundert Liter tiefer erwartet.
Wer mehr über die Entwicklungen am Heizölmarkt erfahren möchte, der kann sich im Internet, -täglich aktualisiert unter www.getoil.de informieren. Heizölpreis, Heizölpreise, Dieselpreis und Dieselpreise für den Großraum Hamburg.













